„Schöner, moderner und artgerechter“: Zoo Krefeld plant Affenpark

Das Affenhaus im Zoo in Krefeld soll nach dem Brand wieder ausgebaut werden. Insgesamt soll der Bau rund 28 Millionen Euro kosten.
Gorilla-Nachwuchs im Krefelder Zoo
Foto: Vera Gorissen/Zoo Krefeld/dpa

Nach dem Brand im Affenhaus an Neujahr 2020 setzt der Zoo in Krefeld weiter auf die Haltung von Gorillas und Schimpansen. Der erste Abschnitt des Artenschutzzentrums Affenpark, die vergrößerte Gorilla-Außenanlage, könne 2022 fertiggestellt sein, teilte der Zoo am Mittwoch mit. Bei dem Großbrand waren etwa 50 Tiere gestorben, darunter acht Menschenaffen. Künftig sollen die Affen mehr Fläche bekommen.

Krefelds Oberbürgermeister Frank Meyer (SPD) erinnerte an die „unglaubliche Welle der Solidarität“ nach der Brandnacht. „Zoo, Stadtverwaltung, Politik und Bürgerschaft waren sich schnell einig: Wir bauen ein neues Zuhause für die Affen – schöner, moderner und artgerechter als jemals zuvor“, erklärte er laut einer Mitteilung. Der Stadtrat muss noch zustimmen.

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Die Kosten betragen 28 Millionen Euro. Die Stadt soll den Großteil übernehmen. Durch Versicherung, Eigenmittel und Spenden wollen Zoo und Zoofreunde Krefeld mehr als 10 Millionen Euro beisteuern. Der durch eine Himmelslaterne ausgelöste Brand hatte weithin Trauer und Bestürzung ausgelöst. Mehr als 2 Millionen Euro wurden gespendet.

Nach und nach soll der Affenpark entstehen. Zunächst soll bis 2022 das Außengehege der Gorilla-Anlage erweitert werden, damit die derzeit sechsköpfige Gruppe mit Silberrücken Kidogo größer werden kann. Bis 2023 könnte ein Menschenaffenhaus entstehen, in dem die neue Gruppe um die Überlebenden des Brandes, die Schimpansen Bally und Limbo, unterkommt. Zudem soll hier die „Junggesellengruppe“ der Gorillas gehalten werden.

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Auf einer Erweiterungsfläche soll bis 2026 eine Anlage für Orang-Utans entstehen. Fünf Orang-Utans des Zoos waren bei dem Feuer gestorben. Bis 2029 soll ein Haus mit Außengehege für die größer werdende Gruppe der Schimpansen fertig sein.