Heuschnupfen-Diagnose: Wie wird eine Pollenallergie diagnostiziert und getestet?

Viele Pollenallergiker wissen nicht, auf welchen Blütenstaub sie allergisch reagieren. Dabei ist bei einem Facharzt schnell geklärt, welche Pollen die allergischen Reaktionen verursachen. Wie diagnostiziert der Arzt einen Heuschnupfen und welche Testmöglichkeiten gibt es? Wir erklären, wie die Diagnostik bei einer Pollenallergie abläuft.
Heuschnupfen Pollenallergie Test Pricktest
Foto: Shutterstock/Microgen

Viele Menschen beklagen sich in den Frühlings- und Sommermonaten über Heuschnupfen-Symptome wie Niesattacken oder Husten. Auf die Frage, gegen welche Bäume oder Gräser sie allergisch reagieren, weiß eine Vielzahl der Pollenallergiker keine Antwort. Dabei lohnt es sich, durch einen kurzen Test beim Facharzt festzustellen, auf welchen Blütenstaub das Immunsystem besonders sensibel reagiert.

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Insbesondere im Vorfeld einer Hyposensibilisierung muss abgeklärt werden, welche Allergene dem Immunsystem für die Therapie verabreicht werden sollten.

Die Diagnostik für Heuschnupfen führt ein Facharzt, also ein Allergologe, durch. Hierfür wird in der Regel eine Dokumentation der Krankengeschichte des Patienten erstellt. Der Arzt fertigt auch eine Anamnese über Krankheiten in der Familie an. Übliche Fragen in einem derartigen Vorgespräch umfassen Fragen zu der Art der Beschwerden und wann diese auftreten.

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Vorab ist es also empfehlenswert, die Allergie-Erscheinungen festzuhalten. In einem Allergie-Tagebuch könnt ihr dokumentieren, zu welchem Zeitpunkt und über welche Dauer sich die Pollenallergie bemerkbar macht. Auch Begleiterscheinungen können hier erfasst werden. Der Deutsche Polleninformationsdienst stellt ein solches Pollentagebuch online zur Verfügung und informiert über Pollenflugvorhersagen.

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Die Diagnose des Allergologen basiert natürlich nicht ausschließlich auf dieser Dokumentation. Zusätzlich wird auch eine körperliche Untersuchung vorgenommen und ein entsprechender Allergietest veranlasst.

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Wie funktioniert ein Pricktest?

Der verbreitetste Test zur Feststellung von Allergien ist der sogenannte Pricktest. Bei diesem Hauttest wird mithilfe feiner Nadeln in die Haut gestochen. Anschließend werden die Testextrakte (die in Frage kommenden Allergene) auf die zuvor angestochenen Stellen geträufelt. Reagiert der Körper auf einen oder mehrere der verwendeten Lösungen, zeigt sich das in Form von Hautrötungen.

Kann man eine Allergie im Blut feststellen?

Da der Pricktest vor allem bei Säuglingen und Kinder nur schwer durchgeführt werden kann, werden für die kleinen Patienten bevorzugt Blutuntersuchungen verwendet, um mögliche Allergien erkennen zu können. Dabei wird das Blut auf spezifische Immunglobulin E (IgE)-Antikörper getestet, welche der Körper bei allergischen Reaktionen produziert.

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Wie funktioniert ein Provokationstest?

Ein weiterer, häufig verwendeter Allergietest ist der nasale Provokationstest. Hierbei wird dem Heuschnupfen-Patienten das Allergen direkt auf die Schleimhaut (der Nase) appliziert. Fällt der Test positiv aus, schwellen die Schleimhäute an. Da der Stoff jedoch direkt auf die Schleimhaut gebracht wird, können auch stärkere allergische Reaktionen auftreten, die nach dem Test mindestens 30 Minuten lang ärztlich beobachtet werden sollten.

Ist die Diagnostik abgeschlossen und die Stoffe, auf die der Betroffene allergisch reagiert, stehen fest, können verschiedene Behandlungsmethoden in Betracht gezogen werden. Entweder der Pollenallergiker entscheidet sich zunächst für eine Behandlung der Symptome durch die Einnahme von Antihistaminika und Co. Oder der Patient wählt eine Hyposensibilisierung, um die Ursache der Pollenallergie dauerhaft zu bekämpfen.

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