Kreuzfahrtschiff AIDA Aura
Foto: Markus Scholz/dpa

Die Kreuzfahrtindustrie hat gemeinsam mit den deutschen Behörden und Hafenverwaltungen ein Hygienekonzept erarbeitet, mit dem ein Neustart des Kreuzfahrtbetriebes in absehbarer Zeit möglich sein wird.

Die Wiederaufnahme der Kreuzfahrten soll demzufolge in drei Phasen eingeteilt werden, die die Cruise Lines International Association (Clia), der größte Verband der Kreuzfahrtindustrie, am Donnerstag in Frankfurt am Main mitteilte.

In der ersten Phase sollen die ersten Schiffe von Hamburg, Rostock, Kiel oder Bremerhaven aus mit Gästen aus dem deutschsprachigen Raum an Bord starten können. Ohne einen anderen Hafen anlaufen zu dürfen, sollen die Schiffe bereits nach maximal sieben Tagen wieder im Starthafen ankommen.

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Zudem werden deutlich weniger Passagiere mitfahren dürfen als üblich. Verbunden sind diese ersten Reisen mit umfangreichen Abstands- und Hygieneregeln an Bord. Außerdem sollen die Schiffe unter anderem mit Covid-19-Schnelltests ausgestattet sein.

In der zweiten Phase dürfen schließlich auch ausländische Häfen angefahren werden und in der dritten sollen die Reedereien zu ihrer gewohnten Routengestaltung zurückkehren können. Einen konkreten Zeitplan gab Clia zunächst nicht bekannt.

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Das Kreuzfahrtunternehmen Aida meldete unterdessen, dass es am 5. August von Hamburg aus das erste Mal wieder in See stechen wird. Weitere Touren starten am 12. August von Rostock-Warnemünde aus und am 16. August von Kiel aus. Das Unternehmen plant unter anderem digitale Gesundheitsfragebogen vor der Reise, Temperaturmessungen vor dem Check-in, Wegeleitsystem an Bord und beschränkte Kapazitäten für Restaurant, Bars und Theater an Bord.

Quelle: dpa