Sonnenaufgang Sonnenuntergang
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Wenn sich das oft schmuddelig-frostige Winterwetter über Deutschland legt, wünschen sich nicht wenige, dass es schon bald wieder heller und freundlicher wird. Doch ab wann ist das der Fall? Wir sagen euch, wann der kürzeste Tag des Jahres ist.

Entscheidend dafür ist der Zeitpunkt der Wintersonnenwende. Dieser fällt in diesem Jahr auf Sonntag, den 22. Dezember. An diesem Tag erleben wir also den kürzesten Tag oder auch die längste Nacht des Jahres – je nach Sichtweise.

Die Sonne erreicht dann auf der Nordhalbkugel den tiefsten Punkt in ihrem gesamten Jahresverlauf und spendet uns nur knapp acht Stunden Tageslicht, ehe sie wieder am Horizont verschwindet. Im Umkehrschluss heißt das aber auch, dass es ab dem 23. Dezember wieder jeden Tag etwas länger hell wird.

Am Freitag, 20. März 2020 wird dann eine Tag-und-Nacht-Gleiche erreicht, auch Äquinoktium genannt. An diesem Tag ist es also etwa genauso lange dunkel, wie hell. Der längste Tag des kommenden Jahres wartet schließlich am 20. Juni 2020 auf uns. Bei der dann stattfindenden Sommersonnenwende dauert der Tag fast 17 Stunden, ehe es für nur rund sieben Stunden in die Nacht geht.

Winter- und Sommersonnenwende werden gefeiert

Beide Zeitpunkte, sowohl die Winter- als auch die Sommersonnenwende, werden schon seit Jahrtausenden in den verschiedensten Kulturkreisen gefeiert. Als Pilgerstätte in Europa dienen vor allem die geheimnisvollen Steinkreise von Stonehenge im Süden Großbritanniens.

Sowohl im Sommer als auch im Winter reisen tausende Besucher an, um den kürzesten oder auch längsten Tag des Jahres zu begrüßen. Neben Partygängern und Touristen gehören auch Anhänger heidnischer Kulte dazu. Sie tanzen, singen und trommeln zu kleinen, spirituellen Zeremonien.

Die Sommer- und Wintersonnenwende ist eine der seltenen Gelegenheiten, bei denen Besucher bis zu den Stein-Kolossen dürfen. Ansonsten müssen sie die Anlage aus der Jungsteinzeit hinter Absperrungen bestaunen. Wozu die bis zu 25 Tonnen schweren, jahrtausendealten Steine dort ursprünglich gedacht waren, ist nicht eindeutig geklärt. Stonehenge könnte etwa als Heilstätte oder Observatorium gedient haben.

Quelle: mit Agenturmaterial (dpa)