Coronavirus Langzeitfolgen krank
Foto: Shutterstock/BlurryMe

Nur ein kleiner Teil der Corona-Infektionen hat schwerwiegende Folgen, doch der oft erwähnte „milde Verlauf“ ist ein Trugschluss. Denn auch, wer nicht schwer erkrankt, kann bleibende Schäden davontragen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt im Zuge der Infektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vor Spätfolgen. „Für eine bedeutende Zahl von Menschen hat dieses Virus eine Reihe ernsthafter Langzeitfolgen“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus Ende Oktober in Genf. Berichte über anhaltende Komplikationen nach Covid-19 gebe es von Krankenhauspatienten ebenso wie von daheim behandelten, jungen sowie alten Menschen.

Wir haben uns einmal genauer mit dem Thema „Corona-Langzeitfolgen“ auseinandergesetzt und geben die Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Ab wann gelte ich als Langzeitpatient?

Im Idealfall bekämpft der menschliche Körper Krankheitserreger sofort. Das Immunsystem wird aktiviert und Abwehrmechanismen machen Viren und Bakterien unschädlich. Bei vielen Menschen funktioniert die körpereigene Abwehr jedoch nicht einwandfrei. Die Folge: Eine Krankheit bleibt über einen Zeitraum von mehreren Wochen bestehen.

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Auch im Fall von Covid-19 berichten immer mehr Menschen von einer langen Krankheitsdauer. Und es gibt sogar schon einen Namen dafür: „Long Covid“. Wenn Patienten nach vier Wochen noch immer über Symptome klagen, gelten sie als Langzeiterkrankte.

Wie viele Covid-19-Patienten bekommen Langzeitfolgen?

Die WHO hat noch keine Zahlen dazu veröffentlicht, wie viele Patienten von „Long Covid“ (auch „Post-Covid-Syndrom“ genannt) betroffen sind. Die meisten publizierten Studien gehen jedoch von 10 bis 20 Prozent der insgesamt Infizierten aus.

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Das „King’s College“ in London hingegen veröffentlichte bereits im Juli 2020 die Ergebnisse einer Studie zu den Spätfolgen. Es wurden die Daten von insgesamt 4000 Corona-Patienten aus Schweden, Großbritannien und den USA analysiert. Etwa 20 Prozent gaben an, sich vier Wochen nach der Infektion noch immer nicht besser zu fühlen – den Grenzwert einer Langzeiterkrankung also zu überschreiten. 190 Patienten klagten auch acht Wochen nach Beginn der Krankheit noch über Symptome, bei 100 von ihnen hielten die Beschwerden sogar zwölf Wochen später noch an.

Wer ist gefährdet?

Der Studie zufolge ist das Alter der stärkste Indikator für Corona-Langzeitfolgen: Etwa 22 Prozent der Teilnehmer/innen im Alter von über 70 Jahren berichteten über Post-Covid-Symptome. Auch übergewichtige Patienten litten oft darunter.

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Aber auch die Anzahl der Symptome, die in der ersten Krankheits-Woche auftreten, seien ein Hinweis auf mögliche Spätfolgen. So hätten Patienten, die in dieser Zeit mehr als fünf Symptome aufwiesen, deutlich häufiger eine Langzeiterkrankung entwickelt als die, die unter weniger Symptomen litten.

Allgemein treffen die Langzeitfolgen aber Menschen aller Altersklassen – sogar Kinder“ und Schwere der Covid-19-Erkrankung. Vor allem folgende fünf Symptome seien ein Indiz dafür, dass sich Patienten nur langsam von einer Corona-Erkrankung erholen könnten:

  • Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Atembeschwerden
  • Heiserkeit
  • Muskel- und/oder Gliederschmerzen

Welche Symptome treten auf?

„Besonders besorgniserregend ist die große Bandbreite an Symptomen, die sich im Laufe der Zeit verändern, oft überschneiden und jedes System im Körper betreffen können“, erklärte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus im Oktober. Betroffene berichteten etwa von monatelang andauernden Symptomen wie starker Erschöpfung, Atemproblemen, Herzrasen oder Gedächtnisschwierigkeiten, die eine Rückkehr in den Beruf oder Alltag teils unmöglich machten.

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Allen voran anhaltende Müdigkeit scheint für viele Menschen nach überstandener Covid-19-Erkrankung ein Problem darzustellen. In einer am 9. November 2020 in der Fachzeitschrift „Plos One“ veröffentlichten Studie mit knapp 130 Teilnehmern klagte mehr als die Hälfte der ehemaligen Patienten noch Wochen später über Müdigkeitssymptome. Ob jemand schwer erkrankt mit Covid-19 im Krankenhaus behandelt werden musste oder nicht, spielt den Forschern zufolge keine wesentliche Rolle für die nachfolgende Müdigkeit. Knapp 56 Prozent der Studienteilnehmer waren mit Covid-19 stationär behandelt worden.

