Lisa Theresa Hauser Biathlon-Weltmeisterschaft 2021
Foto: Sven Hoppe/dpa

Vom 10. bis zum 21. Februar findet in Pokljuka die Biathlon-WM 2021 statt. Während die ganze Welt gespannt auf Johannes Thingnes Bö schaut, gibt es aus deutscher Sicht vor allem bei den Frauen berechtigte Hoffnung auf einen Titel – in Person von Franziska Preuß.

Aber wo genau liegt Pokljuka eigentlich? Wie sieht der Zeitplan aus? Wer überträgt die Rennen – und wann? Wir liefern euch die Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Biathlon-Weltmeisterschaft 2021.

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Biathlon-WM 2021 – Kalender: Termine, Zeitplan und Übertragung auf einen Blick

Mittwoch, 10. Februar (ARD, Eurosport)
15 Uhr: Mixed-Staffel (2x 6 und 2x 7,5 km)
(Übertragungsbeginn in der ARD: ca. 14.35 Uhr)
Ergebnis:
Gold: Norwegen (Johannes Thingnes Bö, Sturla Holm Laegreid, Tiril Eckhoff, Marte Olsbu Roiseland)
Silber: Österreich (Simon Eder, David Komatz, Dunja Zdouc, Lisa Hauser)
Bronze: Schweden (Sebastian Samuelsson, Martin Ponsilouma, Linn Persson, Hanna Öberg)

Freitag, 12. Februar (ARD, Eurosport)
14.30 Uhr: Männer – Sprint (10 km)
(Übertragungsbeginn in der ARD: 14.10 Uhr)
Ergebnis:
Gold: Martin Ponsiluoma (Schweden)
Silber: Simon Desthieux (Frankreich)
Bronze: Emilien Jacquelin (Frankreich)

Samstag, 13. Februar (ARD, Eurosport)
14.30 Uhr: Frauen – Sprint (7,5 km)
(Übertragungsbeginn in der ARD: ca. 14.15 Uhr)
Ergebnis:
Gold: Tiril Eckhoff (Norwegen)
Silber: Anais Chevalier-Bouchet (Frankreich)
Bronze: Hanna Sola (Belarus)

Sonntag, 14. Februar (ARD, Eurosport)
13.15 Uhr: Männer: Verfolgung (12,5 km)
(Übertragungsbeginn in der ARD: 13.05 Uhr)
Ergebnis:
Gold: Emilien Jacquelin (Frankreich)
Silber: Sebastian Samuelsson (Schweden)
Bronze: Johannes Thingnes Bö (Norwegen)

15.30 Uhr: Frauen – Verfolgung (10 km)
(Übertragungsbeginn in der ARD: ca. 15.15 Uhr)
Ergebnis:
Gold: Tiril Eckhoff (Norwegen)
Silber: Lisa Theresa Hauser (Österreich)
Bronze: Anais Chevalier (Frankreich)

Dienstag, 16. Februar (ARD, Eurosport)
12.05 Uhr: Frauen – Einzel (15 km)
(Übertragungsbeginn in der ARD: 12 Uhr)
Ergebnis:
Gold: Marketa Davidova (Tschechien)
Silber: Hanna Öberg (Schweden)
Bronze: Ingrid Landmark Tandrevold (Norwegen)

Mittwoch, 17. Februar (ZDF, Eurosport)
14.30 Uhr: Männer – Einzel (20 km)
(Übertragungsbeginn im ZDF: ca. 14.15 Uhr)
Ergebnis:
Gold: Sturla Holm Laegreid (Norwegen)
Silber: Arnd Peiffer (Deutschland)
Bronze: Johannes Dale (Norwegen)

Donnerstag, 18. Februar (ZDF, Eurosport)
15.15 Uhr: Single-Mixed-Staffel (4x 3 + 1,5 km)
(Übertragungsbeginn im ZDF: ca. 15 Uhr)
Ergebnis:
Gold: Frankreich (Julia Simon und Antonin Guigonnat)
Silber: Norwegen (Tiril Eckhoff und Johannes Thingnes Bö)
Bronze: Schweden (Hanna Öberg und Sebastian Samuelsson)

