Corona-Warn-App zeigt „erhöhtes Risiko“: Was tun bei roter Warnung?

Eure Corona-Warn-App zeigt "Erhöhtes Risiko" an? Wir erklären euch, was ihr bei der roten Warnung tun müsst!
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Foto: Steven Salentin

Die Omikron-Variante lässt die Corona-Zahlen in Deutschland so stark steigen wie nie zuvor. Bei den vielen Neuinfektionen steigt das Risiko, selbst betroffen zu sein. Und dieser Tage kommt es nicht selten vor, dass die Corona-Warn-App (CWA) eine Push-Meldung verschickt – und plötzlich rot aufleuchtet.

„Es gibt Neuigkeiten in ihrer Corona-Warn-App.“ Diese Benachrichtigung bekommen in den vergangenen Tagen und Wochen immer mehr Nutzer angezeigt. Der Schock folgt, wenn man die App dann öffnet – denn plötzlich leuchtet einem eine knallrote Nachricht entgegen: „Erhöhtes Risiko“. Und was jetzt?

Corona-Warn-App: Was tun, wenn „Erhöhtes Risiko“ angezeigt wird?

Zuerst einmal: Ruhe bewahren! Eine „Erhöhtes Risiko“-Warnung heißt nicht zwangsläufig, dass ihr euch mit Corona infiziert habt. Aber: Wie die Warnung schon sagt, besteht zumindest ein Risiko. Am besten bleibt ihr also zu Hause und reduziert den Kontakt zu anderen Menschen. Bei Symptomen solltet ihr sofort Kontakt zu eurem Hausarzt aufnehmen.

Wer eine rote Warnung in der Corona-App hat, hat darüber hinaus Anspruch auf einen Corona-Test. Das kann sowohl ein Schnelltest als auch ein PCR-Test sein. Ein ausschließlicher Anspruch auf einen PCR-Test besteht nicht, die Handhabung ist überall anders. In Düsseldorf beispielsweise können sich „Erhöhtes Risiko“-Betroffene, die in der NRW-Landeshauptstadt leben oder arbeiten, unter der städtischen Hotline (0211 89-96090) sowie per Mail beim Gesundheitsamt melden und einen Termin für einen kostenlosen PCR-Test vereinbaren.

Corona-Warn-App: Wie kommt „Erhöhtes Risiko“ zustande?

Selbst wenn die Corona-Warn-App nicht geöffnet ist, funktioniert sie. Regelmäßig werden anonymisierte Informationen unter Smartphones ausgetauscht, auf denen die CWA aktiv ist. Dabei wird festgehalten: Wann sind sich die Handys (und damit auch die Personen) begegnet? Wie lange hat die Begegnung gedauert? Wie groß war der Abstand zwischen den Geräten?

Anhand der gesammelten Daten unterteilt die App die Begegnungen dann als „niedriges Risiko“ oder „erhöhtes Risiko“. Ist man einem Infizierten weniger als neun Minuten (bis Frühjahr 2021 13 Minuten) begegnet, ist das Risiko niedrig, alles darüber wird als „erhöhtes Risiko“ eingeschätzt. Außerdem spielt auch die Distanz sowie die Infektiösität des Infizierten eine Rolle. Diese leitet die App daraus ab, ob der Infizierte Symptome hatte – und wenn ja, wann diese auftraten.

Die sogenannten Diagnoseschlüssel werden 14 Tage auf dem Smartphone gespeichert. Gibt ein CWA-Nutzer in der App an, dass er positiv getestet wurde, werden die relevanten Informationen an alle Handys geschickt, denen er in den vergangenen 14 Tagen begegnet ist.

Wann genau und wo die Begegnung mit einem Infizierten stattgefunden hat, erfahren die Gewarnten nicht. Sie bekommen lediglich das Datum der Begegnung angezeigt. Nur unter Umständen verrät das Kontakt-Tagebuch mehr, denn Infizierte haben die Möglichkeit, Besuche von Restaurants, Veranstaltungen, usw. freizugeben. Wer sich ebenfalls am Ort des Geschehens eingecheckt hatte, sieht dies.

Falls das nicht der Fall ist, empfiehlt das Bundesgesundheitsministerium, den Tag zu rekonstruieren und gegebenenfalls weitere mögliche Kontakte zu informieren. Wichtige Fragen hierbei: Wo habe ich mich länger mit mehreren Personen aufgehalten? Habe ich mich draußen oder in einem geschlossenen Raum befunden? Haben alle Anwesenden Maske getragen?

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