Coronavirus - Südkorea - Seoul - Sexpuppen
Foto: Ryu Young-Suk/YONHAP via AP/dpa

Nicht nur die Fußball-Bundesliga hat am Wochenende ihren Betrieb wieder aufgenommen, sondern auch die südkoreanische K-League. Doch während in Deutschland das sportliche Geschehen im Vordergrund stand, wurde nach dem Auftakt in Südkorea nur über eines gesprochen: die Sexpuppen, die das Geisterspiel zwischen dem FC Seoul und Gwangju auf den leeren Tribünen verfolgt hatten. Hoppla!

Auch die K-League durfte aufgrund des Coronavirus nur ohne Publikum an den Start gehen. Deshalb ließen sich die Verantwortlichen des Hauptstadtklubs aus Seoul etwas Besonderes einfallen. Sie kamen auf die Idee, zumindest ein paar Schaufensterpuppen auf den Rängen zu platzieren, damit die Kulisse nicht ganz so trist wirkt.

>> Sexpuppe versetzt Ehepaar in helle Aufregung <<

Allerdings ging dieser Schuss gehörig nach hinten los. Ziemlich aufmerksamen Fernseh-Zuschauern ist aufgefallen, dass es sich nicht um gewöhnliche, sondern eben um Sexpuppen handelte – 28 weibliche, zwei männliche, wie „BBC“ berichtet. Das war offenbar aber nicht einmal das Hauptproblem. Vielmehr drehte sich die Aufregung darum, dass einige der „Stadion-Besucher“ Werbung für Sexwebsites machten.

Inzwischen hat sich der Klub auf Facebook und Instagram entschuldigt, betont aber, nicht gewusst zu haben, dass der Hersteller der Puppen auch Sexspielzeug produziere. Man sei davon ausgegangen, es habe sich lediglich um „Premium-Schaufensterpuppen“ gehandelt, die da auf den Tribünen platziert wurden.

>> Deutsche Männer wünschen sich diese deutsche Sängerin als Sexpuppe <<

Lee Ji-hoon, Vereinsfunktionär des FC Seoul, gab gegenüber „BBC“ zu, dass er die Puppen durchaus als „sehr menschlich“ empfunden habe. Es sei ihm aber nicht einmal in den Sinn gekommen, dass es sich dabei um Sex-Puppen gehandelt habe.

Die Hersteller-Firma der Puppen kam seinen Angaben zufolge vor dem Spiel auf den Klub zu und bot ihm an, ein paar der leeren Plätze zu füllen. Eine Überprüfung des Unternehmens habe man allerdings nicht durchgeführt, sagte Ji-hoon. Deshalb wusste keiner der Verantwortlichen über den wirklichen Hintergrund Bescheid.

>> Kein Witz! Es gibt wirklich ein Sexpuppen-Bordell! <<

Und so interessierte es nur noch die wenigsten, dass der FC Seoul das Spiel mit 1:0 gewonnen hat. „Die größte Sorge habe ich mir über das Niveau des koreanischen Fußballs gemacht, das durch die Geisterspiele plötzlich im größeren Interesse steht“, wird ein Zuschauer in den sozialen Medien zitiert. „Und dann stellt sich auf einmal heraus, dass das gar nicht unser größtes Problem ist.“ So kann es gehen …