„Zeugen Coronas“: Impf-Befürworter gehen von Haustür zu Haustür

Um mehr Leute in Bochum-Wattenscheid zur Corona-Impfung zu bewegen, klingeln ehrenamtliche Impf-Lotsen bei Ungeimpften an der Tür.
impf-lotsen
Die Impf-Lotsen Ibrahim Eser und Taban Abas gehen von Tür zu Tür, um Anwohner von der Impfung zu überzeugen. Foto: Lutz Leitmann/Stadt Bochum
impf-lotsen
Die Impf-Lotsen Ibrahim Eser und Taban Abas gehen von Tür zu Tür, um Anwohner von der Impfung zu überzeugen. Foto: Lutz Leitmann/Stadt Bochum

Ähnlich wie die Zeugen Jehovas (religiöse Sekte) klingeln in Bochum-Wattenscheid (NRW) aktuell zwölf ehrenamtliche Impf-Lotsen an den Haustüren von Ungeimpften, um sie zur Impfung zu überreden. Dafür wurden die sogenannten Impf-Lotsen medizinisch und kommunikativ geschult. Auch bieten die Ehrenamtler als mentale Unterstützung eine Begleitung zum Impftermin an.

Die Stadt Bochum erklärt, dass bereits in dieser Woche mit einer niederschwelligen Aufklärungsarbeit vor Ort gestartet wurde. Das berichtet die „Westfälische Allgemeine Zeitung“ (WAZ). Teilweise sind die Lotsen in der Bochumer City unterwegs, um dort für Aufklärung zur Impfung gegen Sars-CoV-2 zu sorgen. Andere wiederum gehen in die einzelnen Bezirke wie Wattenscheid und klingeln bei Ungeimpften an der Tür – das geflügelte Wort von den „Zeugen Coronas“ macht dort deshalb schon die Runde.

Und: Die Impf-Lotsen leisten nicht nur in Sachen Vakzin Überredungsarbeit. Sie klären ganz nebenbei auch noch über richtige Verhaltensweisen im Krankheitsfall bei Verdacht auf Corona auf. Dabei werden sie laut Stadt „kontinuierlich ärztlich begleitet und fortgebildet.“ Zudem wirbt die Stadt Bochum mit einer Bratwurst, die jeder Geimpfte nach dem „kleinen Piks“ bekomme.

Mehr News zum Thema: