Boris Becker über Boris-Becker-Film: Vieles ist nicht so passiert

"Irgendwann komme ich mal mit meiner eigenen Doku und dann sage ich mal wirklich, was passiert ist", sagt Boris Becker über "Der Rebell - Von Leimen nach Wimbledon", der kürzlich auf RTL ausgestrahlt wurde.
Boris Becker US Open 2019
Foto: AFP/ELSA

Tennis-Star Boris Becker kann dem Spielfilm über sein Leben nicht allzu viel abgewinnen. Im Gegenteil: Der dreimalige Wimbledonsieger hat einiges an dem Film zu kritisieren.

„Was soll ich sagen? Es ist einfach vieles nicht so passiert, wie es da gezeigt wurde. Und das ist schade“, sagte der 54-Jährige im Eurosport-Podcast „Das Gelbe vom Bal“. Fast zwei Millionen Zuschauer hatten Mitte Dezember das Biopic „Der Rebell – Von Leimen nach Wimbledon“ auf RTL verfolgt. Bruno Alexander („Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“) hatte Becker verkörpert. Er selbst habe „Der Rebell“ nicht ganz gesehen, sagte der Sport-Star.

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Es habe zwar einige Treffen mit den Machern des Films gegeben. „Aber am Ende des Tages wurde meine Hilfe nicht beanspruch“, berichtete der Sportler. „Ich war ja derjenige, der das gelebt hat. Ich war nicht nur der Schauspieler, sondern wirklich der Tennisspieler und muss sagen, dass da ein, zwei Dinge anders stattgefunden haben.“

Becker kündigt eigene Doku an: „Irgendwann“

Becker sprach in dem Kontext die Figur des Trainers Günther Bosch an. „Ich habe großen Respekt vor Günther Bosch, und er war sicherlich auch sehr hilfreich, aber der starke Mann in meinem Team war eben Ion Tiriac und nicht Günther Bosch. Das hört man in Deutschland einfach nicht so gerne, aber es ist nun mal die Wahrheit“, schilderte es der Tennisspieler. Er fügte hinzu: „Irgendwann komme ich mal mit meiner eigenen Doku und dann sage ich mal wirklich, was passiert ist. Ob es dann einer hören will oder nicht, das lasse ich dann außen vor.“

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dpa