Carnival Dream
Foto: shutterstock/Ruth Peterkin

Saudi-Arabien steigt in der Corona-Krise als Großaktionär beim angeschlagenen US-Kreuzfahrtkonzern Carnival ein. Ein Fehler oder ein kluger Schacghzug?

Der Saudi-Staatsfonds PIF legte am Montag in einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht einen Anteil von gut acht Prozent an dem Touristikunternehmen offen, der am letzten Schlusskurs der Aktie gemessen knapp 370 Millionen Dollar (rund 343 Mio Euro) wert ist.

Carnival steht mit dem Rücken zur Wand – die Kreuzfahrtbranche zählt zu den Wirtschaftszweigen, die besonders stark unter der Corona-Pandemie leiden. Der Konzern war in der Krise durch Virus-Ausbrüche auf zwei Kreuzfahrtschiffen schon recht früh in die Bredouille geraten und musste den Betrieb fast komplett einstellen. Zu Carnival gehört auch der deutsche Anbieter Aida Cruises.

Kreuzfahrtschiff „Coral Princess“ legt mit Corona-Patienten und Toten in Miami an

An der Börse nahmen Anleger die Investition der Saudis erleichtert auf – die Aktie legte zunächst um fast ein Viertel zu. Der saudische Staatsfonds erhielt seine Beteiligung zum Schnäppchenpreis, der Kurs war seit Jahresbeginn um gut 80 Prozent gesunken.

Es ist nicht das erste Mal, dass PIF Geld in US-Firmen steckt. So ist der Fonds etwa auch am Fahrtenvermittler Uber oder dem E-Autobauer Tesla beteiligt.

Eine Kreuzfahrt ist eine besondere Art des Reisens. Ob edle Luxusyacht, buntes Familienschiff oder schwimmende Vergnügungsstadt – Kreuzfahrten werden bei vielen Urlaubern immer beliebter. Mit dem Schiff geht’s über die großen Meere der Welt, sein Schlafzimmer hat man direkt mit dabei und Restaurants „fahren auch mit“.

Unterschiedlichste Reiseunternehmen bieten unzählige verschiedene Touren ab. Ob in Norwegen durch die Fjorde bis in die Arktis, von Hamburg nach Mallorca oder einmal um die Welt – die Auswahl ist riesig und für jeden Urlaubstyp ist etwas dabei.

Hier geht’s direkt zu all unseren News zum Thema!