Gut 52 Prozent der 128 Teilnehmer, die zum Zeitpunkt der Untersuchung alle die akute Krankheitsphase überstanden hatten, zeigten mindestens sechs Wochen nach der Infektion noch Müdigkeitssymptome, bei vielen war dies sogar noch nach zehn Wochen oder mehr der Fall. Gut 42 Prozent gaben nach dieser Zeit an, sich wieder vollständig gesund zu fühlen.

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„Die Studie betont die Belastungen durch Post-Covid-Müdigkeit. Sie zeigt auch, dass Post-Covid-Müdigkeit nicht in Verbindung zur Schwere der Erkrankung steht“, sagte Liam Townsend vom Trinity College Dublin, der die Untersuchung mit mehreren Kollegen durchgeführt hat. „Daher ist es nicht leicht, Verläufe vorherzusagen.“

Die Liste der möglichen Langzeitfolgen ist lang. „Manche klagen über Lungen-, Herz- oder auch Darmbeschwerden, berichtet wird uns aber auch von Schlafstörungen, Konzentrationsmangel, Vergesslichkeit oder Depressionen. Viele Menschen fühlen sich allgemein krank, teils auch ohne klare Symptome“, erklärt Prof. Dr. Andreas Stallmach, Direktor der Klinik für Innere Medizin IV am Universitätsklinikum Jena.

Folgende Langzeitschäden sind bisher bekannt:

  • Lungenschäden (Atemnot)
  • Chronische Müdigkeit
  • Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns
  • Schädigung des Herzmuskels (Herzinsuffizienz, Herzinfarkt)
  • Psychische Probleme (Depressionen, Schlafstörungen)
  • Nierenschäden
  • Hirnschäden (Beeinträchtigung des Gedächtnisses und der Konzentration, Wortfindungsstörungen, Schlaganfall)
  • Muskel- und Gliederschmerzen
  • Haarausfall (Körper bildet Autoantikörper gegen die eigenen Haarwurzeln)
  • Guillain-Barré-Syndrom (entzündliche Nervenerkrankung mit Muskellähmungen)

Ob die Schäden irreparabel sind oder sich zurückbilden und wenn ja, wann, müssen entsprechende Studien noch zeigen. Das Coronavirus ist schlichtweg noch zu jung, um hier stichhaltige Aussagen zu treffen.

Welche Organe sind betroffen?

Seit Monaten wird rund um das Coronavirus auf der ganzen Welt geforscht. Und inzwischen weiß man, dass das Virus nicht nur die Lunge angreift, sondern sämtliche Organe des Körpers befallen und schädigen kann. In Untersuchungen wurden die Coronaviren auch im Darm, Gehirn, im Herzen und in der Niere nachgewiesen. Bei Covid-19 handelt es sich also um eine sogenannte Systemerkrankung.

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Drohen nach Corona mehr andere Infektionen?

Die derzeitigen Hygiene- und Abstandsregeln senken nicht nur die Verbreitung von Covid-19, sondern auch die von anderen Infektionskrankheiten wie etwa Grippe und Erkältungen. Nach einer Simulationsstudie mahnen US-Forscher nun, der zeitweilig verringerte Kontakt zu anderen Krankheitserregern könnte nach Aufhebung der Corona-Maßnahmen dazu führen, dass Menschen für solche Infektionen anfälliger würden.

Die in vielen Ländern üblichen Corona-Maßnahmen wie Abstandhalten und Maskentragen schützten nachweislich vor Covid-19, schreibt das Team um die Epidemiologin Rachel Baker von der Princeton Universität (US-Bundesstaat New Jersey) in den „Proceedings»“der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften („PNAS“). Das gelte auch für andere Infektionskrankheiten. „Ein Rückgang der Fallzahlen mehrerer respiratorischer Krankheitserreger wurde in letzter Zeit an vielen Orten weltweit beobachtet.“

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Erst Ende Oktober – nach dem Ende des Winters auf der Südhalbkugel – hatten Forscher im Fachblatt „The Lancet“ von einem historischen Tiefststand an Grippeerkrankungen in Australien und Neuseeland berichtet. Als Erklärung für das Phänomen verwiesen auch sie auf die Corona-Maßnahmen wie etwa Abstandhalten, Mund-Nasen-Schutz und Schulschließungen.

