Coronavirus Kreuzfahrtschiff Greg Mortimer
Foto: S. Mazzarovich/dpa

Die Besatzung des Kreuzfahrtschiffs „Greg Mortimer“, das zahlreiche Coronavirus-Infizierte an Bord hatte, ist in Montevideo an Land gegangen.

„Das ist ein Moment großer Freude“, twitterte Uruguays Außenminister Ernesto Talvi am Dienstag. In Bussen wurde die Schiffsmannschaft zu zwei Hotels in der Hauptstadt des Landes gebracht. „Ein Alptraum endet“, zitierte die uruguayische Zeitung „El País“ ein Mitglied der Mannschaft. Mehr als einen Monat lang habe er eingeschlossen in seiner Kabine verbracht.

Dem Direktor eines Krankenhauses zufolge wurden 35 Besatzungsmitglieder positiv auf das Coronavirus getestet. Sie seien aber „stabil und ohne Symptome“. Insgesamt waren fast 60 Prozent der mehr als 200 Menschen an Bord der „Greg Mortimer“ positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Die meisten Passagiere stammten aus Australien und Neuseeland.

Kreuzfahrtschiff „Greg Mortimer“ legt an – mit 128 Corona-Patienten

Das Schiff war dem australischen Sender ABC zufolge Mitte März für eine Reise in die Antarktis in See gestochen, lag aber seit dem 21. März nahe Montevideo vor Anker. In dem südamerikanischen Land habe es nicht anlegen dürfen. Im April wurden mehr als 100 Passagiere aus der uruguayischen Hauptstadt Montevideo in die australische Stadt Melbourne ausgeflogen.

Quelle: dpa