Holland Niederlande Amsterdam Shopping Gastro
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Gut vier Monate nach dem strengen Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie machen die Niederlande einen großen Schritt zurück in die Normalität. Die Ausgangssperre ist ab dem 28. April 2021 vorbei. Auch Geschäfte und Terrassen von Gaststätten dürfen unter Auflagen wieder Kunden empfangen.

In den Geschäften und Outlet-Centern fällt die vorherige Terminabsprache weg. Die Terrassen der Gastronomie sollen zunächst täglich von 12 bis 18 Uhr geöffnet sein. Bürger dürfen auch wieder zwei Personen außerhalb des eigenen Haushaltes empfangen.

Die Regierung unter dem rechtsliberalen geschäftsführenden Premier Mark Rutte hatte sich trotz Warnungen des wissenschaftlichen Corona-Beirates zu dieser ersten Lockerung der Corona-Maßnahmen entschieden. Die Infektionszahlen sind weiter hoch, und der Druck auf Krankenhäuser und Intensivstationen steigt noch. Zurzeit kommen auf 100 000 Personen etwa 220 Infektionen in sieben Tagen.

Die Regierung rechnet jedoch damit, dass die Zahlen wegen der Impfungen schnell abnehmen. Etwa fünf Millionen Bürger haben den Angaben zufolge mindestens eine Dosis erhalten. Das sind knapp 30 Prozent der erwachsenen Einwohner.

Was Touristen nun wissen müssen, erfahrt ihr hier:

Gilt eine Reisewarnung für das beliebte Feriengebiet?

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Nach dem aktuellen Stand (28. April 2021) gilt weiterhin eine Reisewarnung für die Niederlande. Deutsche sollen unbedingt vor „nicht notwendigen, touristischen Reisen“ absehen. Grund für die Warnung bleibt die hohe Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 200. Die niederländische Regierung geht mit den deutschen Behörden konform und bittet ebenfalls darum, auf Reisen in die Niederlande zu verzichten. Sowohl Urlaub als auch Familienbesuche gelten als nicht notwendig.

Wichtig: Eine Reisewarnung gilt rechtlich nicht als Verbot, sondern als Empfehlung. Die Regierungen hoffen dennoch auf die abschreckende Wirkung der Reisewarnung.

Wie hoch sind die Corona-Infektionszahlen in den Niederlanden?

Alle Infos rund um bestätigte Corona-Fälle und die aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz in den Niederlanden findet ihr auf der Internetseite der niederländischen Regierung – aufgeteilt in Regionen und Gemeinden. Weitere Informationen vom Auswärtigen Amt gibt es hier.

Welche Corona-Regeln müssen bei der Einreise und Rückkehr beachtet werden?

Das Wichtigste zuerst: Für Urlauber, die mit dem Auto nach Holland einreisen, gilt keine Testpflicht. Wer nur „kurz“ (24 Stunden) nach Holland fahren will, beispielsweise in eine grenznahe Stadt wie Roermond und Venlo, sollte bei seiner Rückkehr nach Deutschland einen negativen Corona-Test nachweisen können. Dieser darf nicht älter als 48 Stunden sein.

Reisende ab 13 Jahren, die mit Flugzeug, Zug, Bus oder Schiff in die Niederlande einreisen und sich mehr als 30 Kilometer ins Inland begeben, kommen um einen negativen Corona-Test nicht herum. Der Nachweis kann mit einem negativen PCR-Tests erfolgen, der nicht später als 24 Stunden vor Abfahrt abgenommen wurde, oder mit einem negativen PCR-Tests, der nicht länger als 72 Stunden vor Ankunft in den Niederlanden abgenommen wurde und einem zusätzlichen negativen Schnelltest, der nicht mehr als 24 Stunden vor Abfahrt abgenommen wurde.

Nach der Einreise sollen sich Touristen aus Deutschland für zehn Tage in häusliche Quarantäne begeben – darunter fallen auch Ferienunterkünfte. Frühestens nach fünf Tagen könnt ihr diese mit einem negativen Testergebnis vorzeitig beenden.

Wie steht es um die Outlet-Center in Holland?

Sowohl das Outlet-Center in Roermond, als auch die weiter entfernten Outlet-Center Batavia Stad in Lelystad und die Amsterdam The Style Outlets haben wieder normal geöffnet. Ihr benötigt also keine vorherige Terminabsprache mehr.

>> Alle Infos zu den beliebtesten Outlet-Centern in Holland findet ihr hier! <<

Welche Corona-Regeln gelten in Holland?

Die Corona-Regeln in Holland sind ähnlich mit denen in Deutschland: 1,5 Meter Abstand und die üblichen Hygieneregeln sind auf jeden Fall einzuhalten. Eine Maskenpflicht gilt ab einem Alter von 13 Jahren an öffentlich zugänglichen Innenräumen und im öffentlichen Personennahverkehr sowie am Flughafen. Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit ist nur bedingt erlaubt. Gruppenbildungen sind mit maximal zwei Personen aus verschiedenen Haushalten erlaubt.

Gibt es Grenzkontrollen zwischen Deutschland und den Niederlanden?

Stichprobenartige Kontrollen sind zwar möglich, aber generell gibt es keine Grenzkontrollen zwischen den Niederlanden und Deutschland.

Was gilt für Durchreisende?

Auch bei Transitreisen ist ein negativer PCR-Test erforderlich.

Welche beliebten Urlaubsregionen sind von der Reisewarnung betroffen?

Streng genommen fallen die ganzen Niederlande unter die Reisewarnung: Von der bei Touristen besonders beliebten Insel Texel über den Küstenort Zandvoort bis hin zu den Touristen-Hot-Spots in der Provinz Südholland – wie etwa die Gemeinden Katwijk und Noordwijk.

Strandöffnungen sind abhängig von der Entscheidung der jeweiligen Gemeinde – informiert euch am besten zeitnah auf der jeweiligen Homepage. Campingplätze können geöffnet sein.

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Wann werden die Corona-Maßnahmen in Holland weiter gelockert? Was ändert sich dadurch?

Die Niederlande haben am 28. April mit Lockerungsschritten begonnen. Der Öffnungsplan läuft dann in mehreren Schritten bis Anfang Juli – passend zum Start der Sommerferien in NRW. Spätestens dann sollen weitreichende Lockerungen neue Freiheiten für Bürger und Urlauber möglich machen.

Die abendliche Ausgangssperre (22 Uhr bis 4.30 Uhr) wurde Ende April aufgehoben. Die Terrassen der Cafés und Geschäfte dürfen zwischen 12 und 18 Uhr öffnen und eine begrenzte Zahl von Gästen aufnehmen. Auch Geschäfte dürfen wieder Kunden empfangen: Das Shoppen mit Termin wird abgeschafft. Die Niederländer dürfen außerdem wieder zwei Besucher statt bisher nur einen zu Hause empfangen.

Können Touristen gebuchte Reisen aufgrund der aktuellen Reisewarnung stornieren?

Aufgrund der weiter bestehenden Reisewarnung könnt ihr Buchungen für Pauschalreisen kostenlos stornieren. Wer sich selbst die Anreise und die Unterkunft zusammengestellt hat, muss auf Kulanz der Anbieter hoffen. Weil es bei deutschen Touristen in den Niederlanden aber fast immer um Einzelbuchungen geht, sind Stornos deutlich schwieriger.

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Quelle: mit Agenturmaterial / dpa