Kreta Erdbeben Haus
Eine beschädigte griechisch-orthodoxe Kapelle, nachdem das Dorf Arkalochori im Süden der Insel Kreta von einem Erdbeben erschüttert wurde. Foto: Harry Nakos/AP/dpa

Kreta ist am Dienstagmorgen von einem schweren Nachbeben erschüttert worden. Bereits am Montag hatte die Erde länger gebebt, wobei ein Mann von einer einstürzenden Kirche getötet wurde. Mehrere Menschen waren verletzt worden.

Das Geodynamische Institut in Athen gab die Stärke des Bebens vorläufig mit 5,3 an, dies sei das stärkste von Dutzenden Nachbeben. Das Epizentrum liege 22 Kilometer südöstlich von Heraklion, der Hauptstadt der südgriechischen Insel und viertgrößten Stadt des Landes.

Die Stärke des Erdbebens am Montag hatte das Institut vorläufig mit 5,8 angegeben. Tausende Menschen drängten sich auf den Straßen, Häuser wurden beschädigt, es gab Steinlawinen. Das griechische Ministerium für Klima- und Zivilschutz teilte mit, dass dieses Beben sehr wahrscheinlich das Hauptbeben gewesen sei und die nachfolgende „intensive seismische Aktivität“ sich in Nachbeben äußerte.

>> Erdbeben der Stärke 5,8 auf Kreta – mindestens ein Toter <<

Das Ministerium forderte die Einwohner des Gebiets auf, sich von Gebäuden fernzuhalten, selbst wenn sie nur leicht beschädigt seien, und den Anweisungen der Behörden zu folgen. Es wird vermutet, dass Hunderte Wohnhäuser durch das erste Beben beschädigt wurden. Viele Anwohner verbrachten die Nacht in Zelten, die von den Behörden bereitgestellt wurden.

Griechenland liegt in einer seismisch hoch aktiven Region und wird jedes Jahr von hunderten Erdbeben erschüttert. Die große Mehrheit davon ist klein und verursacht weder Personen- noch Sachschäden.