Wuppertaler Schwebebahn: Gibt es das Wahrzeichen bald aus Lego?

Erobert das Wuppertaler Wahrzeichen bald die Welt der Klemmbausteine? Manuel Dwinger hat die Schwebebahn virtuell mit Lego-Steinen nachgebaut - und mit etwas Glück könnte der Bausatz sogar in den Geschäften landen.
Wuppertaler Schwebebahn Lego Ideas
Foto: Shutterstock.com/rebaix-fotografie / Lego Ideas/Manuel9000

Mit der „Wuppertaler Schwebebahn“ ging pünktlich zu Weihnachten am 24. Dezember 2021 ein ganz besonderes Schmuckstück auf der Lego Ideas-Website online: Stolze zwei Kilogramm wiegt der Bausatz mit 2374 Einzelteilen. Dabei kommt die Lego-Schwebebahn auf eine Länge von 105 Zentimetern.

Hinter dem Projekt steckt der junge Student Manuel Dwinger, der selbst in Wuppertal wohnt und dort die Faszination zum wohl bekanntesten Wahrzeichen der Stadt entwickelte. Gebaut wurde die Bahn übrigens nicht mit echten Lego-Teilen, sondern per Computer-Programm: Mittlerweile erlauben einige Apps die um einiges bequemere Gestaltung von Klemmbau-Produkten, ohne sich vorher mühsam und stundenlang durch diverse Legokisten buddeln zu müssen.

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Auf diese Weise konnte Dwinger auch das Innenleben der Bahn möglichst originalgetreu wiedergeben: Ob Sitzgruppen, Cockpit, Handgriffe oder Farbgestaltung – das Modell kommt erstaunlich nah an das Original ran. Und nicht nur das: Die Lego-Schwebebahn kommt auch bei den Fans gut an, auch Bild.de berichtete schon über das Modell. Kein Wunder, dass der Bausatz auf Lego Ideas bereits über 1.600 Unterstützer (Stand 6. Januar 2022) hat – ein guter Wert nach so kurzer Zeit.

Nur ein Problem scheint es mit der Schwebebahn noch zu geben: Sie lässt sich nicht aufhängen, sondern tatsächlich „nur“ stellen. Bei dem Gewicht der Lego-Schwebebahn würde das Modell hängend schnell auseinanderbrechen, so Dwinger auf eine Nachfrage in den Kommentaren.

Lego Ideas ist der Kickstarter der Lego-Branche

Schwebebahn Kontrolleure

Wenn es nach Dwinger geht, muss natürlich auch originalgetreues Schwebebahn-Personal an Bord. Foto: Lego Ideas/Manuel9000

Seit dem Start im Jahr 2008 hat sich die Plattform Lego Ideas zum Kickstarter für besonders kreative Lego-Modelle entwickelt. Die Idee dahinter: Jeder User kann seine Idee präsentieren und muss dann binnen 60 Tagen über 100 Unterstützer sammeln, damit das gute Stück nicht gleich wieder von der Seite verschwindet.

Bei der Lego-Schwebebahn besteht diese Gefahr dank über 1.600 Unterstützern binnen weniger Tage nicht. Hier lautet das nächste Ziel: 5.000 Unterstützer binnen anderthalb Jahren. Sollte Manuel Dwinger mit seinem Bausatz gar die 10.000 Unterstützer in zwei Jahren knacken, könnte das Projekt tatsächlich von Lego produziert werden.

Als letzte populäre Sets der „Lego Ideas“-Serie erschienen beispielsweise die Green Hill Zone aus Sonic the Hedgehog (21331), das kultige „Friends“-Wohnzimmer (21319), das riesige Baumhaus (21318) und das „Kevin allein zu Haus“-Set (21330). Nutzer der Plattform scheitern aber auch gerne immer wieder an diversen Lizenz-Problemen. Leider lässt sich aus diesem Grund nicht jede tolle Idee letztendlich auch realisieren – trotz hoher Unterstützerzahlen.

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