Cala Major Mallorca
Foto: Shutterstock/ Olof Bergqvist

Sonne, Strand und Meer – nach Aufhebung der Reisewarnung für weite Teile der Europäischen Union planen viele Deutsche nun endlich den lange ersehnten Mallorca-Urlaub. Doch auf was muss in der aktuellen Situation bei der Buchung geachtet werden, damit sich die Vorfreude auf die Ferien dann auch tatsächlich einstellen kann? HolidayCheck hat die wichtigsten Tipps für eine gelungene und sehnsüchtig erwartete Auszeit zusammengestellt.

Sicherheit dank Pauschalreise

Der große Vorteil einer Pauschalreise ist ihre Sicherheit. Auch, wenn aktuell die Reisewarnung innerhalb Europas zum Großteil aufgehoben ist, kann es bei einer weiteren Corona-Welle zu einer erneuten Reisewarnung kommen. In diesem Fall ist es dann möglich, die gebuchte Pauschalreise kostenfrei zu stornieren. Mallorca-Urlauber, die auf eigene Faust Hotel und Anreise gebucht haben, müssen sich selbst um eine mögliche Rückerstattung aller gebuchten Leistungen kümmern und bleiben oft auf den Kosten sitzen.

Auch für den Fall, dass es während des Aufenthalts zu Grenzschließungen des Urlaubslandes kommt, haben Pauschalurlauber die Nase vorne. Der Veranstalter ist nämlich dazu verpflichtet, die bei ihm gebuchten Urlauber wieder zurückzuholen. Individualtouristen müssen sich selbst darum kümmern, wie die Ausreise erfolgen kann und gegebenenfalls zusätzlich die Kosten für einen früheren Rückflug tragen.

Früh buchen und angepasste Stornobedingungen nutzen

Aufgrund der neuen Hygienemaßnahmen und Abstandsregelungen in Hotels und Unterkünften ist eine vollständige Auslastung der Häuser oft nicht möglich. Wer ein bestimmtes Ziel im Auge hat, sollte daher besser frühzeitig buchen.

Mallorca empfängt deutsche Touristen mit Beifall

Um den Urlaubern mehr Sicherheit und Transparenz bei ihrer Buchung zu geben, haben einige Hoteliers und Reiseveranstalter ihre Stornobedingungen entsprechend angepasst. „Flexible Stornierungsbedingungen sind für über zwei Drittel der Urlauber aktuell besonders wichtig,“ stellt Marina Ackermann, Lead Tourism bei HolidayCheck fest. „Einige Veranstalter ermöglichen derzeit eine kostenfreie Stornierung von bis zu zwei Wochen vor Abreise.“

Reiserücktritt mit Pandemieschutz

Eine Reiserücktrittversicherung empfiehlt sich nicht nur zu Corona-Zeiten. Diese springt ein, wenn der Reisende durch eine Krankheit, Schwangerschaft oder den Tod naher Angehöriger die Reise nicht antreten kann und ermöglicht eine kostenfreie Stornierung. „Mit dem Abschluss einer Reiserücktrittversicherung kann man eigentlich nie etwas falsch machen, da sie vor vielen Eventualitäten schützt und im Ernstfall zumindest keine finanziellen Schäden entstehen. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation ist es jedoch wichtig, bei der Versicherung darauf zu achten, dass auch das Risiko einer Pandemie abgedeckt ist. „Diesen Zusatz im Kleingedruckten erfüllen nur wenige Anbieter“, erklärt Marina Ackermann. „Daher arbeiten wir mit der HanseMerkur Versicherung zusammen, die in Deutschland auch dieses Risiko mit abdeckt.“

Über Einschränkungen informieren

Wie sieht die aktuelle Lage vor Ort auf Mallorca aus? Wo muss ich eine Maske tragen? Welche Sehenswürdigkeiten kann ich besuchen? Was ist mit Restaurants und haben alle Geschäfte geöffnet? Jedes Land reagiert derzeit mit individuellen Maßnahmen. Generell lässt sich aber sagen, dass die örtlichen Vorgaben den Maßnahmen in Deutschland sehr ähnlich sind.

Einschränkungen für Party-Touristen auf Mallorca: „Das Eimer-Saufen ist Geschichte“

Vor dem Buchen ist es daher ratsam, sich ausführlich über die Lage vor Ort und die möglichen Einschränkungen zu informieren. So lassen sich Enttäuschungen im Urlaub vermeiden und man kann sich bereits im Vorfeld um alternative Freizeitmöglichkeiten Gedanken machen.

Zum Beispiel auch im Hinblick auf organisatorische Fragen, wie das Online-Bestellen von Tickets für Ausflugsziele. Oftmals gibt es Einlassbeschränkungen oder Zeitfenster, die einzuhalten sind. Als gute Informationsquelle bietet sich hier die Übersichtsseite der Europäischen Union an.

Auf das Gesundheitssystem vor Ort achten

Für Reisende mit kleinen Kindern oder chronisch Kranke gehörte die Frage, wie es sich mit dem Gesundheitssystem der Wunschdestination verhält, schon vor Corona-Zeiten und nicht nur auf Mallorca fest zur Reiseplanung. Aufgrund der aktuellen Lage ist das Thema nun für viele Urlauber mit in den Fokus gerückt. Laut einer aktuellen HolidayCheck-Studie spielt für über die Hälfte (52 Prozent) der Befragten ein stabiles Gesundheitssystem vor Ort eine wichtige Rolle, um sich bei der Buchung des nächsten Urlaubs sicher fühlen zu können.

Eine Orientierung, wie es um die Gesundheitsversorgung bestellt ist und auf was im Fall der Fälle geachtet werden muss, bietet das Auswärtige Amt auf der jeweiligen Länderseite unter der Rubrik „Gesundheit“. Auch Foren mit Erfahrungen von Reisenden können bei speziellen Fragen helfen.

Besonders wichtig: der Wohlfühlfaktor

Wer sich aufgrund der Corona-Lage schon im gewohnten Umfeld nicht sicher und wohl fühlt, der wird auch im Mallorca-Urlaub nur schwer entspannen können. Dann ist es umso wichtiger zu hinterfragen, wie der Urlaub genau gestaltet sein muss oder ob man nicht doch lieber um ein paar Monate schiebt.

Entschlossene Urlauber sollten hingegen ein paar Dinge beachten, um die schönste Zeit des Jahres auch richtig genießen zu können. „Die letzten Monate waren schon hinreichend durch Unsicherheiten geprägt. Warum in diesem Sommer also nicht an einen Ort reisen, an dem man in den letzten Jahren bereits einen schönen Urlaub verbracht hat? Dort findet man sich gleich wieder zurecht und kann unter den gegebenen Umständen schneller abschalten“, rät Marina Ackermann.

Immer up to date: Erreichbar und informiert bleiben

Die vergangenen Wochen und Monate haben deutlich gemacht, dass sich die Lage vor Ort jederzeit rasch ändern kann. Auch wenn der Urlaub eigentlich dem digital Detox dienen sollte: Aktuell ist es umso wichtiger, auf Reisen stets informiert zu bleiben.

Die 30 versautesten Ballermann-Hits

Eine zuverlässige Quelle ist die Webseite des Auswärtigen Amts. Viele Regierungen bieten zudem Informationen auf ihrer offiziellen Webseite in Englisch an. Pauschalreisende sollten auch im Urlaub per E-Mail oder Handy erreichbar zu sein. Denn ändert sich die Lage vor Ort, informiert und kontaktiert der Veranstalter den Urlauber entweder telefonisch oder digital und sorgt falls notwendig für einen früheren Rücktransport.