Zum zweiten Mal in seiner noch jungen Karriere hat Arnaud Jerald den Weltrekord im Tieftauchen mit zwei Flossen gebrochen. Am Dienstag tauchte der Franzose, wohlgemerkt ohne Sauerstoffflasche, 112 Meter tief.

So tief ist noch nie zuvor ein Mensch ohne Sauerstoffflasche und mit zwei Flossen getaucht: Der 24-jährige Arnaud Jerald hat in Griechenland einen neuen Weltrekord im Apnoe-Tauchen aufgestellt. Als Apnoe-Tauchen bezeichnet man einen Tauchvorgang, bei dem der Taucher vor dem Abtauchen einmal einatmet und dann nur diesen einen Atemzug zur Verfügung hat. Apnoe bezeichnet dabei den Zeitraum des Luftanhaltens.

Am 15. September um 8.30 Uhr stieg Jerald vor der Küste von Kalamata auf der griechischen Halbinsel Peloponnes ins Wasser. Insgesamt drei Minuten und 24 Sekunden dauerte der Tauchvorgang, dann brachen der Franzose und sein Team in Jubel aus, wie im dazugehörigen Video zu sehen ist, das kurz danach auf seinem YouTube-Kanal veröffentlicht wurde:

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„Gestern, am Vorabend meines Tauchgangs, erhielt ich die Nachricht, dass der Weltrekord von 111 Metern von dem Russen Alexey Molchanov gebrochen wurde“, erklärte Jerald in einem AFP-Video. Es mussten also 112 Meter her. Das in den Kopf zu bekommen, sei aufgrund der Kürze der Zeit schwierig gewesen.

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Aber dann habe er sich gesagt: „Du hast die Tiefe von 111 Metern jetzt fünf Mal erreicht, der Moment, in dem du weiter gehen musst, ist da. Also habe ich den Tag als eine Art Training angesehen.“ Und vielleicht war genau das der ausschlaggebende Punkt dafür, dass er den Weltrekord letztlich knackte.

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Dieses Kunststück ist Arnaud Jerald übrigens bereits zum zweiten Mal geglückt: Am 20. Mai 2019 tauchte er 108 Meter tief, was zu diesem Zeitpunkt eben den Weltrekord bedeutete. Nun darf er sich also zweimaliger Weltrekordhalter, Vizeweltmeister 2018, französischer Meister 2017 und fünffacher französischer Rekordhalter nennen.

Seine Tieftauch-Disziplin ist dabei das Tieftauchen mit konstantem Gewicht und zwei Flossen. Erlaubt ist in dieser Disziplin das Tragen von Blei-Gewichten, um dem eigenen Auftrieb entgegenzuwirken, der Taucher muss es jedoch aus eigener Kraft auch wieder hochbringen. Außerdem darf ein Seil zur Orientierung verwendet, jedoch nur vor dem Abtauchen, bei der Wende und wieder nach dem Auftauchen berührt werden.