Boxen mit Todesfolge – Student (20) stirbt nach Charity-Event

Ein 20-Jähriger steigt für den guten Zweck in den Boxring – wenig später ist er tot. Aber wie konnte es dazu kommen?

Die University of Nevada in Las Vegas steht unter Schock! Der erst 20 Jahre alte Nathan Valencia, der dort studiert hat, wollte seinen Teil zu einem Charity-Event beitragen und ist dafür in einen Boxring gestiegen. Nun ist der junge Erwachsene tot!

Wie die „New York Post“ berichtet, wurde unter Studierenden eine „Fight Night“ organisiert, um die Erlöse des Abends einem guten Zweck zukommen zu lassen. Dazu wurde – ähnlich wie bei Veranstaltungen im Profiboxen oder beim MMA – eine Fightcard mit mehreren Kämpfen, die für den Abend vorgesehen waren, zusammengestellt. Valencia stand im Main Event des Boxabends, war also Teil des Hauptkampfes.

Zusammenbruch nach dem Kampf

Er bestritt den letzten Kampf des Abends. Eigentlich schien alles schon vorbei, als der 20-Jährige wenige Minute nach Ende des Kampfes zusammenbrach. Sofort wurde ein Rettungswagen bestellt, Ärzte stellen innere Blutungen und Hirnverletzungen bei ihm fest. Im Krankenhaus kämpfte Valencia dann um sein Leben – vergeblich. Vier Tage nach der Veranstaltungen erlag er seinen Verletzungen, wiederum vier Tage vor seinem 21. Geburtstag.

Aber wie konnte es dazu kommen, dass ein junger Mann an den Folgen einer solchen Veranstaltungen stirbt? Freunde und Familie des Verstorbenen sehen die Schuld bei den Veranstaltern des Events. Denn sie sagen, es habe keinen professionellen Ringrichter oder medizinisches Fachpersonal gegeben.

Charity-Event wie ein „Underground Fight Club“

In einer Stellungnahme haben sich die Anwälte von Valencias Eltern geäußert: „Unsere erste Einschätzung ist, dass bei der Organisation Fehler gemacht und Sicherheitsstandards missachtet wurden.“ Ein Freund des Verstorbenen verglich die Organisation des Events beim Portal „KLAS“ mit einem „Underground Fight Club“ und sagt dazu: „Ich habe keine Mediziner gesehen, keine Ärzte waren vor Ort, gar nichts.“

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Mittlerweile wurde eine „GoFundMe“-Seite in Erinnerung an Valencia eingerichtet – übernommen hat das seine Freundin. Über 50.000 US-Dollar sind dabei bereits zusammengekommen, mit den Spenden sollen die Kosten für Beerdigung und Gedenkfeier sowie die Kosten für seine medizinische Behandlung abgedeckt werden. Inzwischen hat die örtliche Polizei ihre Ermittlungen aufgenommen.