Roermond Designer Outlet
Quelle: Ralf Liebhold / Shutterstock.com

Insbesondere in NRW verbinden viele ihren Aufenthalt in Holland nicht nur mit Windmühlen, Haute Cuisine á la Frikandel Spezial und Vakantie am Meer, sondern auch mit regelmäßigen Shopping-Trips über die Grenze. Neben Albert Heijn, Jumbo und den „Zwei Brüdern“ in Venlo, stehen dabei auch Outlet-Center auf der To-Do-Liste. Hier findet ihr sie alle an einem Platz!

Mit dem Designer Outlet Roermond und Batavia Stad in Lelystad stellen wir euch die populärsten Center vor, werfen einen Blick auf ein brandneues Highlight in Amsterdam und kommen schließlich zu drei kleineren „Geheimtipps“.

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Aktuelle Corona-Maßnahmen in den Outlet-Centern

Update 15. September 2021: Ab dem 25. September fallen in Holland die Abstandsregel weg. Gleichzeitig gilt mit der Einführung vom „Corona-Pass“ für den Besuch für Gaststätten, Sportveranstaltungen und Kultur die 3G-Regel: Besucher müssen nachweisen, dass sie geimpft, getestet oder genesen sind.

Aufgrund steigender Corona-Zahlen in Deutschland verschärfte Holland seit dem 6. September seine Einreiseregeln. Für einen längeren Aufenthalt vor Ort müsst ihr nun die 3G-Regel berücksichtigen. Die 12-Stunden-Regel (alias „ein kurzer Ausflug über die Grenze“) ist davon nicht betroffen.

Anders herum gilt Holland schon seit dem 8. August nicht mehr als Hochrisikogebiet. Wenn der Aufenthalt in Holland nicht länger als 24 Stunden dauert, gilt bei der Einreise nach Deutschland keine Anmelde-, Test- und keine Quarantänepflicht. Ihr könnt also ganz beruhigt über die Grenze fahren.

Wer länger als 24 Stunden in Holland unterwegs ist, muss bei der Rückreise einen negativen Test vorweisen können. Alternativ könnt ihr einen Impfnachweis vorlegen oder belegen, dass ihr bereits genesen seid. Eine Quarantäne ist auch dann nicht mehr nötig.

Der Aufenthalt in den Outlet-Centern läuft derweil unter normalen Bedingungen weiter. Dabei gibt es in Holland keine Maskenpflicht in den Outlet-Centern. Eine vorherige Terminabsprache ist nicht mehr notwendig, die meisten Geschäfte und die Gastronomie haben unter den gewohnten Hygiene-Regeln geöffnet.

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Designer Outlet Roermond

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Homepage „Designer Outlet Roermond“

Aufgrund seiner unmittelbaren Nähe zur deutschen Grenze ist und bleibt es DER Outlet-Klassiker der Niederlande: Das Designer Outlet-Center gehört zur (in London beheimateten) „McArthurGlen“-Gruppe und wurde im November 2001 eröffnet, feiert 2021 also bereits seinen zwanzigsten Geburtstag. Umso erstaunlicher, dass die charmante Aneinanderreihung knuffiger Häuschen noch immer sehr gepflegt wirkt.

Viele NRW-Touristen haben hier ihre ersten Schritte in Holland getan, ihre ersten Frikandeln gegessen und sind das erste Mal durch eine holländische Stadt spaziert – die wir auch gleich jedem ans Herz legen wollen, der das Outlet Center besuchen will. Ein Ausflug in die Innenstadt von Roermond und auf den örtlichen Markt lohnt sich!

Roermond Outlet Center
Quelle: Aerovista Luchtfotografie / Shutterstock.com

Die Popularität des Outlet Centers ist Fluch und Segen zugleich für die Stadt: Insbesondere zu speziellen „Sale“-Zeiten wie dem Sommer- oder Winterschlussverkauf sowie fast an jedem sonnigen Wochenende werden sämtliche Zufahrtswege von Touristen-Lawinen überrollt. Immerhin kämpft die Stadt seit Jahren mit immer neuen Anfahrt-Konzepten, ausgebauten Straßen und neuen Parkplätzen dagegen an.