Samstag, 20. Februar (ZDF, Eurosport)
11.45 Uhr: Frauen – Staffel (4x 6 km)
(Übertragungsbeginn im ZDF: ca. 11.35 Uhr)
Ergebnis:
Gold: Norwegen (Ingrid Landmark Tandrevold, Tiril Eckhoff, Ida Lien, Marte Olsbu Roiseland)
Silber: Deutschland (Vanessa Hinz, Janina Hettich, Denise Herrmann und Franziska Preuß)
Bronze: Ukraine (Anastasiya Merkushyna, Yuliia Dzhima, Darya Blashko, Olena Pidhrushna)

15 Uhr: Männer – Staffel (4x 7,5 km)
(Übertragungsbeginn im ZDF: ca. 14.40 Uhr)
Ergebnis:

Gold: Norwegen (Sturla Holm Laegreid, Tarjei Bö, Johannes Thingnes Bö, Vetle Sjaastad Christiansen)
Silber: Schweden
(Peppe Femling, Jesper Nelin, Martin Ponsiluoma, Sebastian Samuelsson) 
Bronze: Russland
(Said Karimulla Khalili, Matvey Eliseev, Alexander Loginov, Eduard Latypov) 

Sonntag, 21. Februar (ZDF, Eurosport)
12.30 Uhr: Frauen – Massenstart (12,5 km)
(Übertragungsbeginn im ZDF: 12.18 Uhr)
Ergebnis:
Gold: Lisa Theresa Hauser (Österreich)
Silber: Ingrid Landmark Tandrevold (Norwegen)
Bronze: Tiril Eckhoff (Norwegen)

15.15 Uhr: Männer – Massenstart (15 km)
(Übertragungsbeginn im ZDF: ca. 15 Uhr)
Ergebnis:
Gold: Sturla Holm Laegreid (Norwegen)
Silber: Johannes Dale (Norwegen)
Bronze: Quentin Fillon Maillet (Frankreich)

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Biathlon-WM 2021: Der Medaillenspiegel

Wer steht im Medaillenspiegel der Biathlon-WM 2021 ganz oben? Wie oft holt Deutschland in Pokljuka Gold, Silber und Bronze? Nach jedem Rennen aktualisieren wir an dieser Stelle den Medaillenspiegel.

  1. Norwegen: 7x Gold, 3x Silber, 4x Bronze
  2. Frankreich: 2x Gold, 2x Silber, 3x Bronze
  3. Schweden: 1x Gold, 3x Silber, 2x Bronze
  4. Österreich: 1x Gold, 2x Silber
  5. Tschechien: 1x Gold,
  6. Deutschland: 2x Silber
  7. Belarus: 1x Bronze
  8. Ukraine: 1x Bronze
  9. Russland: 1x Bronze

>> Biathlon-Star Tiril Eckhoff: So schön ist die Norwegerin <<

Die Top 5 bei der Biathlon-WM 2020 in Antholz (Südtirol):

  1. Norwegen: 6x Gold, 3x Silber, 2x Bronze
  2. Frankreich: 3x Gold, 2x Silber, 3x Bronze
  3. Italien: 2x Gold, 2x Silber
  4. Russland: 1x Gold, 1x Bronze
  5. Deutschland: 4x Silber, 1x Bronze

Biathlon-WM 2021 im TV und Stream

Bei ARD und ZDF ist die Biathlon-WM 2021 auch im Internet zu sehen. In den Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender gibt es entsprechende Live-Streams. Durch eine Kooperation mit Eurosport zeigt der Streamingdienst DAZN die Wettbewerbe aus Pokljuka (Slowenien) ebenfalls.

>> Dorothea Wierer: So schön ist der Biathlon-Superstar aus Italien <<

Biathlon-WM 2021: Kommentatoren, Moderatoren und TV-Experten bei ARD und ZDF

In der ARD ist Michael Antwerpes als Moderator der Biathlon-WM 2021 im Einsatz. Als Expertinnen stehen ihm Magdalena Neuner und Kati Wilhelm zur Seite. Kommentiert werden die Rennen von Christian Dexne und Wilfried Hark.

