PUrlaub Spanien Palma de Mallorca
Foto: Clara Margais/dpa

Auch im Spätsommer zieht es viele Menschen noch in den Urlaub. Spätestens aber, wenn die Herbstferien anstehen, geht die Zahl der Reisenden wieder hoch. Bevor das Coronavirus den Alltag der ganzen Welt bestimmte, war es denkbar einfach, einen Urlaub zu buchen. Doch in Zeiten von Risikogebieten und Reisewarnungen stellen sich viele Fragen.

Findet mein gebuchter Urlaub statt? In welches Land darf ich eigentlich noch reisen? Und was muss ich tun, wenn ich aus einem Risikogebiet heimkehre? Wir liefern Euch die Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um das Thema Urlaub.

Am 30. September endet die pauschale Reisewarnung für alle 160 Nicht-EU-Länder. Habe ich dadurch mehr Auswahl, was meinen Urlaub im Herbst betrifft?

Nicht wirklich. Denn ab dem 1. Oktober wird die Bundesregierung dann Einzelbewertungen herausgeben. Infektionshochburg bleibt natürlich Infektionshochburg – eine Reise in die USA wird zum Beispiel auch weiterhin nicht möglich sein. Einen Vorgeschmack darauf, wie kompliziert das werden kann, bieten die aktuellen Reisewarnungen für Länder innerhalb der EU: Es können Reisen in bestimmte Städte (zum Beispiel Prag), aber auch ganze Regionen (Dubrovnik-Neretva in Kroatien) „verboten“ sein.

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Für welche Länder wurde keine Reisewarnung ausgesprochen? Wohin kann ich unbesorgt reisen? (Stand: 11. September 2020)

Keine Einschränkungen:

  • Österreich
  • Niederlande
  • Dänemark
  • Polen
  • Italien

Reisewarnungen für bestimmte Regionen:

  • Frankreich: Paris, Korsika und die Regionen Île-de-France, Provence-Alpes-Côte-d’Azur, Auvergne-Rhônes-Alpes, Occitanie sowie Nouvelle-Aquitaine
  • Kroatien: Dubrovnik-Neretva und Požega-Slawonien

Besonderheiten:

  • Griechenland: Online-Anmeldung mindestens 24 Stunden vor Einreise
  • Ägypten: Negativer Covid-19-Test auf Englisch oder Arabisch, der nicht älter als 72 Stunden ist
  • Vereinigte Arabische Emirate: Negativer Covid-19-Test und Auslandskrankenversicherung
  • Türkei: Covid-19-Test 48 Stunden vor Rückreise (Reisen nur in Provinzen Aydin, Izmir, Muğla und Antalya möglich)

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Risikogebiet – was bedeutet das überhaupt?

Als Risikogebiet bezeichnet man ein Land, eine Region oder eine Stadt, für die die Bundesregierung eine Reisewarnung ausgesprochen hat. Aber: Eine Reisewarnung stellt kein Reiseverbot dar. Als Rückkehrer aus einem Risikogebiet müsst Ihr bis zum 30. September einen Corona-Test machen, danach gilt eine neue Regelung: Erst nach fünf Tagen in Quarantäne ist ein Test möglich.

Wichtig dabei: Fünf Tage mehr Urlaub nehmen, um eine Gehaltskürzung zu vermeiden. Eine Entscheidung ist zwar noch nicht gefallen, es kann laut „Bild“ jedoch davon ausgegangen werden, dass der Lohnanspruch bei bewussten Reisen in Risikogebiete wegfällt.

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Was soll ich tun, wenn mein Urlaubsort während meines Aufenthalts zum Risikogebiet erklärt wird?

Erst einmal die Ruhe bewahren. Bei Pauschalreisen empfiehlt das Blatt, den Veranstalter um einen früheren Rückflug zu bitten, nicht genutzte Hoteltage würden erstattet. Zurück in der Heimat sind 14 Tage Quarantäne Pflicht, allerdings besteht ein Anspruch auf Lohnfortzahlung, da Ihr unverschukdet in die Situation geraten seid.

Meine Reise wurde nicht storniert, ich möchte sie aber nicht antreten. Bekomme ich mein Geld zurück?

Generell erst einmal nicht, wenn der Flug stattfindet und das Hotel geöffnet ist. Stornogebühren sind selbst zu zahlen, in der Regel besteht jedoch die Möglichkeit des kostenlosen Umbuchens. Wir empfehlen, einfach bis kurz vor Reisedatum zu warten, was passiert und erst dann Schritte einzuleiten. Wenn alles zu Euren Gunsten läuft, fällt die Reise aus und ihr bekommt das gesamte Geld zurück.

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Quelle: dpa