MSC Grandiosa
Foto: Christian Charisius/dpa

Weil sie gegen die Corona-Regeln des Kreuzfahrten-Betreibers MSC Cruises verstoßen haben soll, hat eine italienische Familie eine Mittelmeer-Kreuzfahrt abbrechen müssen.

Die Familie habe sich entgegen der ausdrücklichen Vorgaben während eines Tagesauflugs auf die Insel Capri von ihrer Gruppe abgesetzt, teilte die Reederei am Donnerstag mit. Sie sei deshalb nicht mehr an Bord der „MSC Grandiosa“ gelassen worden.

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MSC Cruises hat als erste große Reederei nach Corona-bedingter Pause die Kreuzfahrten auf dem Mittelmeer wieder aufgenommen. Die „MSC Grandiosa“ war am Sonntag mit 70 Prozent der Passagier-Kapazität im Hafen von Genua zu einer siebentätigen Kreuzfahrt gestartet. Mit der geringeren Auslastung und weiteren Corona-Maßnahmen will die Reederei das Risiko für Ansteckungen an Bord reduzieren.

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Gesundheitsbehörden hatten die Kreuzfahrtindustrie mehrfach kritisiert, zu langsam auf die Ausbreitung des Virus reagiert zu haben. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität in den USA wurden im Laufe der Pandemie 3047 Infektionen an Bord von 48 Kreuzfahrtschiffen festgestellt, die der International Cruise Association (Clia) angehören. In 73 Fällen führten die Infektionen zum Tod.

Die «MSC Grandiosa» ist ein paar Meter länger als ihre Schwestern «MSC Meraviglia» und «MSC Bellissima». Dadurch gibt es auch mehr Kabinen und Suiten: 2421. Eine Vielzahl an Kategorien steht dabei zur Auswahl: von der Single- über die Balkon- oder Familienkabine bis hin zu Maisonnette- und Royal Suiten mit eigenem Jacuzzi. Wie auf anderen MSC-Schiffen darf natürlich auch der Yacht-Club nicht fehlen, quasi ein Schiff im Schiff. Dort steht den Passagieren in den 95 Suiten rund um die Uhr ein Butler zur Verfügung. Sie dürfen ein eigenes Sonnendeck mit Pool nutzen, in einem eigenen Restaurant speisen und sich in einer separaten Lounge entspannen.