 

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Das ZDF stellt mit Christoph Hamm und Herbert Fritzenwenger einen Haupt- und einen Co-Kommentator. Für die Fachfragen rund um die Rennen ist Sven Fischer als Experte an Bord. ZDF-Moderator ist Alexander Ruda.

>> Biathlon-WM 2021 in Pokljuka: Die wichtigsten Fragen und Antworten <<

Das ZDF muss bei der Biathlon-Weltmeisterschaft auf seine prominenteste Mitarbeiterin verzichten. Laura Dahlmeier wird für das Zweite nicht als TV-Expertin im Einsatz sein. Die siebenmalige Weltmeisterin hat nach Angaben des Senders Uni-Prüfungen zu absolvieren. Die 27-Jährige studiert Sportwissenschaften in München. Nach dem Ende ihrer sportlichen Laufbahen hatte Dahlmeier im Dezember 2019 ihre ZDF-Premiere bei einem Weltcup in Frankreich erlebt. Sie soll auch zukünftig für das Zweite arbeiten, hieß es.

Das sind die deutschen Teilnehmer bei der Biathlon-WM 2021

2021 schickt der Deutsche Skiverband (DSV) fünf Männer und fünf Frauen zur Biathlon-WM. Das ist das deutsche Aufgebot in Pokljuka:

Männer:

  • Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld)
  • Benedikt Doll (Breitnau)
  • Erik Lesser (Frankenhain)
  • Johannes Kühn (Reit im Winkl)
  • Roman Rees (Schauinsland)

Frauen:

Biathlon-WM 2021: Wer sind die Favoriten und Favoritinnen?

Bei den Männern gehen alle WM-Titel über den Norweger Johannes Thingnes Bö, der den Gesamtweltcup in den vergangenen beiden Jahren souverän gewinnen konnte. Starke Konkurrenz kommt mit Bruder Tarjei Bö aus der eigenen Familie. Auch seine Landsleute Sturla Holm Laegreid und Johannes Dale zählen zum Favoritenkreis. Dem norwegischen Block entgegen stellen sich die Franzosen Emilien Jacqueline und Quentin Fillon Maillet.

Bei den Frauen ist es ziemlich ausgeglichen: Tiril Eckhoff aus Norwegen, ihre Teamkollegin Marte Olsbu Röiseland, Italiens Star Dorothea Wierer und Hanna Öberg aus Schweden gehören zu den Favoritinnen – ebenso wie die Deutsche Franziska Preuß.

Wer hat Medaillenchancen im deutschen Team?

Preuß ist in der Form ihres Lebens. Beim Weltcup in Oberhof führte sie erst die Staffel zum Heimsieg und wurde am zum Abschluss auch noch Zweite im Massenstart. „Besser kann ich es kaum haben. Ich bin auf alle Fälle zuversichtlich und habe Selbstvertrauen tanken können“, erklärte die 26-Jährige im Anschluss der Deutschen Presse-Agentur.

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So gute Ergebnisse wie gerade lieferte Preuß zuletzt 2015, als sie bei der WM in Kontiolahti erst Gold mit der Staffel holte und dann im Massenstart mit nur 21 Jahren noch Silber gewann. Danach machte sie viele Krisen und Verletzungsphasen durch. Die Selbstzweifel waren groß, doch Preuß kämpfte sich immer wieder zurück und löst nun Denise Herrmann zumindest zeitweise als deutsche Nummer eins ab.

 

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Bei den Männern ruhen die deutschen Hoffnungen auf Benedikt Doll und Arnd Peiffer. Sie gehören zwar nicht zum engeren Kreis der Topfavoriten, die Vergangenheit hat allerdings gezeigt, dass sie beim Höhepunkt der Biathlon-Saison durchaus in der Lage sind, Bestleistungen abzurufen. Simon Schempp, jahrelang die Nummer eins der deutschen Biathleten, wird nicht dabei sein. Nach mehreren Verletzungen beendete der einstige Staffelschlussläufer kürzlich seine Karriere.

