Heuschnupfen Niesattacke
Foto: Edward Jenner/pexels

Bäume, Gräser und Kräuter können vielen Allergikern spätestens in der Hauptblüteperiode zum Verhängnis werden. Sobald die Pollenkonzentration in der Luft steigt, haben Heuschnupfen-Betroffene mit Symptomen wie Niesattacken oder gereizten Augen zu kämpfen. Eine besonders starke Pollenallergie kann sogar allergisches Asthma auslösen. Doch wie entsteht diese allergische Reaktion überhaupt und was sind ihre Ursachen?

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Wie entsteht eine Pollenallergie?

Durch das Einatmen gelangen die Pollen aus der Luft auf die Schleimhäute und lassen Rückstände von pflanzlichem Eiweiß zurück. Bei Pollenallergikern liegt eine Sensibilität des Immunsystems auf dieses Eiweiß vor. Ihr Immunsystem stuft den Stoff als Bedrohung ein und versucht, das Eiweiß abzustoßen. Der Körper bildet Antikörper, die sich mit dem Stoff Histamin verbinden. Dieser Stoff löst zusammen mit den sogenannten Leukotrienen (entzündungsfördernde Botenstoffe) eine Entzündungsreaktion aus und ist letztendlich für das Entstehen der Allergie-Beschwerden verantwortlich. Dieser Prozess lässt sich an sämtlichen Schleimhäuten beobachten, die dem Polleneiweiß ausgesetzt sind. Dazu gehören die Augen genauso wie die Nase und der Rachen.

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Spürbare Beschwerden durch die Reaktionen auf den Schleimhäuten sind Rötungen, Juckreiz und Schwellungen. Der Blütenstaub kann jedoch auch in die Bronchien gelangen und akute Atemprobleme bis hin zu Asthma-Anfällen verursachen.

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Welche Faktoren können Heuschnupfen begünstigen?

Warum das Immunsysteme von Allergikern besonders in der Hauptblütezeit eine derartige Überreaktion zeigt, ist nicht vollends erforscht. Dennoch lässt sich sagen, dass die Anlage für Allergien vererbbar ist. Zwar entwickelt nicht jedes Kind von Allergiker-Eltern eine Allergie, das Allergierisiko ist jedoch erhöht.

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Auch Kinder, deren Atemwege langfristig durch Zigarettenrauch oder Feinstaub gereizt werden, neigen vermehrt zu Heuschnupfen. Um bereits während der Schwangerschaft Entwicklungsstörungen der Lunge vorzubeugen, die später unter anderem eine Pollenallergie begünstigen können, sollte auf Rauchen verzichtet werden.

Eine weitere mögliche Erklärung für das Auftreten einer Pollenallergie könnte eine zu stark ausgeprägte Hygiene während der Kindheit sein. Die sogenannte Hygienehypothese besagt, dass Kinder, die in jungen Jahren viel in Kontakt mit anderen Kindern, Dreck und Co. geraten, ein stärkeres Immunsystem haben könnten. Durch die ständigen Umwelteinflüsse sollen so die Abwehrkräfte trainiert werden.

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