Unwetterwarnung und Zugausfälle: So bereitet sich NRW auf „Zeynep“ vor

Auf "Ylenia" folgt "Zeynep": NRW bereitet sich auf den nächsten Sturm vor. Züge fallen aus. Auch am Wochenende bleibt das Wetter ungemütlich.
Sturm NRW Zeynep
Dunkle Wolken kündigen Sturmtief "Zeynep" in NRW an. Foto: Federico Gambarini/dpa
Sturm NRW Zeynep
Dunkle Wolken kündigen Sturmtief "Zeynep" in NRW an. Foto: Federico Gambarini/dpa

„Ylenia“ ist kaum vorbei – und die Schäden noch nicht beseitigt –, da kündigt sich mit Orkantief „Zeynep“ schon das nächste Unwetter an. In NRW schrillen die Alarmglocken.

Die Deutsche Bahn stellt aufgrund der Unwetterwarnung ab 14.00 Uhr den Regionalverkehr in Teilen Nordrhein-Westfalens ein, wie ein Sprecher am Freitag sagte. Betroffen sind zahlreiche Linien, vor allem nördlich von Düsseldorf. So bleiben unter anderem die Regionalzüge rund um Dortmund, Bielefeld und Münster ab Mittag stehen. Nördlich von Dortmund ist auch der Fernverkehr betroffen.

Die Entscheidung sei zum Schutz der Reisenden und Mitarbeiter wegen des angekündigten Sturms getroffen worden, sagte der Sprecher. Wie lange die Züge nicht verkehren, sei noch nicht abzusehen. Die Bahn rät, auf nicht unbedingt notwendige Fahrten nach 14.00 Uhr zu verzichten. Eine genaue Übersicht über die betroffenen Linien gibt es auf www.zuginfo.nrw.

NRW: Unwetterwarnung mit orkanartigen Böen

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sprach für fast ganz Nordrhein-Westfalen eine amtliche Unwetterwarnung vor orkanartigen Böen aus. Menschen sollten sich demnach nicht im Freien aufhalten. Es könnten zum Beispiel Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. Im Süden von NRW warnte der Wetterdienst vor Sturmböen.

„Der Wind frischt jetzt allmählich auf“, sagte ein Meteorologe des DWD am Freitagmittag in Essen. „Das nimmt jetzt weiter zu.“ Am Nachmittag ziehe eine Kaltfront über Nordrhein-Westfalen, dann sei auch mit orkanartigen Böen mit vereinzelt 100 oder 120 Kilometern pro Stunde zu rechnen. „Das zieht dann erstmal bis zum Abend ostwärts durch“, sagte der Meteorologe. In der zweiten Nachthälfte lasse der Wind etwas nach. Dann sei das Ärgste zunächst überstanden.

Aber auch danach bleibe es stürmisch. „Samstagabend zieht dann von Westen der nächste Tiefausläufer auf“, sagte der Meteorologe. „Auch der Sonntag wird trüb und regnerisch, sehr ungemütlich.“

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dpa