Das Team um Baker geht davon aus, dass solche Maßnahmen und der verminderte Kontakt zu Krankheitserregern die Anfälligkeit der Bevölkerung für verschiedene Infektionen später erhöhen können. Mit verschiedenen Modellen simulierten die Forscher, wie sich der Wegfall der Corona-Maßnahmen auf zwei saisonale Erreger auswirken könnte: Grippeviren vom Typ Influenza-A (IAV) sowie das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV), das Atemwegserkrankungen vor allem bei Kleinkindern auslöst. Ihrer Schätzung zufolge sank in den USA die Zahl der RSV-Übertragungen seit Einführung der Corona-Maßnahmen um etwa 20 Prozent.

Auf dieser Grundlage berechnen die Autoren, dass auch kurzzeitig geltende Maßnahmen zeitlich verzögert zu einem Anstieg der RSV-Infektionen führen könnten. In der Simulation für die USA und Mexiko würden demnach im Winter 2021/22 die meisten RSV-Fälle aufkommen. Hinsichtlich saisonaler Ausbrüche von Influenza A kam das Team zu ähnlichen Ergebnissen. Allerdings räumen die Autoren selbst ein, dass Prognosen zu Grippewellen vor allem aufgrund der Vielfalt dieser Viren und der unterschiedlichen Wirksamkeit vorhandener Impfstoffe problematisch seien.

Dies sei tatsächlich ein Schwachpunkt der Studie, sagt auch die Virologin Gülsah Gabriel vom Heinrich-Pette-Institut in Hamburg, die nicht an der Studie beteiligt war. „Influenza-A-Viren sind wandelbar und anpassungsfähig. Diese Virusevolution ist ein dynamischer Prozess, der nicht modelliert werden kann.“

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Auch der Infektiologe Bernd Salzberger vom Universitätsklinikum Regensburg wendet ein, derartige Dynamiken ließen sich in mathematischen Modellen kaum erfassen: „Es könnte zu einer überschießenden Influenza-Welle kommen, aber auch das Gegenteil eintreten“, sagt der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie (DGI). Die Aussagen der Studie seien spekulativ.

„Würden wir jetzt über drei Jahre alle Viren von uns fernhalten, dann wäre das sicher problematisch für unser Immunsystem“, betont Salzberger. Allerdings würden die meisten Menschen nicht ständig etwa eine Maske tragen, sondern nur für kurze Zeit. Eine jahrelange Abstinenz von Krankheitserregern sei auch deshalb unrealistisch, weil verschiedene Impfstoffe gegen Sars-CoV-2 schon weit entwickelt seien.

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Die Virologin Gabriel warnt insbesondere davor, die Studienergebnisse als Argument gegen die Corona-Maßnahmen fehlzuinterpretieren – etwa gegen das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Dieser sei zurzeit besonders wichtig, auch um das Risiko einer Koinfektion zu senken. Würde man sich etwa mit Influenzaviren und einem weiteren Erreger infizieren, falle die Kombination wesentlich schwerwiegender aus.

Zudem sollten sich vor allem Risikogruppen gegen Influenza impfen lassen. Daher sei es auch in den kommenden Wintern wichtig, ausreichend Influenza-Impfungen parat zu haben.

Hilft eine Herdenimmunität gegen Corona-Langzeitfolgen?

Laut WHO-Chef Tedros unterstreichen die bisherigen Erkenntnise, „wie moralisch unzumutbar und undurchführbar die Strategie der sogenannten natürlichen Herdenimmunität ist“, sagte Tedros. Der Ansatz, eine Durchseuchung der Bevölkerung bei unkontrollierter Übertragung zu erlangen, würde laut ihm nicht nur Millionen mehr Tote, sondern auch viele Langzeiterkrankte bedeuten. „Bis wir einen Impfstoff haben, müssen Regierungen und Menschen alles tun, um die Übertragung zu unterdrücken.“

Wie kann ich mich vor Corona-Langzeitfolgen schützen?

Und damit wären wir auch schon beim Thema Schutz. Die Notwendigkeit, die Übertragung zu unterdrücken, betonte auch das Notfall-Komitee zu Covid-19, eine beratende Expertengruppe der WHO. Das Gremium veröffentlichte Ende Oktober nach einer Tagung zwölf Empfehlungen an Staaten. Dazu gehört etwa, die Kontaktnachverfolgung sicherzustellen, Pläne für die Verteilung von Coronavirus-Impfungen vorzubereiten und der Politisierung von Pandemie-Maßnahmen entgegenzuwirken. Was die Staaten daraus machen, ist ihnen stets selbst überlassen.

Für jeden Einzelnen, der nicht an Corona-Spätfolgen leiden will, lautet das oberste Gebot aber – unabhängig der Regeln seiner Regierung –, eine Infektion um jeden Preis zu vermeiden. Das bedeutet im Klartext: Kontakte auf ein absolutes Minimum reduzieren, stets einen Mund-Nasen-Schutz tragen und, sobald möglich, eine Impfung wahrzunehmen.