Biathlon-WM 2021: Was muss man zum Austragungsort Pokljuka wissen?

Erstmals seit 2001 findet die Biathlon-WM in Pokljuka statt. Die Pokljuka ist eine Hochebene in den Julischen Alpen und Teil des Nationalpark Triglav in Slowenien. Das Biathlon-Stadion Pokljuka, in dem regelmäßig auch Weltcup-Rennen stattfinden, befindet sich in etwa 1300 Metern Höhe.

Welche Auswirkungen hat die Corona-Pandemie auf die Biathlon-WM 2021?

Ursprünglich waren 12.000 Zuschauer bei der Biathlon-WM in Pokljuka geplant. Gemeinsam mit den slowenischen Gesundheitsbehörden entschied der Weltverband IBU im Dezember jedoch, maximal 500 Zuschauer ins Stadion zu lassen. Eine endgültige Entscheidung soll kurz vor der Weltmeisterschaft in Absprache mit den Behörden getroffen werden.

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Wie im Weltcup auch, werden die teilnehmenden Mannschaften, Organisatoren und die Presse streng voneinander getrennt. Zudem wird es regelmäßige Corona-Tests geben.

Ergebnisse: Wie lief die WM 2020 in Antholz?

Bei der Biathlon-WM im vergangenen Jahr in Antholz konnten die deutschen Biathleten keine Gold-Medaille ergattern. Denise Herrmann verpasste mit Silber in der Verfolgung die Titelverteidigung und holte auch mit der Staffel „nur“ den zweiten Platz. Auch Franziska Preuß (Single-Mixed-Staffel und Frauen-Staffel) und Vanesa Hinz (Einzel und Frauen-Staffel) holten zweimal Silber. Erfolgreichster Mann war Erik Lesser, der neben Bronze mit der Männer-Staffel Silber in der Single-Mixed-Staffel gewann.

Das sind die Ergebnisse der Biathlon-WM 2020:

  • Mixed-Staffel: 1. Norwegen, 2. Italien, 3. Tschechien
  • Frauen – Sprint (7,5 km): 1. Marte Olsbu Röiseland, 2. Susan Dunklee, 3. Lucie Charvatova
  • Männer – Sprint (10 km): 1. Alexander Loginow, 2. Quentin Fillon Maillet, 3. Martin Fourcade
  • Frauen – Verfolgung (10 km): 1. Dorothea Wierer, 2. Denise Herrmann, 3. Marte Roeiseland
  • Männer – Verfolgung (12,5 km): 1. Emilien Jacquelin, 2. Johannes Thingnes Bö, 3. Alexander Loginow
  • Frauen – Einzel (15 km): 1. Dorothea Wierer, 2. Vanessa Hinz, 3. Marte Olsbu Roiseland
  • Männer  Einzel (20 km): 1. Martin Fourcade, 2. Johannes Thingnes Bö, 3. Dominik Landertinger
  • Single-Mixed-Staffel: 1. Norwegen, 2. Deutschland (Franziska Preuß/Erik Lesser), 3. Frankreich
  • Frauen – Staffel (4x 6 km): 1. Norwegen, 2. Deutschland (Karolin Horchler/Vanessa Hinz/Franziska Preuß/Denise Herrmann), 3. Ukraine
  • Männer – Staffel (4x 7,5 km): 1. Frankreich, 2. Norwegen, 3. Deutschland (Erik Lesser/Philipp Horn/Arnd Peiffer/Benedikt Doll)
  • Frauen – Massenstart (12,5 km): 1. Marte Olsbu Röiseland, 2. Dorothea Wierer, 3. Hanna Öberg
  • Männer – Massenstart (15 km): 1. Johannes Thinges Bö, 2. Quentin Fillon Maillet, 3. Emilien Jacquelin

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Wer sind die erfolgreichsten Biathleten und Biathletinnen bei einer WM?

