Wuppertal: Junger Elefantenbulle Tsavo nach Krämpfen eingeschläfert

Der junge Elefantenbulle Tsavo aus dem Wuppertaler Zoo musste eingeschläfert werden. Sein Körper wird in Gießen untersucht.
Jungelefant Tsavo eingeschläfert
Der Elefantenjunge Tsavo steht nach seiner Geburt im Gehege des Wuppertaler Zoos. Foto: Fabian Strauch/epa Scanpix Sweden/dpa
Jungelefant Tsavo eingeschläfert
Der Elefantenjunge Tsavo steht nach seiner Geburt im Gehege des Wuppertaler Zoos. Foto: Fabian Strauch/epa Scanpix Sweden/dpa

Tragischer Todesfall in Wuppertal. Der junge Elefantenbulle Tsavo im Wuppertaler Zoo ist eingeschläfert worden. Der Jungbulle wurde nur zwei Jahre und acht Monate alt, teilte der Zoo am Montag mit. Tsavo habe sich zunächst prächtig entwickelt.

Im September musste bei ihm ein Bruch des linken Stoßzahns versorgt werden. Am vergangenen Freitag habe Tsavo plötzlich Probleme mit der Körperhaltung bekommen. Am Wochenende habe sich sein Zustand dramatisch verschlechtert.

Er sei von Krämpfen geplagt geworden. Unklar sei, ob er an Wundstarrkrampf (Tetanus) gelitten habe, oder etwa dem für Elefanten spezifischen Herpesvirus. Tsavo sei betäubt worden, eine Intensivtherapie wurde eingeleitet.

Sein Zustand habe sich aber weiter verschlechtert. Aufgrund der sehr schlechten Prognose habe man sich dazu entschieden, ihn einzuschläfern. Der Tierkörper werde nun in der Pathologie der Justus-Liebig-Universität in Gießen untersucht.

In der Elefantenherde sei es wegen Tsavos Erkrankung zu Unruhe gekommen. Mutterkuh Sweni und Tsavo wurden von der Herde getrennt. Inzwischen habe sich die Herde von Tsavo verabschiedet und Sweni sei wieder zur Gruppe gelassen worden.

Tetanus-Infektion wohl wahrscheinlich

Inzwischen gehen die Tierärzte von einer Tetanus-Infektion aus. Wundstarrkrampf sei aufgrund der Symptome die wahrscheinlichste Ursache, sagte ein Sprecher des Zoos am Dienstag auf Anfrage. Klarheit soll eine Untersuchung des Körpers in der Tier-Pathologie der Uni Gießen ergeben. Ergebnisse würden in einer Woche erwartet.

Gegen Tetanus gebe es keine Heilung und auch keinen für Elefanten zugelassenen Impfstoff. „Es ist nicht üblich zu impfen, weil es europaweit noch keinen Tetanus-Fall bei Elefanten gab“, sagte Verwaltungsdirektor Jochen Witjes. Tsavo war am Sonntag eingeschläfert worden – zwei Tage nach dem Auftreten der ersten Symptome. Der Jungbulle wurde nur zwei Jahre und acht Monate alt.

dpa