Österreich Ski
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Alarmierende Ankündigung aus Österreich: Trotz der Corona-Krise und Erfahrungen aus der Vergangenheit will Kanzler Sebastian Kurz die Skigebiete im kommenden Winter offenhalten.

„Wir müssen in allen Bereichen unseres Lebens versuchen, ein so normales Leben wie möglich zu führen“, betonte der ÖVP-Chef am Dienstag bei einem Besuch in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana. „Wintertourismus und Skifahren wird möglich sein.“

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Mit Blick auf die Skisaison verwies Kurz darauf, dass der Tourismus ein großer Wirtschaftsfaktor in Österreich sei. Es gehe um sehr viele Arbeitsplätze. Ein Konzept werde derzeit ausgearbeitet, sagte Kurz. Details nannte er nicht. Zugleich betonte er, dass es Après-Ski in der gewohnten Form nicht geben werde.

Bei Partys im Skiort Ischgl hatten sich viele Touristen, gerade auch aus Deutschland, mit dem Virus angesteckt. Anfang März waren 15 Menschen aus Island, die zuvor in Ischgl gewesen waren, positiv auf das Coronavirus getestet worden. Aber erst acht Tage später, am 13. März, wurde nach weiteren Tagen und Nächten voller feucht-fröhlicher Partys, eine Quarantäne verhängt.

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Das Problem: Die Touristen – und damit auch das Virus – durften das Skigebiet sofort verlassen. Fortan galt Ischgl als europäische Corona-Keimzelle. Einer umfassenden Studie zufolge hatten sich bis Ende Juni über 40 Prozent der Bevölkerung des Ortes mit dem Coronavirus angesteckt.

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Quelle: dpa