Grand Princess Kreuzfahrtschiff
Foto: STRINGER/INTERPRESS/AFP

Das wegen etlicher Coronavirus-Fälle an Bord vor Kalifornien festsitzende Kreuzfahrtschiff „Grand Princess“ darf im Hafen von Oakland andocken.

Die Reederei Princess Cruises teilte am Samstag (Ortszeit) mit, von Montag an dürften Passagiere, die eine „akute medizinische oder stationäre Behandlung“ benötigten, das Schiff verlassen. Bei fast der Hälfte der bisher getesteten Insassen der „Grand Princess“ wurde eine Coronavirus-Infektion festgestellt.

Die „Grand Princess“ liegt seit Mittwoch vor San Francisco, nachdem bei zwei zuvor auf dem Schiff reisenden Menschen eine Infektion diagnostiziert worden war. Inzwischen wurden 21 Coronavirus-Infektionen auf dem Schiff nachgewiesen, davon 19 bei Besatzungsmitgliedern und zwei bei Passagieren. Allerdings wurden bisher erst 46 der 3533 Menschen an Bord auf das Virus getestet.

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Kalifornische Passagiere der „Grand Princess“ sollen nach dem Verlassen des Schiffs in einer Klinik in Kalifornien auf das Coronavirus getestet und isoliert werden, wie die Reederei Princess Cruises weiter mitteilte. Alle nicht aus Kalifornien stammenden Kreuzfahrt-Passagiere würden von der US-Regierung „in Einrichtungen in anderen Bundesstaaten“ verlegt. Die Besatzung der „Grand Princess“ werde an Bord unter Quarantäne gestellt und behandelt, hieß es weiter.

Die Zeitung „Mercury News“ hatte zuvor berichtet, der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom habe der „Grand Princess“ die Genehmigung zum Anlegen am Hafen von Oakland erteilt.

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Es werde „mehrere Tage“ dauern, bis alle Insassen der „Grand Princess“ von Bord gehen könnten, sagte die US-Passagierin Carolyn Wright der Nachrichtenagentur AFP. Dies habe der Schiffskapitän gesagt. „Ich bin wirklich froh, dass es endlich einen Plan gibt. Ich wünschte nur, wir wüssten mehr darüber, was mit uns passieren wird“, fügte Wright hinzu.

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US-Vizepräsident Mike Pence, der von Präsident Donald Trump mit der Koordination der Maßnahmen gegen die Epidemie beauftragt wurde, hatte am Freitag angekündigt, dass alle 3533 Menschen an Bord der „Grand Princess“ auf das neuartige Coronavirus getestet und gegebenenfalls unter Quarantäne gestellt würden. Pence erklärte zudem, dass er von einer hohen Zahl an Infizierten unter den etwa 1100 Besatzungsmitgliedern ausgehe.

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Zum Unternehmen Princess Cruises gehört auch das Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“, das im vergangenen Monat wegen des Coronavirus zwei Wochen lang vor der Küste Japans unter Quarantäne gestanden hatte. Mehr als 700 Menschen an Bord wurden positiv auf den Erreger getestet, mindestens sechs Menschen starben.

Tausende Kilometer entfernt, vor Florida, entstand am Sonntag offenbar ein weiteres Problem, weil an Bord der „Regal Princess“ zwei Besatzungsmitglieder sind, die vorher auf der „Grand Princess“ arbeiteten.

Vor Florida musste am Sonntag die „Regal Princess“ vor der Küste von Port Everglades kreuzen, bis Testergebnisse für die beiden Besatzungsmitglieder vorlagen, die vorher auf der „Grand Princess“ waren. Das berichtete die Zeitung „Miami Herald“. Die Küstenwache brachte Test-Kits auf das Kreuzfahrtschiff und das US-Zentrum für Seuchenkontrolle und Prävention CDC erließ ein Fahrverbot.

Unklar war, wie viele Menschen an Bord sind. Reederei, Küstenwache und die Hafenbehörde von Port Everglades waren zunächst nicht erreichbar. Laut Betreiber-Webseite kann die „„Regal Princess“ 3560 Gäste aufnehmen. Sie sollte von Port Everglades zu einer siebentägigen Karibik-Kreuzfahrt aufbrechen.

Quelle: AFP und dpa