Der erfolgreichste WM-Teilnehmer aller Zeiten ist der Norweger Ole Einar Björndalen mit insgesamt 20 Gold-, 14 Silber- und elf Bronzemedaillen. Deutlich abgeschlagen dahinter liegt sein Landsmann Emil Hegle Svendsen (12, 6, 3). Bei den Frauen ist Magdalena Neuner mit zwölf Gold- und vier Silbermedaillen sowie einer Bronzemedaille das Maß aller Dinge. Die Russin Jelena Golowin (10, 1, 1) belegt den zweiten Platz.

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Betrachtet man die einzelnen Turniere isoliert, ist Laura Dahlmeiers Bestmarke von 2017 in Hochfilzen mit fünfmal Gold und einmal Silber nur schwer zu knacken. Einzig die Norwegerin Tora Berger holte bisher auch in allen sechs WM-Rennen Edelmetall (4x Gold, 2x Silber). Fünf Medaillen schafften unter anderen Rekord-Weltmeisterin Magdalena Neuner, die Franzosen Martin Fourcade und Raphael Poirée sowie Emil Hegle Svendsen und Tarjei Bö.

Das Biathlon-ABC

A – wie Anschießen: Eine Stunde vor Wettkampfstart testen die Athleten die Bedingungen am Schießstand und stellen ihre Waffe ein. Diese Einstellung wird während des Rennens ans Trefferbild und sich eventuell veränderten Wind durch das Drehen am Diopter angepasst.

B – wie Biathlon: Aus dem Griechischen, bedeutet so viel wie „Doppelkampf“ – Skilaufen und Schießen im Wechsel. 1960 wurde es mit dem Männer-Einzel olympisch. Erst 1992 folgten die Frauen.
C – wie Crossfire: Ein peinliches, aber eher seltenes Missgeschick. Aber selbst Stars wie Magdalena Neuner oder Uschi Disl schossen schon auf die falschen Scheiben. Die Treffer zählen nicht, es müssen Strafrunden gelaufen werden.

D – wie Durchmesser: Der Scheibendurchmesser beträgt beim liegenden Anschlag 4,5 Zentimeter, stehend sind es 11,5 Zentimeter. Der Schütze schaut durch den Diopter am Gewehr, der hat aber keine Vergrößerung.

E – wie Entfernung: Die Scheiben sind immer 50 Meter entfernt. Pro Schießeinlage sind fünf Scheiben zu treffen.

F – wie Fehlschuss: Im Sprint, Massenstart und der Verfolgung muss der Athlet pro Fehler eine Strafrunde laufen. Im Einzel gibt es dagegen pro Fehler eine Strafminute. In den Staffeln kann man mit drei Nachladern pro Schießen Fehler kompensieren. Reicht das nicht, geht es für jeden Fehler einmal in die Strafrunde.

G – wie Groß: Ricco Groß, früherer deutscher Damen-Co-Trainer, trainiert jetzt die Österreicher. Der 49-Jährige gewann zwischen 1990 und 2007 für Deutschland 28 Medaillen bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen und ist damit der beste Deutsche.

H – wie Holmenkollen: Hoch über der norwegischen Hauptstadt Oslo befindet sich das Mekka des nordischen Wintersports. Die Sieger dürfen sich oft über eine Audienz bei König Harald freuen.

I – wie IBU: Die Internationale Biathlon-Union ist der Weltverband mit Sitz in Salzburg. Präsident ist seit September 2018 der Schwede Olle Dahlin.

J – wie Jachymov: In dem Ort in der ehemaligen Tschechoslowakei fanden 1981 die ersten internationalen Wettkämpfe für Biathletinnen statt. Erst elf Jahre später wurde Damen-Biathlon olympisch.

K – wie Kaliber: Seit 1978 wird mit Kleinkaliberwaffen (5,6 mm) ohne Ladeautomatik geschossen, genauer gesagt mit einem Kaliber .22. Das Waffengewicht liegt zwischen 3,5 und 6 Kilogramm.

L – wie Lizenz: Um auf internationaler Bühne Wettkämpfe durchführen zu können, müssen Stadien eine A- oder B-Lizenz des Weltverbandes IBU vorweisen. Für die Ausrichtung eines Weltcups oder einer Weltmeisterschaft benötigt man die A-Lizenz.

