Zeitumstellung 2022: Ab heute gilt Winterzeit – so wird die Uhr gestellt

Jedes Jahr im März und im Oktober stellen wir die Zeit um. Von März bis Oktober haben wir die Sommerzeit, von Oktober bis März die Winterzeit. Wann die Uhren 2022 auf die Winterzeit umgestellt werden müssen und warum wir überhaupt zwei verschiedene Zeitzonen haben, erfahrt ihr hier!
Zeitumstellung
Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
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Sommerzeit, Winterzeit – ihr wollt wissen, wann die Uhren 2022 umgestellt werden? Wir verraten euch, wann ihr eure Uhren wieder auf die Winterzeit umsatteln müsst.

Wann wird 2022 auf die Winterzeit umgestellt?

Der Termin für die Umstellung auf Winterzeit 2022 in Deutschland ist am Sonntag, 30. Oktober 2022. An diesem Datum werden um 3 Uhr morgens die Uhren um eine Stunde auf 2 Uhr zurückgestellt.

Bis dahin gilt in Deutschland die Sommerzeit – ab Ende Oktober könnt ihr euch mit der gewonnenen Stunde garantiert wieder leichter auf den Winter einstellen und etwas länger ausschlafen. Für viele sorgt die Zeitumstellung aber auch für schlechte Laune, Müdigkeit und Antriebslosigkeit.

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Wann wurde die Winterzeit auf Sommerzeit 2022 umgestellt?

In der Nacht vom Samstag, 26. März 2022, auf Sonntag, 27. März 2022, wurde die Uhr von 2 Uhr auf 3 Uhr auf Sommerzeit gestellt. Damit mussten sich einige Menschen wieder daran gewöhnen etwas früher aus dem Bett zu müssen.

Etwas mehr als sieben Monate dauert die Sommerzeit auch 2022 an – nachdem am 27. März von Winter- auf Sommerzeit umgestellt wurde, gibt es die nächste Zeitumstellung Ende Oktober. Häufig tun sich Menschen schwer dabei, sich den Zeitpunkt der Zeitumstellung zu merken. 2022 ist der Tag jedoch ziemlich einprägsam: Es ist die Nacht vor Halloween.

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Wann wird die Zeitumstellung abgeschafft?

Die Pläne zur Abschaffung der Zeitumstellung bestehen bereits seit 2018: Bereits in diesem Jahr wollte die EU-Kommission sich endgültig von der Zeitumstellung verabschieden. Mehrere Jahre später werden die Uhren in Deutschland allerdings noch immer vor- und zurückgestellt – was ist passiert?

Der letzte offizielle Schritt seitens des EU-Parlaments war die Abstimmung zur Abschaffung der Zeitumstellung im März 2019. Jetzt liegt es an den 27 Mitgliedstaaten sich zu einigen und zu klären, ob sie dauerhaft Sommer- oder Winterzeit wollen. Seitdem ist es um das Thema wieder ruhig geworden, die Reform in Brüssel ist blockiert.

Letzter Vorschlag aus dem EU-Parlament als Kompromiss: Die Uhren in Deutschland und der gesamten EU könnten einmalig im Frühjahr nur um eine halbe Stunde vorgestellt werden. Die Erfolgsaussichten dieser Handhabe sind allerdings als äußerst gering einzustufen. Erstmal wird also alles so bleiben, wie es ist – auch 2022. Bis der Beschluss endgültig erfolgt, heißt es weiterhin: Zweimal im Jahr müssen wir unsere Uhren umstellen. Einmal von Winter- auf Sommerzeit – und wieder zurück.

Eine ganz besonders starke Ablehnung zur Zeitumstellung gibt es in Deutschland, aber auch in Österreich. Für die Beibehaltung hatten zuletzt nur Griechenland und Zypern gestimmt.

Begründung für Zeitumstellung widerlegt

Die Zeitumstellung von Sommer- auf Winterzeit bleibt ein riesiges Diskussionsthema. 1980 wurde die Sommerzeit von der Bundesrepublik Deutschland offiziell eingeführt. Vorher gab es in Deutschland ausschließlich die heutige Winterzeit.

Schon im Jahr 1784 wurde über eine Zeitumstellung nachgedacht. Vorreiter des Gedankens über die Umstellung der Zeit war Benjamin Franklin. Als Grund für die Einführung der Sommerzeit wurde Energieeinsparung genannt.

Die Idee, die dahinter steckt, ist allerdings längst wissenschaftlich widerlegt. Da es in den Abendstunden länger hell bleibt, wird somit weniger Strom für Licht verbraucht, so die damalige Annahme. Das Problem dabei: Das Ziel der Energieeinsparung erreicht die Zeitumstellung nicht, vielmehr wird unabsichtlich das Gegenteil erreicht. Durch die Zeitumstellung steigt der Energieverbrauch sogar. Und zwar dadurch, dass morgens mehr geheizt werden muss.

1977 führten dennoch die meisten Länder der Europäischen Gemeinschaft eine Sommerzeit ein, die einheitlich geregelte Sommerzeit gilt in der Europäischen Union aber erst seit 1994. Im Oktober wird die Uhr jedenfalls wieder eine Stunde vorgestellt. Dann herrscht in Deutschland wieder Winterzeit beziehungsweise Normalzeit.

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Wie kann ich mir die Zeitumstellung merken? Eselsbrücken zur Sommer- und Winterzeit

Wer kennt es nicht: Vor jeder Zeitumstellung stellt sich die Frage, ob die Uhr vor- oder zurückgestellt wird. Um bei der nächsten Zeitumstellung mit Angeberwissen zu prahlen, haben wir die besten Eselsbrücken für euch:

  • „Zeitumstellung funktioniert wie das Thermometer“: Im Frühjahr sind die Temperaturen hoch, im Winter niedrig.
  • „Immer zum Sommer hin“: im Frühjahr eine Stunde vor, im Herbst eine zurück
  • „Spring forward, fall back“: Der englische Merksatz ist kurz und prägnant – „Frühling vor, Herbst zurück“.
  • „Im Winter gibt es Winterschlaf“: Eine Stunde mehr Schlaf gibt es im Winter, weil die Uhren zurückgestellt werden.
  • „Früher aufstehen im Frühjahr“: Die Uhr wird im Frühjahr vorgestellt, die Schlafzeit verringert sich also.
  • „Im Frühjahr stellt man die Gartenmöbel VOR die Tür. Dann im Herbst stellt man sie ZURÜCK in den Schuppen. Im Frühjahr stellst du die Zeit also VOR, im Herbst ZURÜCK“: Genauso geht es mit der Uhr.

Zeitumstellung im Oktober 2022: Was sind die Folgen?

Für viele von uns bringt die Zeitumstellung spürbare Folgen mit sich. In der Nacht vom 29. auf den 30. Oktober 2022 ist es so, dass die Uhren um eine Stunde zurückgestellt werden. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass man eine Stunde länger schlafen kann. Dafür wird es aber auch eine Stunde früher dunkel draußen – und die Tage so gesehen auf einen Schlag kürzer. Viele plagen sich dann mit Müdigkeit und Trieblosigkeit durch die Wintertage – am liebsten würde man den ganzen Tag einfach im Bett verbringen und nichts tun. Man spricht dann auch von Winterdepressionen oder „Winterblues“.

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Weitere Termine, die ihr euch vormerken solltet: