Biathlon-WM 2024 in Nove Mesto: Ergebnisse, Zeitplan, Kalender und TV – die Infos

Vom 7. bis zum 18. Februar findet die Biathlon-Weltmeisterschaft 2024 im tschechischen Nove Mesto statt. Wir haben alle Infos zum Ski-Wettkampf des Jahres für euch!
Benedikt Doll
Benedikt Doll aus Deutschland startete als Schlussläufer der deutschen Staffel. Foto: Hendrik Schmidt/dpa
Benedikt Doll aus Deutschland startete als Schlussläufer der deutschen Staffel. Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Vom 7. bis zum 18. Februar 2024 fand in Nove Mesto die 54. Biathlon-WM statt. Das deutsche Team der Damen um das neue große Talent Selina Grotian war zwar kein Favorit auf die Medaillen, verstecken musste sich das deutsche Team in Nove Mesto aber keinesfalls.

Aber wo genau liegt Nove Mesto eigentlich? Wie sah der Zeitplan aus? Wer übertrug die Rennen – und wann? Wir liefern euch die Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Biathlon-Weltmeisterschaft 2024.

>> Biathlon 2023/24: Der DSV-Kader der deutschen Frauen – Fotos <<

Biathlon-WM 2024 – Kalender: Termine, Zeitplan und Übertragung auf einen Blick

Mittwoch, 7. Februar (17.20 Uhr)
Mixed-Staffel (2x 6 und 2x 7,5 km)
Ergebnis: 
Gold:Frankreich
Silber: Norwegen
Bronze: Schweden

Freitag, 9. Februar (17.20 Uhr)
Frauen – Sprint (7,5 km)
Ergebnis:
Gold: Julia Simon (Frankreich)
Silber: Justine Braisaz-Bouchet (Frankreich)
Bronze: Lou Jeanmonnot (Frankreich)

Samstag, 10. Februar (17.20 Uhr)
Männer – Sprint (10 km)
Ergebnis:
Gold: Sturla Holm Lägreid (Norwegen)
Silber: Johannes Thingnes Bö (Norwegen)
Bronze: Vetle Sjastad Christiansen (Norwegen)

Bester Deutscher wird Benedikt Doll als 13, gleich danach folgt Johannes Kühn auf 14, Philipp Nawrath wird 16.

Sonntag, 11. Februar (14.30 Uhr)
Frauen: Verfolgung (10 km)
Ergebnis:
Gold: Julia Simon (Frankreich)
Silber: Lisa Vittozzi (Italien)
Bronze: Justine Braisaz-Bouchet (Frankreich)

>> Biathlon Herren: Mit Benedikt Doll – der DSV-Kader für die Saison 2023/2024 <<

Männer: Verfolgung (12,5 km); (17.05 Uhr)
Ergebnis:
Gold: Johannes Thingnes Boe (Norwegen)
Silber: Sturla Holm Laegreid (Norwegen)
Bronze: Vetle Sjaastad Christiansen (Norwegen)

Dienstag, 13. Februar (17.10 Uhr)
Frauen – Einzel (15 km)
Ergebnis:
Gold: Lisa Vittozzi (Italien)
Silber: Janina Hettich-Walz (Deutschland)
Bronze: Julia Simon (Frankreich)

Mittwoch, 14. Februar (14.30 Uhr)
Männer – Einzel (20 km)
Ergebnis:
Gold: Johannes Thingnes Bø (Norwegen)
Silber: Tarjei Bø (Norwegen)
Bronze: Benedikt Doll (Deutschland)

Donnerstag, 15. Februar (18 Uhr)
Single-Mixed-Staffel (4x 3 + 1,5 km)
Ergebnis:
Gold: Frankreich
Silber: Italien
Bronze: Norwegen

Samstag, 17. Februar (ab 13.45 Uhr)

Frauen – Staffel (4x 6 km)
Ergebnis:
Gold: Frankreich
Silber: Schweden
Bronze: Deutschland

Männer – Staffel (4x 7,5 km); (16.30 Uhr)
Ergebnis:
Gold
: Schweden
Silber
: Norwegen
Bronze
: Frankreich

Sonntag, 18. Februar (14.15 Uhr)
Frauen – Massenstart (12,5 km)
Ergebnis:
Gold: Justine Braisaz-Bouchet
Silber: Lisa Vittozzi
Bronze: Lou Jeanmonnot

Männer – Massenstart (15 km); (16.30 Uhr)
Ergebnis:
Gold: Johannes Thingnes Bö
Silber: Andrejs Rastorgujevs
Bronze: Quentin Fillon Maillet

>> Das TV-Phänomen: Warum Biathlon im Fernsehen so erfolgreich ist <<

Biathlon-WM 2024: Der Medaillenspiegel

Wer steht im Medaillenspiegel der Biathlon-WM 2024 ganz oben? Wie oft holt Deutschland in Nove Mesto Gold, Silber und Bronze? Nach jedem Rennen aktualisieren wir an dieser Stelle den Medaillenspiegel.

  1. Frankreich (13 Medaillen gesamt, 6 Gold, 1 Silber, 6 Bronze)
  2. Norwegen (12 Medaillen gesamt, 4 Gold, 5 Silber, 3 Bronze)
  3. Italien (4 Medaillen gesamt, 1 Gold, 3 Silber)
  4. Schweden (3 Medaillen gesamt, 1 Gold, 1 Silber, 1 Bronze)
  5. Deutschland (3 Medaillen gesamt, 1 Silber, 2 Bronze)
  6. Lettland (1 Medaille gesamt, 1 Silber)

>> Biathlon-Star Tiril Eckhoff: So schön ist die Norwegerin <<

Die Top 3 bei der Biathlon-WM 2023 in Oberhof (Deutschland):

  1. Norwegen: 5x Gold, 5x Silber, 3x Bronze
  2. Schweden: 3x Gold, 3x Silber, 5x Bronze
  3. Frankreich: 2x Gold, 2x Bronze

Biathlon-WM 2024 im TV und Stream

Bei ARD und ZDF war die Biathlon-WM 2023 im TV und Internet zu sehen. Auch bei Eurosport und DAZN wurde die Weltmeisterschaft übertragen. Daher war es eigentlich keine Frage, dass das Event 2024 ebenfalls im TV und Internet übertragen wurde.

So übertrugen ARD und ZDF im Wechsel die Weltmeisterschaft, in den Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender gab es entsprechende Live-Streams. Auch DAZN und Eurosport übertrugen das Event wieder, wobei der Livestream von Eurosport nur über Discovery+ zu empfangen war.

>> Dorothea Wierer: So schön ist der Biathlon-Superstar aus Italien <<

Biathlon-WM 2024: Kommentatoren, Moderatoren und TV-Experten bei ARD und ZDF

Das ZDF stellte mit Christoph Hamm und Herbert Fritzenwenger einen Haupt- und einen Co-Kommentator. Für die Fachfragen rund um die Rennen waren Laura Dahlmeier und Sven Fischer als Experten an Bord. ZDF-Moderator war Alexander Ruda.

Das waren die deutschen Teilnehmer bei der Biathlon-WM 2024

2024 schickte der Deutsche Skiverband (DSV) fünf Männer und fünf Frauen zur Biathlon-WM. Das war das deutsche Aufgebot in Nove Mesto:

Männer:

  • Benedikt Doll, SZ Breitnau
  • Johannes Kühn, WSV Reit im Winkl
  • Philipp Nawrath, SK Nesselwang
  • Justus Strelow, SG Stahl Schmiedeberg
  • Philipp Horn, SV Frankenhain
  • Roman Rees, SV Schauinsland

Frauen:

  • Franziska Preuß, SC Haag
  • Vanessa Voigt, SV Rotterode
  • Janina Hettich-Walz, SC Schönwald
  • Sophia Schneider, SV Oberteisendorf
  • Selina Grotian, SC Mittenwald
  • Johanna Puff, SC Bayrischzell

Biathlon-WM 2024: Wer waren die Favoriten und Favoritinnen?

Bei den Herren ging der WM-Titel nur über den Norweger Johannes Thingnes Boe. Doch es gab Konkurrenz für den Skandinavier. So war auch der Franzose und Olympiasieger Quentin Fillon Maille ganz vorn zu erwarten. Daneben waren auch Tarje Bö und Sebastian Samuelsson aus Schweden im erweiterten Favoritenkreis anzusiedeln. Bei den deutschen Herren war keiner dabei, der vorab als Favorit galt.

>> Fotos: Die schönsten Biathletinnen im Weltcup in Bildern <<

Bei den Damen war die Französin Julia Simon ganz vorne zu erwarten. Allerdings muss sich die Französin seit geraumer Zeit mit Betrugsvorwürfen herumschlagen. Daneben zählten Hanna Öberg und Elvira Öberg aus Schweden, Ingrid Landmark Tandrevold aus Norwegen und Lisa Vittozi aus Italien zu den Favoritinnen.

Wer hatte Medaillenchancen im deutschen Team?

Wandelt Selina Grotian auf den Spuren Magdalena Neuners und Linda Dahlmeiers? Die 19-Jährige gilt als riesiges Talent und konnte bereits auf Juniorenebene viel Edelmetall sammeln. Daneben war auch immer mit einer fitten Franziska Preuß zu rechnen. Ebenso war auch Vanessa Voigt für eine Medaille gut.

Bei den Herren trug Benedikt Doll die größten Medaillenhoffnungen auf seinen Schultern. Spannend war auch die Entwicklung von Justus Strehlow.

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Biathlon-WM 2024: Was muss man zum Austragungsort Nove Mesto wissen?

Mit vollem Namen heißt der Ort Nove Mesto na Morave, auf deutsch am besten Übersetzt mit Neustadl. Mit dem Weltcup in Tschechien stellt die Veranstaltung das größte Sportevent der Tschechischen Republik dar. Dabei ist die Region nicht nur für ihre idealen Bedingungen für Langläufer bekannt, sondern auch für die hervorragende Organisation der Wintersportwettbewerbe. Die Arena bietet insgesamt 14.000 Zuschauern platz, rund um die Strecke können nochmals 20.000 Zuschauer die Rennen verfolgen. Zuletzt wurde 2021 ein Biathlon-Weltcup in Nove Mesto ausgetragen.

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Ergebnisse: Wie lief die WM 2023 in Oberhof?

Bei der Biathlon-WM in Oberhof  gab es eine Steigerung im Gegensatz zu 2021. Da waren es lediglich zwei Silbermedaillen, in Oberhof waren es zwei Silbermedaillen und eine Goldmedaille. Für den deutschen Biathlon eine enttäuschende Ausbeute. Betrachtet man aber das Gesamtbild und das lediglich sechs Nationen überhaupt Medaillen gewonnen haben und Deutschland am Ende auf dem vierten Platz im Medaillenranking lag, so relativiert sich die schmale Ausbeute immerhin etwas.

Das waren die Ergebnisse der Biathlon-WM 2023:

  • Team Mixed Staffel: 1. Norwegen, 2. Italien, 3. Frankreich
  • Frauen – Sprint (7,5 km): 1. Denise Herrmann-Wick, 2. Hanna Öberg, 3. Linn Persson
  • Männer – Sprint (10 km): 1. Johannes Boe, 2. Tarjei Boe, 3. Sturla Laegreid
  • Frauen – Verfolgung (10 km): 1. Julia Simon 2. Denise Herrmann-Wick, 3. Marte Röiseland
  • Männer – Verfolgung (12,5 km): 1. Johannes Boe, 2. Sturla Laegreid, 3. Sebastian Samuelsson
  • Frauen – Einzel (15 km): 1. Hanna Öberg, 2. Linn Persson, 3. Lisa Vittozzi
  • Männer  Einzel (20 km): 1. Johannes Boe, 2. Sturla Laegreid, 3. Sebastian Samuelsson
  • Single-Mixed-Staffel: 1. Norwegen, 2. Österreich, 3. Italien
  • Frauen – Staffel (4x 6 km): 1. Italien, 2. Deutschland (Vanessa Voigt/Hanna Kebinger/Sophia Schneider/Denise Herrmann-Wick), 3. Schweden
  • Männer – Staffel (4x 7,5 km): 1. Frankreich, 2. Norwegen, 3. Schweden
  • Frauen – Massenstart (12,5 km): 1. Hanna Öberg, 2. Ingrid Landmark Tandrevold, 3. Julia Simon
  • Männer – Massenstart (15 km): 1. Sebastian Samuelsson, 2. Martin Ponsiluoma, 3. Johannes Boe

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Wer sind die erfolgreichsten Biathleten und Biathletinnen bei einer WM?

Der erfolgreichste WM-Teilnehmer aller Zeiten ist der Norweger Ole Einar Björndalen mit insgesamt 20 Gold-, 14 Silber- und elf Bronzemedaillen. Deutlich abgeschlagen dahinter liegt sein Landsmann Emil Hegle Svendsen (12, 6, 3). Bei den Frauen ist Magdalena Neuner mit zwölf Gold- und vier Silbermedaillen sowie einer Bronzemedaille das Maß aller Dinge. Die Russin Jelena Golowin (10, 1, 1) belegt den zweiten Platz.

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Betrachtet man die einzelnen Turniere isoliert, ist Laura Dahlmeiers Bestmarke von 2017 in Hochfilzen mit fünfmal Gold und einmal Silber nur schwer zu knacken. Einzig die Norwegerin Tora Berger holte bisher auch in allen sechs WM-Rennen Edelmetall (4x Gold, 2x Silber). Fünf Medaillen schafften unter anderen Rekord-Weltmeisterin Magdalena Neuner, die Franzosen Martin Fourcade und Raphael Poirée sowie Emil Hegle Svendsen und Tarjei Bö.

Das Biathlon-ABC

A – wie Anschießen: Eine Stunde vor Wettkampfstart testen die Athleten die Bedingungen am Schießstand und stellen ihre Waffe ein. Diese Einstellung wird während des Rennens ans Trefferbild und sich eventuell veränderten Wind durch das Drehen am Diopter angepasst.

B – wie Biathlon: Aus dem Griechischen, bedeutet so viel wie „Doppelkampf“ – Skilaufen und Schießen im Wechsel. 1960 wurde es mit dem Männer-Einzel olympisch. Erst 1992 folgten die Frauen.
C – wie Crossfire: Ein peinliches, aber eher seltenes Missgeschick. Aber selbst Stars wie Magdalena Neuner oder Uschi Disl schossen schon auf die falschen Scheiben. Die Treffer zählen nicht, es müssen Strafrunden gelaufen werden.

D – wie Durchmesser: Der Scheibendurchmesser beträgt beim liegenden Anschlag 4,5 Zentimeter, stehend sind es 11,5 Zentimeter. Der Schütze schaut durch den Diopter am Gewehr, der hat aber keine Vergrößerung.

E – wie Entfernung: Die Scheiben sind immer 50 Meter entfernt. Pro Schießeinlage sind fünf Scheiben zu treffen.

F – wie Fehlschuss: Im Sprint, Massenstart und der Verfolgung muss der Athlet pro Fehler eine Strafrunde laufen. Im Einzel gibt es dagegen pro Fehler eine Strafminute. In den Staffeln kann man mit drei Nachladern pro Schießen Fehler kompensieren. Reicht das nicht, geht es für jeden Fehler einmal in die Strafrunde.

G – wie Groß: Ricco Groß, früherer deutscher Damen-Co-Trainer, trainiert jetzt die Österreicher. Der 49-Jährige gewann zwischen 1990 und 2007 für Deutschland 28 Medaillen bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen und ist damit der beste Deutsche.

H – wie Holmenkollen: Hoch über der norwegischen Hauptstadt Oslo befindet sich das Mekka des nordischen Wintersports. Die Sieger dürfen sich oft über eine Audienz bei König Harald freuen.

I – wie IBU: Die Internationale Biathlon-Union ist der Weltverband mit Sitz in Salzburg. Präsident ist seit September 2018 der Schwede Olle Dahlin.

J – wie Jachymov: In dem Ort in der ehemaligen Tschechoslowakei fanden 1981 die ersten internationalen Wettkämpfe für Biathletinnen statt. Erst elf Jahre später wurde Damen-Biathlon olympisch.

K – wie Kaliber: Seit 1978 wird mit Kleinkaliberwaffen (5,6 mm) ohne Ladeautomatik geschossen, genauer gesagt mit einem Kaliber .22. Das Waffengewicht liegt zwischen 3,5 und 6 Kilogramm.

L – wie Lizenz: Um auf internationaler Bühne Wettkämpfe durchführen zu können, müssen Stadien eine A- oder B-Lizenz des Weltverbandes IBU vorweisen. Für die Ausrichtung eines Weltcups oder einer Weltmeisterschaft benötigt man die A-Lizenz.

M – wie Massenstart: Seit 1998 im Weltcup, es starten 30 Athleten. Die Laufstrecke beträgt 12,5 bzw. 15 Kilometer mit viermal Schießen. Alle Athleten starten auf einmal – der Erste im Ziel gewinnt.

N – wie Nähmaschine: Die fürchten die Biathleten beim Stehendschießen. Bei großer Erschöpfung oder wenn die Skijäger zu lange warten und der Puls unter eine bestimmte Frequenz fällt, zittern die Beine. Es kommt vermehrt zu Fehlschüssen und Strafrunden.

O – wie Ole Einar Björndalen: Keiner hat mehr Siege als der Norweger. Der achtfache Olympiasieger und 20-fache Weltmeister gewann 94 Weltcuprennen. Auch im Langlauf konnte der 46-Jährige einmal gewinnen. Der Kannibale, so sein Spitzname früher, coacht jetzt zusammen mit seiner Frau Darja Domratschewa das chinesische Team.

P – wie Puls: Beim Laufen geht er bis auf 180 Schläge pro Minute hoch. Am Schießstand beruhigen die Athleten den Puls innerhalb von Sekunden, schießen bei ca. 150 bis 160 Schlägen. Ein zu niedriger Puls überträgt sich auf das Gewehr und erschwert das Zielen.

Q – wie Quartett: Vier Athleten kämpfen in der Staffel um die Podestplätze. Seit 2005 gibt es auch WM-Medaillen in der Mixed-Staffel aus zwei Frauen und zwei Männern.

R – wie Ringkorn: Sitzt am vorderen Ende des Gewehrlaufes und bildet zusammen mit dem Diopter das Visier der Schützen. Bei schlechter Sicht kann ein Nebelkorn mit einer größeren Öffnung eingesetzt werden. Dadurch fällt mehr Licht ein und die Sicht ist besser.

S – wie Strafrunde: Sie ist 150 Meter lang. Dafür brauchen die Athleten zwischen 21 und 23 Sekunden.

T – wie Temperatur: Laut Wettkampfregel 6.6.1 dürfen Rennen nicht gestartet werden, wenn die am kältesten Teil der Anlage 1,5 Meter über dem Boden gemessene Lufttemperatur unter minus 20 Grad liegt.

U – wie Unterstützungsriemen: Den benötigen die Biathleten beim Liegendschießen. Ein Rechtsschütze trägt den Lederriemen am linken Oberarm, ein Linksschütze am rechten. So wird die Waffe stabilisiert.

V – wie Verfolger: Oder Jagdrennen. Der Sprint-Sieger geht als Erster in die Loipe. 10 bzw. 12,5 Kilometer (Frauen/Männer) mit vier Schießeinlagen sind zu absolvieren. Wer als Erster ankommt, gewinnt.

W – wie Wachstruck: Ein Lkw für die Skitechniker. Seit 2012 hat auch die deutsche Mannschaft diese mobile Skiwerkstatt, 400 PS stark. Vorreiter waren die Norweger, nur finanzstarke Nationen können sich das leisten. Die anderen haben nach wie vor kleine Wachskabinen.

X – wie Xianying Liu: Eine von drei Chinesinnen, die bisher eine WM-Medaille gewonnen haben. Sie holte 2005 in Hochfilzen Silber hinter Uschi Disl in der Verfolgung.

Y – wie Yu Shumei: Ist die erfolgreichste Biathletin Chinas. Holte bei der WM 2000 Silber im Einzel, gewann 2001 beim Weltcup den Massenstart. Holte im Weltcup zudem drei weitere Podestplätze.

Z – wie Zusatzmunition: Auch Nachlader genannt. Gibt es nur bei den Staffeln. Jeder Staffelläufer hat maximal drei Extra-Patronen pro Schießeinlage. Bei weiteren Fehlschüssen geht’s ab in die Strafrunde.

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mit Agenturmaterial (dpa)