Foto: YNA/dpa

Bei einem Unglück in einem Nachtclub in Südkorea sind zwei Menschen ums Leben gekommen und 16 weitere verletzt worden, darunter acht Sportler der Schwimm-WM. In dem Nachtclub „Coyote Ugly“ in der Nähe des Athletendorfes in Gwangju stürzte in der Nacht zum Samstag eine Empore ein, wie die Polizei mitteilte. Die Konstruktion sei unter dem Gewicht der Feiernden zusammengebrochen und fünf Meter in die Tiefe gestürzt.

Die beiden Toten seien Südkoreaner, die nichts mit der Weltmeisterschaft zu tun hätten, sagte ein Polizeisprecher. Unter den 16 Verletzten seien zehn Ausländer, von denen acht Athleten seien: drei US-Bürger, zwei Neuseeländer, ein Niederländer, ein Italiener und ein Brasilianer.

Die Empore in dem Club sei ganz plötzlich eingestürzt, als noch Menschen darauf gestanden hätten, sagte ein Augenzeuge der südkoreanischen Zeitung „Kukim Ilbo“. Die Empore habe sich in der Mitte des Clubs befunden, wo sich auch die meisten Besucher aufgehalten hätten, sagte der 32-jährige Kim, der bei dem Unglück selbst verletzt wurde. Viele Menschen hätten geschrien, überall seien Trümmerteile herumgeflogen.

Südkoreanischen Medienberichten zufolge wurden zunächst zwei Verletzte im Alter von 27 und 38 Jahren mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Dort seien sie dann aber gestorben.

Das Organisationskomitee der Schwimm-WM teilte mit, die acht Athleten seien wegen leichter Verletzungen behandelt worden und dann in ihre Unterkünfte zurückgekehrt. Eine Behandlung sollte demnach noch im Laufe des Tages erfolgen.

Der US-Wasserball-Verband teilte mit, Spieler aus der Frauen- und Männermannschaft hätten in dem Club den WM-Sieg der Frauen gefeiert. Verbandspräsident Christopher Ramsey sprach von einer „schrecklichen Tragödie“. Seinen Angaben zufolge sind aber alle US-Wasserballer „wohlauf“.

Auch australische Wasserballer waren in dem Club, sie blieben aber unverletzt. Der Kapitän des Männerteams aus Neuseeland sagte „Radio Sport“: „Wir haben getanzt und in eine Minute später sind wir fünf oder sechs Meter nach unten gefallen. Ich denke, wir sind auf die Köpfe der Leute gefallen, die unter uns waren.“

Der Schwimm-Weltverband FINA versprach, den Betroffenen die nötige medizinische Versorgung und Unterstützung zukommen zu lassen.