Nur noch Auto und Schlüssel da: Eishockey-Star wie vom Erdboden verschluckt

Damit hat beim Eishockey-Bundesligisten Bietigheim Steelers sicher niemand gerechnet: Plötzlich ist der neue Stürmer Avery Peterson verschwunden. Die Nachforschungen bringen ein beispielloses Verhalten für den Profisport ans Licht.
Eishockey-Bundesligist Bietigheim Steelers
Foto: Burghard Schreyer/Kolbert-Press/dpa

Erst Anfang Dezember war der amerikanische Eishockey-Star Avery Peterson (26) zum Eishockey-Bundesligisten Bietigheim Steelers gekommen. Am 10. Dezember absolvierte er sogar sein erstes DEL-Spiel. Doch obwohl er bei den Schwaben unter Vertrag steht, ist der Profi-Sportler nun nicht mehr da – einfach verschwunden.

Nach Angaben des Vereins kam Peterson, zuvor Spieler bei den Milwaukee Admirals, gut in der Mannschaft zurecht. Er hatte sich gerade erst eingespielt – doch dann war er vom einen auf den anderen Tag verschwunden. „Seine Ausrüstung hing in der Kabine, sein Auto stand vor der Wohnung und der Wohnungsschlüssel lag auf dem Tisch“, heißt es in der offiziellen Mitteilung der Steelers.

Vor der Partie bei den Iserlohn Roosters am 17. Dezember habe der Stürmer mitgeteilt, dass er nicht mehr spielen könne, krank sei und sofort in die USA zurück wolle, schreiben die Steelers. „Wir wollten ihn zum Arzt senden um ihn untersuchen zu lassen – dies lehnte er ab. Über mehrere Tage versuchten wir, ihn weiter ärztlich betreuen zu lassen – immer verweigerte er dies.“ Danach soll der Eishockey-Star eigenmächtig seinen Flug zurück in die USA gebucht haben. Dort hat sich Peterson bereits der nordamerikanischen Liga ECHL angeschlossen – ein klarer Vertragsbruch!

DEL: Zweiter Steelers-„Abschied“ in kurzer Zeit

Nun erwägen die Steelers, juristische Schritte einzuleiten: „Aktuell prüfen wir, inwieweit wir rechtliche Schritte bezüglich Vertragsbruch und Schadensersatzforderung geltend machen können“, teilte der Club aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am Mittwoch mit. Auch der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) und die Internationale Eishockey-Föderation (IIHF) wurden eingeschaltet.

Für die Steelers ist der Fall leider ein erneuter Puck ins Gesicht: Erst vor einigen Wochen hatte sich der Verein aus Baden-Württemberg vom kanadischen Stürmer Mitchell Heard (29) verabschiedet. Auch hier lagen nur ein paar Wochen zwischen der Anstellung und der Trennung.

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mit dpa