Tödliches Motorradrennen in NRW: Polizei nimmt Raser (18) fest

Haftbefehl wegen Totschlags und der Teilnahme an einem illegalen Straßenrennen mit Todesfolge: Ein erst 18 Jahre alter Mann sitzt nach einem tödlichen Verkehrsunfall bei einem mutmaßlich illegalen Motorradrennen in Hiddenhausen bei Bielefeld (NRW) jetzt in Untersuchungshaft.
Unfall Polizei Blaulicht
Ein Polizeiwagen zeigt ein Unfall-Signal an. Foto: Stefan Puchner/dpa
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Ein Polizeiwagen zeigt ein Unfall-Signal an. Foto: Stefan Puchner/dpa

Fahndungserfolg für die Polizei in NRW. Nach dem tödlichen Verkehrsunfall bei einem illegalen Motorradrennen in Hiddenhausen bei Bielefeld konzentrieren sich die Ermittlungen auf einen 18-Jährigen, der unter Tatverdacht steht. Wie die Staatsanwaltschaft Bielefeld am Samstag bekannt gab, wurde gegen ihn Haftbefehl wegen Totschlags und der Teilnahme an einem illegalen Straßenrennen mit Todesfolge erlassen.

Er soll nach früheren Angaben der Polizei zusammen mit einem 23-jährigen Motorradfahrer am späten Dienstagabend im Kreis Herford mit deutlich zu hoher Geschwindigkeit unterwegs gewesen sein. Anwohner hatten wegen der Lärmbelästigung die Polizei gerufen.

Ein 58 Jahre alter Anwohner, der die Raser per Handzeichen auf die zu hohe Geschwindigkeit hinweisen wollte, wurde dabei von dem 23-Jährigen angefahren. Der 58-Jährige starb noch an der Unfallstelle. Der 23-Jährige kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Der zweite Motorradfahrer flüchtete zunächst unerkannt.

Mutmaßlicher Täter sitzt in U-Haft

Die Staatsanwaltschaft berichtete, dass die Polizei bereits frühzeitig auf den 18-Jährigen aufmerksam geworden war. In einer Vernehmung am Freitag habe dieser nur geäußert, dass er nicht an einem illegalen Straßenrennen teilgenommen habe. Über die näheren Umstände seiner Festnahme wurde zunächst nichts bekannt. Die Untersuchungshaft wurde am Samstag durch einen Richter des Amtsgerichts Bielefeld angeordnet. Die Mordkommission sucht weiterhin Zeugen, die die beiden Motorradfahrer am Dienstagabend vor dem Unfall zusammen gesehen haben.

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dpa