M – wie Massenstart: Seit 1998 im Weltcup, es starten 30 Athleten. Die Laufstrecke beträgt 12,5 bzw. 15 Kilometer mit viermal Schießen. Alle Athleten starten auf einmal – der Erste im Ziel gewinnt.

N – wie Nähmaschine: Die fürchten die Biathleten beim Stehendschießen. Bei großer Erschöpfung oder wenn die Skijäger zu lange warten und der Puls unter eine bestimmte Frequenz fällt, zittern die Beine. Es kommt vermehrt zu Fehlschüssen und Strafrunden.

O – wie Ole Einar Björndalen: Keiner hat mehr Siege als der Norweger. Der achtfache Olympiasieger und 20-fache Weltmeister gewann 94 Weltcuprennen. Auch im Langlauf konnte der 46-Jährige einmal gewinnen. Der Kannibale, so sein Spitzname früher, coacht jetzt zusammen mit seiner Frau Darja Domratschewa das chinesische Team.

P – wie Puls: Beim Laufen geht er bis auf 180 Schläge pro Minute hoch. Am Schießstand beruhigen die Athleten den Puls innerhalb von Sekunden, schießen bei ca. 150 bis 160 Schlägen. Ein zu niedriger Puls überträgt sich auf das Gewehr und erschwert das Zielen.

Q – wie Quartett: Vier Athleten kämpfen in der Staffel um die Podestplätze. Seit 2005 gibt es auch WM-Medaillen in der Mixed-Staffel aus zwei Frauen und zwei Männern.

R – wie Ringkorn: Sitzt am vorderen Ende des Gewehrlaufes und bildet zusammen mit dem Diopter das Visier der Schützen. Bei schlechter Sicht kann ein Nebelkorn mit einer größeren Öffnung eingesetzt werden. Dadurch fällt mehr Licht ein und die Sicht ist besser.

S – wie Strafrunde: Sie ist 150 Meter lang. Dafür brauchen die Athleten zwischen 21 und 23 Sekunden.

T – wie Temperatur: Laut Wettkampfregel 6.6.1 dürfen Rennen nicht gestartet werden, wenn die am kältesten Teil der Anlage 1,5 Meter über dem Boden gemessene Lufttemperatur unter minus 20 Grad liegt.

U – wie Unterstützungsriemen: Den benötigen die Biathleten beim Liegendschießen. Ein Rechtsschütze trägt den Lederriemen am linken Oberarm, ein Linksschütze am rechten. So wird die Waffe stabilisiert.

V – wie Verfolger: Oder Jagdrennen. Der Sprint-Sieger geht als Erster in die Loipe. 10 bzw. 12,5 Kilometer (Frauen/Männer) mit vier Schießeinlagen sind zu absolvieren. Wer als Erster ankommt, gewinnt.

W – wie Wachstruck: Ein Lkw für die Skitechniker. Seit 2012 hat auch die deutsche Mannschaft diese mobile Skiwerkstatt, 400 PS stark. Vorreiter waren die Norweger, nur finanzstarke Nationen können sich das leisten. Die anderen haben nach wie vor kleine Wachskabinen.

X – wie Xianying Liu: Eine von drei Chinesinnen, die bisher eine WM-Medaille gewonnen haben. Sie holte 2005 in Hochfilzen Silber hinter Uschi Disl in der Verfolgung.

Y – wie Yu Shumei: Ist die erfolgreichste Biathletin Chinas. Holte bei der WM 2000 Silber im Einzel, gewann 2001 beim Weltcup den Massenstart. Holte im Weltcup zudem drei weitere Podestplätze.

Z – wie Zusatzmunition: Auch Nachlader genannt. Gibt es nur bei den Staffeln. Jeder Staffelläufer hat maximal drei Extra-Patronen pro Schießeinlage. Bei weiteren Fehlschüssen geht’s ab in die Strafrunde.

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Quelle: mit Agenturmaterial (dpa)