Kreuzfahrtschiff Greg Mortimer Corona
Foto: AP/Matilde Campodonico

Passagiere eines Kreuzfahrtschiffes durften nach wochenlangem Warten vor der Küste Uruguays von Bord gehen. Obwohl mehr als die Hälfte der Passagiere und Besatzungsmitglieder mit dem Coronavirus infiziert ist, verließen mehr als 112 Australier und Neuseeländer am Freitag das Schiff, um am frühen Samstagmorgen nach Australien geflogen zu werden.

Die „Greg Mortimer“ des australischen Reiseveranstalters Aurora Expeditions hatte seit dem 27. März vor der Küste des südamerikanischen Landes geankert. Mindestens sechs US-Amerikaner, fünf Briten und Passagiere anderer Länder sowie 83 Mitglieder der Crew befinden sich weiterhin an Bord, während ihr Landgang vorbereitet wird. „Unsere Priorität ist weiterhin, jeden so schnell wie möglich und mit größtmöglicher Sicherheit von Bord zu holen“, betonte der Veranstalter am Freitag.

Auf einem Schild an einem Balkon der „Greg Mortimer“ stand „Danke, Uruguay“. Das Land hatte zunächst verhindert, dass Passagiere das Kreuzfahrtschiffes verlassen, nachdem die Behörden mitgeteilt hatten, dass 128 der 217 Menschen an Bord positiv auf das Coronavirus getestet worden waren.

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Später schickten sie Mediziner an Bord und überwachten die Situation per Chatprogramm. Die meisten Crewmitglieder und Passagiere zeigen nur milde Symptome und sind in stabilem Zustand, wie die Generaldirektorin des Gesundheitsministeriums der Nachrichtenagentur AP mitteilte.

Die „Greg Mortimer“ war am 15. März auf eine Reise in die Antarktis und zur Inselgruppe Südgeorgien südwestlich von Argentinien aufgebrochen.

Quelle: dpa