Coronavirus Teststation
Foto: AP/Martin Meissner

Das Coronavirus bestimmt weiterhin unseren Alltag. Und dazu immer die Frage: Bin ich infiziert? Die Antwort darauf kann knifflig sein – wir sagen euch, wie ihr euch im Falle einer (vermuteten) Infizierung verhalten sollt.

„Hoch“ – so bewertet das Robert-Koch-Institut seit Mitte März das Risiko für die Bevölkerung durch das Coronavirus Sars-CoV-2 in Deutschland. Hier geht es zu den aktuellen Zahlen der Johns-Hopskins-University, die die weltweiten Fallzahlen auf einer Website dokumentiert.

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Kratzen im Hals, Husten oder Fieber führen bei vielen im Moment zu der bangen Frage: Bin ich erkrankt? Wir versuchen euch mit Hilfe von Regeln und Tipps, die das Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlicht, Informationen über das Coronavirus zu geben und euch Empfehlungen an die Hand zu geben, wie ihr euch verhalten solltet, wenn ihr glaubt infiziert zu sein – oder infiziert seid.

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Viele Menschen stellen sich derzeit besorgt die Frage: Woran erkenne ich, dass ich infiziert bin? Und was tue ich dann?

Wir geben euch einen Überblick über Symptome, Maßnahmen Und Verhaltensregeln. Wir starten mit einem Video, das den Krankheitsverlauf von COVID-19 gut dokumentiert:

Video

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Symptome

Viele, die sich mit dem Virus infizieren, bleiben ohne Symptome. Und auch da, wo die Krankheit ausbricht, verläuft sie in den meisten Fällen mild. Die zwei häufigsten Symptome sind Fieber und trockener Reizhusten. Hinzu kommen manchmal Beschwerden, die auch bei einer Grippe oder Erkältung auftreten – Glieder-, Kopf- und Halsschmerzen etwa, Müdigkeit oder Kurzatmigkeit. Schnupfen und Durchfall können ebenfalls auftreten, sind aber selten.

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Verhalten

Wer bei sich Symptome bemerkt, muss vor allem zwei Dinge tun: Erstens zu Hause bleiben und Kontakt zu anderen Menschen meiden, so wie alle anderen auch – und zweitens das Gesundheitsamt vor Ort anrufen. Mit diesem Tool vom Robert-Koch-Institut (RKI) findet Ihr das für euch zuständige Gesundheitsamt.

Ist da kein Durchkommen, kann man sich alternativ, ebenfalls telefonisch, an den Hausarzt wenden, der bei Verdacht auf Infektion mit dem Sars-CoV-2-Virus eine Laboruntersuchung veranlassen kann.

Betroffene sollten vor dem Gang in die Praxis unbedingt dort anrufen – um nicht noch schlimmstenfalls andere anzustecken. Auch die Telefonnummer 116 117 hilft vielleicht weiter. Das gleiche sollten Menschen tun, die Kontakt zu nachweislich Infizierten hatten. Das gilt unabhängig davon, ob sie selbst Symptome haben.

Tests

Wer auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet wird, entscheiden Ärzte und Kliniken. Wichtig dabei: Ohne Krankheitsanzeichen sollte laut Bundesministerium für Gesundheit nicht getestet werden – unter anderem um die Laborkapazitäten für Tests nicht übermäßig zu belasten.

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Quarantäne und Co.

Ob jemand in Quarantäne muss, entscheidet das Gesundheitsamt. Die dringende Bitte, soziale Kontakte möglichst zu meiden, gilt aber für die gesamte Bevölkerung – ganz unabhängig davon, ob sie krank sind, Beschwerden haben, Kontakt zu Infizierten und Verdachtsfällen hatten oder zur Gruppe der Risikopatienten zählen. Eindämmen lässt sich die Pandemie nur durch weitgehende soziale Distanzierung.

Ausbreitung des Coronavirus Grafik
Grafik: A. Zafirlis/dpa

Grundsätzlich werden Personen, die befürchten sich angesteckt zu haben und Symptome haben, im Krankenhaus einer Reiseanamnese unterzogen. Wenn ein begründeter Verdacht besteht, werden diese Personen isoliert und ein Test wird abgenommen. Die Isolierung wird so lange aufrechterhalten, bis das Testergebnis vorliegt.

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Wo gibt es weitere Informationen?

Informationen über das neuartige Coronavirus für die Fachöffentlichkeit sind unter www.rki.de/covid-19 abrufbar.

Der Virologe Christian Drosten macht einen täglichen Podcast mit dem NDR. Alle Folgen findet ihr hier. 

Sein Kollege Alexander Kekulé gibt beim MDR sein tägliches Corona-Update. Die Folgen findet ihr hier.

+++ Alle aktuellen und wichtigen Infos zur Corona-Krise findet Ihr im Live-Blog von RP Online! +++

Quelle: mit dpa-Material