Coronavirus Ischgl Ortsschild
Foto: Jakob Gruber/APA/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Touristen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die sich im Skiort Ischgl mit dem Coronavirus infiziert haben, klagen gegen die Republik Österreich und das Land Tirol.

Am Mittwoch hat ein österreichischer Verbraucherschutzverein beim Landgericht Wien die ersten Muster-Klagen eingereicht. Es geht um Schadenersatz und die Anerkennung von Folgeschäden. Details sollen bei einer Pressekonferenz am Vormittag bekanntgegeben werden.

Youtube

Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von YouTube angezeigt werden. Ich kann die Einbettung solcher Inhalte auch über die Datenschutzseite blockieren.

Video laden

Mehr als 6000 Tirol-Urlauber, davon viele Deutsche, hatten sich nach Angaben des Vereins bis Ende August gemeldet. Rund 1000 Menschen hatten sich demnach bis dahin dem Strafverfahren als Privatbeteiligte angeschlossen.

>> Tote, zweiter Lockdown: Die Lage in den Corona-Hotspots weltweit <<

Darunter seien auch Fälle von Deutschen, die entweder durch die Erkrankung gestorben seien oder – wie im Fall eines Mannes aus dem Rheinland – nach langem Aufenthalt auf der Intensivstation mit Folgeschäden zu kämpfen hätten.

>> Corona-Rekord! In Ischgl hatten fast die Hälfte der Bürger das Virus <<

Nach Darstellung des Vereins haben die Verantwortlichen zu spät und nicht umfassend genug auf den Ausbruch des Virus reagiert. Von dem für seine Après-Ski-Szene bekannten Ischgl aus sei das Coronavirus in 45 Staaten getragen worden.

>> Hintergrund: Ischgl leidet, eben noch Après-Ski-Mekka, plötzlich Corona-Keimzelle <<

Quelle: dpa