Erstliga-Trainer kritisiert Corona-Maßnahmen – Hopp weist ihn öffentlich zurecht

Ein Erstliga-Trainer wird im deutschen Spitzensport öffentlich angezählt, weil der Corona-Maßnahmen kritisiert. Die Rüge gibt es aus den eigenen Reihen.
Daniel Hopp (l.) mit seinem Vater Dietmar Hopp. Foto: picture alliance / dpa

Als Folge des Wirbels um Pavel Gross hat sich die Führung des Eishockey-Topklubs Adler Mannheim mit dem Trainer zur Aussprache getroffen. „Wir haben ein sehr ruhiges und konstruktives Gespräch geführt, um die bestehenden Differenzen aus der Welt zu schaffen. Das ist uns auch gelungen“, wird Gesellschafter Daniel Hopp in einer Mitteilung des Clubs nach dem Gespräch an Silvester zitiert: „Damit hat sich für mich das Thema erst einmal erledigt.“

Hopp hatte Gross zuvor nach dessen jüngsten Aussagen zu Corona-Maßnahmen stark kritisiert. „Als Trainer der Adler Mannheim Pressekonferenzen des Arbeitgebers zu missbrauchen, um persönliche Meinungen kundzutun, die Interpretationsspielraum zulassen, ist respektlos und gefährlich“, hatte Hopp dem „Mannheimer Morgen“ gesagt. Daniel Hopp ist der Sohn von SAP-Milliardär Dietmar Hopp, der sich im deutschen Sport als Mäzen der TSG Hoffenheim einen Namen gemacht hat.

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Hintergrund ist, dass Gross, der schon mehrfach mit Aussagen zum Coronavirus aufgefallen sein soll, mit Unverständnis darauf reagiert hatte, dass er Thomas Larkin nicht einsetzen durfte. Bei dem Verteidiger hatte es zuvor im näherem Umfeld einen Omikron-Verdachtsfall gegeben.

dpa