Wetter in NRW: Der Winter ist zurück – Schneefall sorgt für 220 Kilometer Stau

Teile in NRW wurden von Schneefall und Glättegefahr überrascht. Der Busverkehr in Wuppertal wurde zeitweise komplett eingestellt.
In Königswinter fahren die Autos bei Winterwetter über die A3. Im südlichen Teil von Nordrhein-Westfalen hat Mitte Dezember der Schneefall eingesetzt. Foto: Oliver Berg/dpa
In Königswinter fahren die Autos bei Winterwetter über die A3. Im südlichen Teil von Nordrhein-Westfalen hat Mitte Dezember der Schneefall eingesetzt. Foto: Oliver Berg/dpa

Überraschender Wintereinbruch in NRW: Starker Schneefall hat am Donnerstagmorgen in Teilen Nordrhein-Westfalens für Behinderungen im Berufsverkehr gesorgt. Auf den Straßen habe es in Wuppertal, Remscheid und Solingen rund 70 Glätte-Unfälle gegeben, sagte ein Polizeisprecher. Im Sauerland hatten Lastwagen Probleme an den Steigungen. In Kierspe im Märkischen Kreis musste die Polizei eine Bundesstraße sperren, nachdem sich ein Lastwagen auf der rutschigen Straße quergestellt hatte.

Wetter in NRW: Schneefall und Glättegefahr sorgt für Stau auf den Autobahnen

Auf den Autobahnen ging es vielerorts langsamer voran als sonst. Laut dem WDR-Verkehrsstudio gab es gegen 8.15 Uhr in ganz Nordrhein-Westfalen 220 Kilometer Stau.

In weiten Teilen des Landes sorgte der Schneefall aber nur für vergleichsweise geringe Probleme. „Auf eine solche Wetterlage sollte im Januar jeder vorbereitet sein“, sagte eine Polizeisprecherin in Dortmund.

Der Winterdienst war auf den Autobahnen und in den Städten im Einsatz. „Fahrt vorsichtig – wie arbeiten so schnell wir können!“, schrieben die Wirtschaftsbetriebe Duisburg bei Twitter. Die Rheinbahn meldete einige Verspätungen im Busverkehr durch den Schneefall im Kreis Mettmann.

Schnee in NRW: Busse in Wuppertal fahren nicht

In Wuppertal haben die Stadtwerke den Busverkehr bis etwa 9 Uhr komplett eingestellt.Einige Zentimeter Schnee bis ins rheinische Flachland haben Pendlern am Donnerstagmorgen viel Geduld abverlangt. Auch in anderen Städten fuhr der ÖPNV nur eingeschränkt. Im Sauerland und im Bergischen Land hatten Lastwagen Probleme an den Steigungen. Besonders betroffen war ein Streifen von Bergisch Gladbach über Wuppertal und Essen bis ins nördliche Ruhrgebiet.

Winterwetter in NRW: Zahlreiche Unfälle am Donnerstag

Das unerwartete Winter-Comeback hielt für NRW unzählige Verkehrsunfälle bereit. Im Sauerland und im Bergischen Land fuhren sich Lastwagen an den Steigungen fest, einige stellen sich quer und blockierten so die Straße. In Kierspe im Märkischen Kreis rutsche ein Lastwagen auf einer schneebedeckten Straße in zwei Autos. Ein Mensch wurde dabei leicht verletzt, die Bundesstraße blieb für mehrere Stunden gesperrt.

In Herdecke an der Ruhr kam ein mit 14 Schülern besetzter Bus ins Rutschen und prallte schließlich in einem Ampelmast. Ein Auto konnte nicht mehr bremsen und fuhr hinten in den Bus. Die Jugendlichen seien alle unverletzt geblieben, der 61-jährige Busfahrer erlitt leichte Verletzungen, teilte die Polizei mit.

Auch in den kommenden Tagen rechnet der Deutsche Wetterdienst mit kaltem Winterwetter und Glättegefahr. In der Nacht auf Freitag könnte es insbesondere im Süden des Landes einzelne Schneeschauer geben. Auf einigen Strecken müssten Autofahrer mit gefrierender Nässe rechnen.

Die Duisburger Polizei appellierte an alle Autofahrer, sich genügend Zeit zum Scheibenkratzen zu nehmen. «Nur mit enteisten Scheiben hat man einen guten Durchblick», schrieb die Behörde bei Twitter.

dpa