Tui-Chef Fritz Joussen
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Der Reisekonzern Tui sieht von Juli an die Chance auf einen vorsichtigen Neuanlauf von Urlaubsangeboten auf den Balearen und in Griechenland.

Sofern die Corona-Infektionszahlen relativ gering blieben, gebe es „keinen Grund, dass man dort nicht hinreisen könnte“, sagte Vorstandschef Fritz Joussen am Mittwoch. Lokale Betriebe müssten aber die Möglichkeit erhalten, ihr Geschäft aufzunehmen: „Wenn auf Mallorca noch kein Hotel offen hat, fliegt da auch keiner hin. Wenn die aufmachen, fliegen wir die Menschen hin.“

Natürlich müsse dabei der Gesundheitsschutz Priorität haben. „Der Urlaub in Europa, wenn er denn sicher ist, sollte möglich sein.“

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Auch an griechischen Zielen bessert sich seinem Eindruck zufolge die Lage. Die Branche bleibe für das Land enorm wichtig, im Sommer trage der Tourismus bis zu 40 Prozent zur Wirtschaftsleistung bei, so Joussen. Tui nimmt an, dass Ferienorte in Griechenland und auf Mallorca, aber auch auf Zypern ab Juli bereit für Gäste sein könnten.

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In Spanien, dessen Wirtschaft ebenfalls stark vom Tourismus abhängt, gab es zuletzt jedoch auch viele kritische Stimmen. Die Regionalpräsidentin der Balearen, Francina Armengol, sprach von einer bestenfalls schrittweisen Öffnung Mallorcas in den Sommermonaten – und dabei sollten zunächst Festland-Spanier Vorrang haben.

Die Zentralregierung in Madrid hatte Mitte April geschätzt, dass erst gegen Ende des Jahres mit einem größeren Neustart zu rechnen sei.