Zeitumstellung
Foto: Sebastian Kahnert/ZB/dpa

Im Herbst werden die Uhren auf Winterzeit gestellt. In Deutschland wird die Zeitumstellung am Sonntag, 25. Oktober 2020 um 3 Uhr vollzogen. Das bedeutet, dass die Uhren auf 2 Uhr zurückgestellt werden.

In dieser Nacht von Samstag auf Sonntag könnt ihr also eine Stunde mehr schlafen. Ihr bekommt ganz offiziell eine Stunde zusätzlich – ein netter Vorteil für alle also.

Doch die Rückkehr zur Sommerzeit hat auch Nachteile. Denn dadurch, dass die Uhren zurückgestellt werden, wird es abends dafür natürlich auch früher dunkel.

Die Zeitumstellung von Sommer- auf Winterzeit bleibt ein riesiges Diskussionsthema. 1980 wurde die Sommerzeit von der Bundesrepublik Deutschland offiziell eingeführt. Vorher gab es in Deutschland ausschließlich die heutige Winterzeit.

Begründung für Zeitumstellung widerlegt

Schon im Jahr 1784 wurde über eine Zeitumstellung nachgedacht. Vorreiter des Gedankens über die Umstellung der Zeit war Benjamin Franklin. Als Grund für die Einführung der Sommerzeit wurde Energieeinsparung genannt. Die Idee, die dahinter steckt, ist allerdings längst wissenschaftlich widerlegt. Da es in den Abendstunden länger hell bleibt, wird somit weniger Strom für Licht verbraucht, so die damalige Annahme.

Das Problem dabei: Das Ziel der Energieeinsparung erreicht die Zeitumstellung nicht, vielmehr wird unabsichtlich das Gegenteil erreicht. Durch die Zeitumstellung steigt der Energieverbrauch sogar. Und zwar dadurch, dass morgens mehr geheizt werden muss.

1977 führten dennoch die meisten Länder der Europäischen Gemeinschaft eine Sommerzeit ein, die einheitlich geregelte Sommerzeit gilt in der Europäischen Union aber erst seit 1994.

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Im Oktober wird die Uhr jedenfalls wieder eine Stunde vorgestellt. Dann herrscht in Deutschland wieder Winterzeit beziehungsweise Normalzeit.

2021 soll die Zeitumstellung abgeschafft werden

Ein Ende der nervigen Zeitumstellung ist tatsächlich in Sicht. Allerdings nicht ohne „Aber“. Denn bei einer Umfrage sprachen sich 84 Prozent der befragten EU-Bürger für eine Abschaffung der Zeitumstellung aus.

Mit der Umsetzung hapert es allerdings noch, da jetzt die einzelnen EU-Länder Farbe bekennen müssen, ob sie dauerhaft darauf verzichten wollen. Die Abschaffung ist eigentlich bis 2021 geplant, doch noch fehlt eine mehrheitliche Einigung der EU-Staaten.

Bis diese erfolgt, heißt es weiterhin: Zweimal im Jahr müsst ihr eure Uhren umstellen. Einmal von Winter- auf Sommerzeit – und wieder zurück.