Wer nach modischen Schnäppchen sucht, ist im Designer Outlet genau richtig! Und das ganz egal, ob eher sportlich (Adidas, Nike, O’Neill, Puma, Vans), luxuriös (Armani, Dolce & Gabbana, Escada, Gucci, Hugo Boss, Joop!, Prada, Versace, Windsor) oder einfach casual (Carhartt, Diesel, Esprit, Lacoste, Levi’s, Mustang, S.Oliver, Tom Tailor) – es gibt kaum eine Marke, die sich nicht im Designer Outlet Roermond findet. Zum Zeitpunkt dieser Zeilen sind es über 180 Shops!

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Gastronomisch bietet das Designer Outlet Roermond leider keinen Grund für Luftsprünge. Klar, für den „schnellen Snack für zwischendurch“ reicht die lokale System-Gastronomie mit Ketten wie La Place, McDonalds, Starbucks und dem Quotenasiate Cocos vollkommen aus, wirkliche Gaumenfreuden finden sich hier aber weniger. Beim Burger-Laden „The Burger Federation“ zahlt ihr die schicke Kulisse offenbar gleich mit – geschmacklich wird bestenfalls Durchschnitt geboten. Auch traurig: Selbst die Frikandeln vor Ort sind nur „ok“ und alles andere als ein Geheimtipp.

Kurz: Wer nicht hungrig durch das riesige Designer Outlet rennen will, sorgt am besten schon bei der Anreise vor und packt sich einige „Leckerchen“ vom Lieblingsbäcker daheim ein. Wem das kulinarisch nicht reicht, der schaut besser abseits vom Outlet Center in der Altstadt vorbei. Von McDonald’s aus wendet ihr euch zuerst nach Westen, verlasst das Center in Richtung Hochhäuser und Kino, durchquert die Unterführung der N280 nach Süden und lauft in einer Gasse an der „Christoffelkathedraal“ vorbei – schon betretet ihr den Marktplatz von Roermond.

Quelle: Christian Mueller / Shutterstock.com

Jeden Samstag findet ihr hier über 140 Marktstände, welche euch ihre Waren feilbieten und einen angenehm „bürgerlichen“ Kontrast zum Hochglanz-Outlet-Center bieten. Los geht’s um 9:30 Uhr, abgebaut wird ab 16, im Sommer ab 17 Uhr. Unter der Woche findet sich an jedem Mittwoch zudem noch ein kleiner Wochenmarkt auf dem Munsterplein, einige weitere Schritte im Süden vom Marktplatz. Achtung: Letzterer schließt bereits um 14 Uhr!

Gastro-Tipps in Roermond:

Im Gegensatz zum Outlet Center finden sich in der Altstadt von Roermond mehr als genügend Restaurants für jeglichen Geschmack: Ob gut bürgerlich, chinesisch, japanisch oder italienisch – es gibt nichts, was es nicht gibt!

Batavia Stad in Lelystad

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Homepage „Designer Outlet Batavia Stad“

Das am Übergang vom Markenmeer zum IJsselmeer am Mitteldeich (N307) gelegene Outlet-Center Batavia Stad gilt wohl nur noch für alle als Geheimtipp, die ihren Urlaub lieber im Landesinneren oder in Zeeland und Südholland verbringen. Wer dagegen öfters in einem der zahlreichen flevo- und friesländischen Bungalowparks und Campingplätzen unterwegs ist, dem wird das Outlet-Center Batavia Stad sicher etwas sagen. Von Amsterdam aus fahrt ihr rund 40, von Utrecht und Zwolle etwa 45 Minuten mit dem Auto nach Batavia Stad.

Batavia Stad Lelystad Holland
Quelle: AVenZo – Ludo de Rooij / Shutterstock.com

Tatsächlich war Batavia Stad das erste Outlet-Center der Niederlande. Optisch unterscheidet sich das Center hingegen nur marginal von der Konkurrenz: Ein Geschäft reiht sich an das nächste, die Wege wirken klinisch sauber und die Sitzbänke laden zum Verweilen ein. Was wirklich anders ist: Die frische Meeresbrise, welche euch hier das ganze Jahr über in die Nase weht.

Tipp: Batavia Stad ist das einzige Outlet-Center, welches ihr auch per Schiff erreichen könnt. Das Center verfügt über eigene Anlegeplätze. Aber keine Sorge: Auch für genügend Parkplätze ist gesorgt.

In Sachen Shopping hat Batavia Stad über 250 verschiedene Marken im Angebot, meist könnt ihr 30 bis 70 Prozent auf den OVP anrechnen. Darunter findet sich die für Outlet-Center übliche Mischung: Modische Kleidung macht auch hier den Löwenanteil aus, nebenbei finden sich Haushaltsartikel, Parfümerien und Accessoires wie Uhren.

Wer für einen Moment aus der Shopping-Oase ausbrechen will, für den lohnt sich ein kleiner Ausflug die Hafenpromenade hinunter: Hier gibt es einen minimal verstörenden Blick auf die weithin bekannte „Exposure“-Statue, die einen Mann „beim Geschäft“ am Meer darstellt. Wer nach Lelystad hinein will, sollte das Auto nehmen: Zu Fuß benötigt ihr ins Zentrum mehr als 45 Minuten. Eine weite Strecke!

Batavia Outlet Exposure Statue
Quelle: Zivko Trikic / Shutterstock.com

Nice to know: Benannt wurde Batavia Stad nach dem gleichnamigen Segelschiff, welches in nachgebauter Form noch heute ganz in der Nähe des Outlet-Centers zu bewundern ist. Die Geschichte des Schiffs ist ziemlich düster: Es lief 1629 auf seiner ersten Reise vor Australien auf ein Riff und sank. Unter den Überlebenden kam es darauf zu Meuterei und Massakern, denen über 120 Menschen zum Opfer fielen.

Tipp: Die Parkgebühren vor Ort fallen mit 3 Euro für einen ganzen Tag recht angenehm aus. Denkt unbedingt daran, dass man nur mit Karte zahlen kann!

Amsterdam The Style Outlets

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Homepage „Amsterdam The Style Outlets“

Brandneu mit dabei und erst am 26. November 2020 eröffnet: Die „Amsterdam The Style Outlets“ wurden auf dem Gelände einer ehemaligen Zuckerfabrik errichtet, auf dem ihr noch heute einen Blick auf zwei riesige Silos werfen könnt. Anstelle von Zucker finden sich in den Silos nun Büros, die spezielle Beleuchtung strahlt euch bereits aus weiter Ferne an.

Die ehemalige Zuckerfabrik hat dem neuen Outlet-Center gleich seinen ersten Spitznamen eingebrockt: „The Sugar City“ wird das riesige Areal im Westen von Amsterdam auch genannt. Platz gibt es für rund 100 Stores, in denen sich bereits jetzt zahlreiche große Marken wie Nike, Adidas, Karl Lagerfeld, Puma, Betty Barclay und Tom Tailor wiederfinden.

Das Gelände selbst wirkt wie frisch aus dem Ei gepellt. In Zukunft sollen zusätzliche Gebäude wie ein Hotel mit über 400 Zimmern, sowie ein großer Supermarkt mit eigenem Parkhaus das Areal erweitern. Geöffnet hat das Outlet-Center täglich von 10 bis 20 Uhr.

Neben dem Center findet sich ein topmodernes Parkhaus auf zwei Ebenen, inklusive Parkleitsystem und Platz für über 1.400 Autos. Da „The Sugar City“ praktisch direkt an der N200 gebaut wurde, kommt ihr als Tourist mit dem Auto sicher am besten dorthin. Von Alkmaar im Norden dauert die Fahrt ungefähr eine halbe Stunde, von Den Haag im Süden werden 45 bis 50 Minuten fällig, die direkte Anreise aus Düsseldorf schlägt mit 2 Stunden und 30 Minuten zu Buche. Der Flughafen Amsterdam Schiphol ist praktisch um die Ecke: 15 Minuten dauert die Fahrt mit dem Auto.

Designer Outlet Roosendaal

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Homepage „Designer Outlet Roosendaal“

Wer seinen Urlaub in Holland gerne mit einem Ausflug ins Outlet-Center verbindet, der ist in Roosendaal an der richtigen Adresse: Die zwischen Breda und Bergen op Zoom gelegene Stadt in Brabant bietet das kleinste Outlet-Center dieser Liste, lockt damit aber jährlich über eine Millionen Besucher in die Stadt nahe der belgischen Grenze.

Im Gegensatz zum großen Bruder in Roermond, müsst ihr euch in Roosendaal nicht durch die Gassen des charmant inszenierten Centers schieben: Die stressfreie Atmosphäre ist einer der größten Pluspunkte.

 

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Obwohl das Center Outlet-Center recht klein ausfällt (ein kompletter Rundgang ist gerade mal 550 Meter lang), findet ihr vor Ort alle wichtigen Marken wieder: Adidas, Boss, Calvin Klein, Esprit, Fossil, Gerry Weber, Guess, Hugo Boss, Hunkemöller, Levi’s, Mustang, Nike und Puma sind nur einige der großen Namen. Die komplette Liste aller Geschäfte findet ihr hinter diesem Link.

Tipp: Im Haribo- und Lindt-Shop dürft ihr euch zusätzlich mit Naschzeug für den Urlaub eindecken.

Tipp 2: Die Parkhäuser vor Ort kosten euch nur popelige 50 Cent die Stunde und sind äußerst angenehm zu befahren.

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Designer Outlet Ochtrup (NRW)

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Homepage „Designer Outlet Ochtrup“

Zum Schluss noch ein Tipp in NRW: Das Designer Outlet Ochtrup wirkt zwar bereits wie in Holland, liegt aber noch auf deutscher Seite. Der namensgebende Ort liegt im tiefen Norden von NRW, rund zehn Kilometer von der holländischen Grenze entfernt. Vom Ruhrgebiet aus fahrt ihr die A31 schnurstracks in nördlicher Richtung und benötigt für die Strecke circa 50 bis 60 Minuten, von Düsseldorf aus werden eher 80 bis 90 Minuten fällig. Damit bleibt es dennoch die beste Alternative zum obligatorischen Shopping-Trip nach Roermond.

Im Gegensatz zu den bereits genannten Outlets in Holland kommt das Designer Outlet Ochtrup etwas kleiner, aber durchaus charmant und vor allem übersichtlicher daher: Auf rund 11.500 Quadratmetern könnt ihr nach jeder Menge Schnäppchen suchen, wobei insbesondere Eltern von Kindern den Playmobil Store und den Ravensburger Store schätzen dürften. Auch für die Marken „Steiff“ und „Sigikid“ gilt: Die gibt es in Holland nicht!

Ein beliebtes Fotomotiv: Eine Gasse wird von bunten Regenschirmen überdacht.

 

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In Sachen Gastro ist das Outlet Ochtrup leider auf ähnlich niedrigem Niveau wie die verwandten Center in Holland: Für den schnellen Hunger zwischendurch ist der hiesige McDonald’s zuständig, die kleinen Bratwurst-Buden im Center sind eine weitere, meist sehr langsame und wenig zufriedenstellende Alternative. Da sollte man über seinen Schatten springen und lieber der örtlichen Gastronomie unter die Arme greifen: Das griechische Restaurant KOS und das Grill-Restaurant Mira beispielsweise liegen nur wenige Minuten mit dem Auto vom Center entfernt.

Tipp: Wer nach seinem Shopping-Trip nach Ochtrup dann tatsächlich noch etwas „richtige“ Holland-Luft schnuppern will, der schaut im nur 30 Minuten entfernten Enschede vorbei. Hier finden sich gleich mehrere „Klassiker“ holländischer Lebensmittelkunst wie Jumbo und Albert Heijn. Mit dem MIRO Center und dem Shopping Center Enschede South gibt es zudem noch zwei größere Einkaufscenter vor Ort.

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Maasmechelen Village (Belgien)

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Homepage „Maasmechelen Village“

Es muss nicht immer Holland sein: Rund 30 Kilometer südwestlich von Roermond gelegen findet sich das Outlet-Center „Maasmechelen Village“, in unmittelbarer Nähe zum namensgebenden Fluss und bereits in Belgien. Immerhin müsst ihr das Land der Windmühlen und bunten Blumenfelder auf eurem Weg dorthin durchqueren, was für Düsseldorfer wiederum bedeutet: Ihr kommt ohnehin an Roermond vorbei, da lohnt die Weiterfahrt nur bedingt.

Für andere Städte ist das Maasmechelen Village deutlich attraktiver: Aus Aachen zum Beispiel benötigt ihr nur 40 Minuten. Für weitere, grenznahe Städte wie Heinsberg ist das Center ebenfalls eine gute Alternative.

 

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In letzter Zeit haben vor allem neue Luxus-Brands im Outlet-Center Fuß gefasst: Prada, Salvatore Ferragamo, Bally und Lancel sind nur einige Beispiele des reichhaltigen Fashion-Katalogs. Für den kleinen Hunger zwischendurch empfehlen sich Abstecher zu „Chez Lulu“ (Hotdogs), Ellis Gourmet Burger und „What A Waffle“.

Wer nicht nur shoppen will, der findet in der Nähe noch den Nationalpark Hoge Kempen. Auf dem weitläufigen Gelände finden sich endlos viele Wald- und Wanderwege, ein Planetarium, ein ehemaliges Bergwerk und Spielplätze für Kinder.