SeaDream 1 Kreuzfahrtschiff
Foto: Sondre Skjelvik/NTB Scanpix via AP

Die Sorgen vor einem Coronavirus-Ausbruch auf einem weiteren Kreuzfahrtschiff in Norwegen haben sich nicht bestätigt.

Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder auf der „SeaDream 1“ seien negativ auf das Virus getestet worden, teilte das Unternehmen SeaDream Yacht Club am späten Mittwochabend mit.

Das Schiff mit insgesamt mehr als 160 Menschen an Bord war zuvor im Hafen der Stadt Bodø vor Anker gegangen, weil ein Passagier einer vorherigen Kreuzfahrt auf der „SeaDream 1“ nach der Heimkehr nach Dänemark positiv auf das Virus getestet worden war. Das Schiff darf nun weiterfahren, wie die Gemeinde Bodø am Donnerstag mitteilte.

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Norwegen ist derzeit wieder vorsichtiger in Sachen Corona geworden, weil die Infektionszahlen in dem skandinavischen Land nach Angaben des nationalen Gesundheitsinstituts FHI in den vergangenen beiden Wochen gestiegen sind. Zuvor waren sie seit März deutlich und fast durchweg gesunken.

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Zu den steigenden Werten hatte auch der Corona-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff „Roald Amundsen“ beigetragen. Die Zahl der bestätigten Infektionen unter der Besatzung und den Fahrgästen auf zwei Kreuzfahrten des Schiffes der Reederei Hurtigruten stieg bis Mittwoch auf 53. Darunter waren laut FHI 37 Crew-Mitglieder und 16 Passagiere. Die Polizei hat Ermittlungen zu dem Ausbruch eingeleitet und nun mit den Vernehmungen dazu begonnen, ob Hurtigruten oder Einzelpersonen an Bord gegen die norwegischen Quarantänevorschriften verstoßen haben, wie die Polizei im nordnorwegischen Tromsø erklärte.

Quelle: dpa