Aida Mira Kreuzfahrtschiff
Foto: Aida Cruises/dpa

Rund 1300 Urlauber vor allem aus Deutschland und Österreich sitzen im Hafen der südafrikanischen Stadt Kapstadt auf dem Kreuzfahrtschiff „Aida Mira“ fest.

Für sie sind nach Angaben der Reederei Rückflüge gebucht, die jetzt allerdings zu verfallen drohen. Das Schiff war am Vortag in den Hafen gelassen worden, nachdem am Wochenende laut Reederei schlechtes Wetter ein Einlaufen verhindert hatte.

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Im Hafen wurden sechs Passagiere von den lokalen Gesundheitsbehörden gebeten, sich „zur Abklärung eines Sachverhaltes“ an Land zu begeben. Dabei war es „um die Überprüfung von möglichen früheren Kontaktfällen“ gegangen.

Die übrigen Passagiere dürfen nun das Schiff nicht verlassen, bis die Ergebnisse der sechs Verdachtsfälle vorliegen. Das kann zwei bis drei Tage dauern.

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Laut Reederei hatten die sechs Personen in der vergangenen Woche keinerlei Symptome gezeigt. Wie andere afrikanische Länder will auch Südafrika angesichts der Ausbreitung des Coronavirus seine Häfen künftig für Kreuzfahrtschiffe sperren. Der Kap-Staat gilt mit jährlich knapp 350.000 deutschen Urlaubern als beliebte Destination.

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Die „Aida Mira“ hatte schon im Dezember 2019 vor der Jungfernfahrt für Negativ-Schlagzeilen gesorgt. Die Fahrt musste verschoben werden, weil viele Bereiche nicht rechtzeitig fertiggestellt waren. Für die Taufe, inklusive Party mit Promis, hatte es zuvor noch gereicht.

Für Aida Cruises ist es das 14. Flottenmitglied, in der Geschichte der Reederei aber erst das zweite Kreuzfahrtschiff, das gebraucht gekauft wurde: Die „Aida Mira“ soll das Selection-Programm ergänzen.

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Die „Mira“ mit 624 Kabinen soll bei Aida vor Südafrika für Selection-Kreuzfahrten eingesetzt werden, die sich durch besondere Routen und längere Hafenaufenthalte auszeichnen. Geplant sind 14-tägige Fahrten von Kapstadt aus. Weitere Häfen sind Durban, East London und Lüderitz am Rande der Namib-Wüste. Absolutes Highlight der Reisen sind die mehrtägigen Stopps in Kapstadt und in der Walfischbucht in Namibia.

Von Mai bis September 2020 wird Aida Mira ab Korfu auf einer neuen Schmetterlingsroute im östlichen Mittelmeer unterwegs sein. So stehen auf der einen Route Athen, Santorin, Kreta und Brindisi in Apulien auf dem Routenplan und auf der anderen Malta, Sizilien, Crotone in Kalabrien, Olympia und Kefalonia. Beide Routen lassen sich kombinieren und sind als 14-tägige Reise buchbar.

Quelle: dpa