Zeitumstellung
Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Im Herbst werden die Uhren auf Winterzeit gestellt. In Deutschland wird die Zeitumstellung am Sonntag, 25. Oktober 2020 um 3 Uhr vollzogen. Das bedeutet, dass die Uhren auf 2 Uhr zurückgestellt werden.

In dieser Nacht von Samstag auf Sonntag könnt Ihr also eine Stunde mehr schlafen. Ihr bekommt ganz offiziell eine Stunde zusätzlich – ein netter Vorteil für alle also. Doch die Rückkehr zur Sommerzeit hat auch Nachteile. Denn dadurch, dass die Uhren zurückgestellt werden, wird es abends dafür natürlich auch früher dunkel.

Die Zeitumstellung von Sommer- auf Winterzeit bleibt ein riesiges Diskussionsthema. 1980 wurde die Sommerzeit von der Bundesrepublik Deutschland offiziell eingeführt. Vorher gab es in Deutschland ausschließlich die heutige Winterzeit.

Begründung für Zeitumstellung widerlegt

Schon im Jahr 1784 wurde über eine Zeitumstellung nachgedacht. Vorreiter des Gedankens über die Umstellung der Zeit war Benjamin Franklin. Als Grund für die Einführung der Sommerzeit wurde Energieeinsparung genannt.

Die Idee, die dahinter steckt, ist allerdings längst wissenschaftlich widerlegt. Da es in den Abendstunden länger hell bleibt, wird somit weniger Strom für Licht verbraucht, so die damalige Annahme. Das Problem dabei: Das Ziel der Energieeinsparung erreicht die Zeitumstellung nicht, vielmehr wird unabsichtlich das Gegenteil erreicht. Durch die Zeitumstellung steigt der Energieverbrauch sogar. Und zwar dadurch, dass morgens mehr geheizt werden muss.

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1977 führten dennoch die meisten Länder der Europäischen Gemeinschaft eine Sommerzeit ein, die einheitlich geregelte Sommerzeit gilt in der Europäischen Union aber erst seit 1994. Im Oktober wird die Uhr jedenfalls wieder eine Stunde vorgestellt. Dann herrscht in Deutschland wieder Winterzeit beziehungsweise Normalzeit.

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Die Zeitumstellung sollte nach 2021 eigentlich abgeschafft werden. Vermutlich auch, weil  sich bei einer Umfrage 84 Prozent der befragten EU-Bürger für eine Abschaffung der Zeitumstellung aussprachen, stimmte das Europäische Parlament für eine Aufgabe nach dem Jahr 2021. Richtig voran kommt die Abschaffung in diesem Jahr aber nicht. Eine Festlegung durch die Mitgliedstaaten im Rat war 2020 bis dato noch nicht in Sicht.

Bis der Beschluss also endgültig erfolgt, heißt es weiterhin: Zweimal im Jahr müsst Ihr Eure Uhren umstellen. Einmal von Winter- auf Sommerzeit – und wieder zurück.

Wann wird die Winterzeit auf Sommerzeit 2021 umgestellt?

Wer angesichts des nahenden Winters jetzt schon friert, dem legen wir ans Herz, sich warme Gedanken zu machen und den 28. März 2021 ganz dick im Kalender zu markieren. An diesem Tag beginnt nämlich offiziell die Sommerzeit, die Uhren werden also wieder vorgestellt.

Vonstatten geht das Ganze in der Nacht von Samstag, 27. März 2021, auf Sonntag, 28. März 2021 – um 2 Uhr wird die Uhr auf 3 Uhr gestellt. Dann wird es wieder wärmer, die Tage länger und die Nächte kürzer. Und möglicherweise wird es die letzte Umstellung auf die Sommerzeit in Deutschland.

Wie kann ich mir die Zeitumstellung merken? Eselsbrücken zur Sommer- und Winterzeit

Wer kennt es nicht: Vor jeder Zeitumstellung stellt sich die Frage, ob die Uhr vor- oder zurückgestellt wird. Um bei der nächsten Zeitumstellung mit Angeberwissen zu prahlen, haben wir die besten Eselsbrücken für Euch:

  • „Zeitumstellung funktioniert wie das Thermometer“: Im Frühjahr sind die Temperaturen hoch, im Winter niedrig.
  • „Immer zum Sommer hin“: im Frühjahr eine Stunde vor, im Herbst eine zurück
  • „Spring forward, fall back“: Der englische Merksatz ist kurz und prägnant – „Frühling vor, Herbst zurück“.
  • „Im Winter gibt es Winterschlaf“: Eine Stunde mehr Schlaf gibt es im Winter, weil die Uhren zurückgestellt werden.
  • „Früher aufstehen im Frühjahr“: Die Uhr wird im Frühjahr vorgestellt, die Schlafzeit verringert sich also.
  • „Im Frühjahr stellt man die Gartenmöbel VOR die Tür. Im Herbst stellt man sie ZURÜCK in den Schuppen. Im Frühjahr stellst du die Zeit also VOR, im Herbst ZURÜCK“: Genauso geht es mit der Uhr