Wie werde ich wieder gesund?

Ist es jedoch zu einer Infektion gekommen, steht natürlich die Rehabilitation im Vordergrund. Und hier lautet die gute Nachricht: Die meisten Corona-Patienten werden wieder ganz gesund. Für Patienten, die ihre Covid-Erkrankung überstanden haben, sich aber noch nicht wieder vollständig gesund fühlen, wurden sogenannte Post-Covid-Ambulanzen, in denen Teams aus Neurologen, Kardiologen, Pneumologen, Psychiatern, Gastroenterologen und Arbeitsmedizinern die Betreuung übernehmen, eingerichtet – beispielsweise an der Medizinischen Hochschule Hannover.

Deren Leiterin Dr. Isabell Pink erklärt jedoch, dass eine medikamentöse Behandlung in den meisten Fällen nicht angeboten werden könne. „Wir können Ihnen nur raten, auf ihren Körper zu hören, insgesamt einen Gang runterzuschalten und gegebenenfalls eine ambulante Reha zu beantragen“, sagte sie „Ökotest“.

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Der Weg ins normale Leben kann für Long-Covid-Betroffene sehr lang sein. „Patienten mit der Long-Covid-Problematik können behandelt werden“, erklärte Jördis Frommhold, Chefärztin der Median-Klinik in Heiligendamm, Ende Januar. Es sei aber fraglich, ob die frühere Leistungsfähigkeit zu 100 Prozent erreicht werden kann. Sie befürchtet, dass diese Menschen aus dem Blick der Öffentlichkeit und der Politik geraten – was sich zu einem volkswirtschaftlichen Problem entwickeln könne. Denn viele dieser Patienten standen zuvor mit beiden Beinen fest im Leben und der Arbeitswelt. „Die Patienten waren dynamisch und leistungsstark. Obwohl sie als genesen gelten, sind sie nicht arbeitsfähig und nicht in ihr bisheriges Leben integriert.“

WHO will „Long Covid“ genauer erforschen

Derweil will die Weltgesundheitsorganisation die Langzeitfolgen einer Corona-Infektion genauer erforschen. „Wir haben immer noch nicht vollständig ergründet, was Long Covid ist“, sagte WHO-Expertin Janet Diaz in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP in Genf. Es gebe „da noch einiges zu lernen“, sagte die Long-Covid-Beauftragte im WHO-Notfallprogramm für die Corona-Pandemie. Die Weltgesundheitsorganisation richtet daher am 9. Februar 2021 das erste globale Long-Covid-Seminar mit Wissenschaftlern und Ärzten aus. Danach soll der Austausch zu dem Thema „Post-Covid-Verfassung“, wie die WHO die Langzeitfolgen aktuell nennt, in regelmäßigen Abständen fortgesetzt werden.

„Es ist ein Zustand, der einer weitergehenden Beschreibung bedarf, ein weitergehendes Verständnis, wie viele betroffen sind und wodurch er verursacht wird“, mahnt die US-Intensivmedizinerin. Die Erkenntnisse könnten dann dabei helfen, Long Covid „besser vorzubeugen, damit umzugehen und es zu behandeln“. Die Medizin müsse sich nicht nur mit der Vorbeugung gegen Corona-Ansteckungen und der Behandlung akuter Infektionsfälle beschäftigen, sondern auch mit der Folgebehandlung, „bis man seine Gesundheit vollständig wiedererlangt hat“, fordert die WHO-Beauftragte.

„Wie hängen diese Symptome alle zusammen – das wollen wir begreifen“, sagte Diaz. Um die Betroffenen besser behandeln zu können, müsse erforscht werden, ob die Langzeitfolgen durch das Virus selbst ausgelöst werden oder durch die Immunantwort des Körpers auf das Virus.

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Mittlerweile gibt es laut Diaz einen intensiven Austausch zwischen den Betroffenen sowie mehrere Studien, für die Covid-19-Patienten über einen längeren Zeitraum beobachtet wurden. Außerdem hätten Wissenschaftler begonnen, sich mit den zugrundelegenden Faktoren zu befassen. „Jetzt haben wir wahrscheinlich genügend Anschauungsmaterial und Daten, um damit zu beginnen, das alles zusammenzubringen“, sagte Diaz mit Blick auf die geplante Fachtagung.

Dort soll eine Definition und ein offizieller Name für die Corona-Langzeitfolgen gefunden und Standards für die Erhebung von Daten dazu festgelegt werden. Außerdem soll die Teilnahme von Geldgebern an der Veranstaltung der Long-Covid-Forschung einen Schub geben.

Quelle: mit Agenturmaterial (dpa und AFP)