Kreuzfahrtschiff Artania Abreise Corona
Foto: Richard Wainwright/AAP/dpa

Das nach Corona-Infektionen an der Küste Australiens liegende Kreuzfahrtschiff „Artania“ hat sich auf die Heimreise gemacht. Das Schiff des Bonner Reiseveranstalters Phoenix habe am Samstag den Hafen der Stadt Fremantle verlassen, bestätigte ein Sprecher des Innenministeriums des Bundesstaates Westaustralien auf Anfrage der Deutsche Presse-Agentur.

„Thank you Fremantle“, war auf einem Transparent mit Herz an Deck zu sehen. Die „Artania“ werde auf dem Weg in Indonesien und den Philippinen Halt machen, um Crewmitglieder abzusetzen, hieß es weiter.

Die Quarantäne endete am Freitagabend um 22 Uhr Ortszeit, sagte eine Sprecherin des Bonner Reiseveranstalters Phoenix.

Das Schiff, bekannt aus der ARD-Dokuserie „Verrückt nach Meer“, war vor zwei Wochen unter Quarantäne gestellt worden. Seit Ende März liegt es bereits im Hafen der Stadt Fremantle südlich von Perth. Grund ist, dass auf dem Schiff Coronavirus-Fälle aufgetreten waren.

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Mehr als 840 Passagiere und Besatzungsmitglieder wurden nach Deutschland geflogen, 23 Gäste und 13 Crewmitglieder kamen in australische Krankenhäuser. Ein 69 Jahre alter Passagier und ein 43 Jahre altes Besatzungsmitglied starben:

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Auf dem Schiff befindet sich nun nur noch die Besatzung. Rein technisch reichen nach Angaben des Reiseveranstalters etwa 20 bis 30 der noch gut 500 Crewmitglieder aus, um das Schiff zurück nach Europa zu fahren.

Die Coronakrise hat die Kreuzfahrt-Industrie hart erwischt – und auch viele Passagiere litten an den Umständen. Zwischenzeitlich suchten Schiffe mit insgesamt rund 8000 Passagiere einen Hafen.

Quelle: dpa