Perfekt vorbereitet zur Spielemesse Essen: Top 10 Tipps für die „SPIEL’22“

Die Spielemesse "SPIEL'22" in Essen ist ein Paradies für analoge Spiele-Fans: Unzählige neue Brettspiele und Kartenspiele werden hier nicht nur vorgestellt, sondern in den meisten Fällen auch gleich verkauft. Mit unseren Tipps seid ihr perfekt für den Messetrubel gerüstet!
Unser Autor und Spiele-Profi Daniel Hecht (links) war mit seiner Spielerunde auf der Spielemesse in Essen unterwegs. Nach zwei Jahren Pause freuten sich alle über die Wiederaufnahme des Messebetriebs. Foto: Daniel Hecht
Unser Autor und Spiele-Profi Daniel Hecht (links) war mit seiner Spielerunde auf der Spielemesse in Essen unterwegs. Nach zwei Jahren Pause freuten sich alle über die Wiederaufnahme des Messebetriebs. Foto: Daniel Hecht

Endlich wieder Spielemesse in Essen. Pünktlich zur „SPIEL“ gibt es aber auch einen Haufen Fragen: Was soll ich anziehen? Was nehme ich mit? Und wie finde ich mich am besten auf der Messe zurecht? Wir beantworten die wichtigsten Fragen und geben euch praktische Tipps mit auf den Weg.

>> Spielemesse „SPIEL“ in Essen: Infos, Tickets, Preise und Highlights <<

„SPIEL“-Tipp 1: Entspannt ankommen

Die „SPIEL“ öffnet ihre Türen um 10 Uhr morgens. Um möglichst entspannt auf die Spielemesse zu kommen gibt es gleich zum Start einen wichtigen Tipp: Seid entweder sehr früh da (mindestens eine Stunde vor dem Start) oder lasst euch Zeit und kommt etwas später – ca. eine bis anderthalb Stunden nachdem sich die Türen öffnen. So umgeht ihr das Gedränge an den Eingängen.

Wer den Tag frei wählen kann, sollte stets auf den Donnerstag und Freitag setzen: Am Samstag wird es normalerweise immer am vollsten. Am Sonntag ist ebenfalls viel los, allerdings sind an diesem Tag auch viele Familien unterwegs – und die halten meist nicht bis zum Ende durch, sondern verlassen die Messe nach zwei bis drei Stunden wieder.

Apropos „Eingänge“: Gleich drei Eingänge lassen euch auf das Messegelände, darunter der Eingang West, Süd und Ost. Von „West“ nach „Süd“ ist es nur ein kurzer Spaziergang – falls es euch zu voll sein sollte, lohnt eventuell ein kurzer Abstecher zum nächsten Eingang. Der Eingang „Ost“ liegt von den anderen Eingängen am weitesten entfernt.

Pro-Tipp: Als Satelliten-Parkplatz hat sich die Uni Essen verdient gemacht: Mit direktem Anschluss an die U-Bahn, kostenlosen Parkplätzen und ausreichend viel Platz lässt es sich über die ca. 10 Minuten Fahrtzeit mit der U11 locker hinwegsehen. Zudem wird zur Messe die Taktung der Bahnen meist erhöht. Wer mit dem Auto anreist, der sollte unbedingt einen zusätzlichen Blick auf unseren Park-Guide werfen:

>> Kostenlos und günstig parken an der Messe Essen: Die besten Parkplätze und Tipps zur Anreise <<

„SPIEL“-Tipp 2: Spiele schleppen wie ein Profi – Taschen, Koffer und Bollerwagen

Es gehört mittlerweile fest zum Bild jeder Spielemesse: Besucher die Unmengen an neuen Spielen in dicken Koffern und ganzen Bollerwagen über die Messe kutschieren. Dabei solltet ihr aber stets auch an eure Mitspieler denken – nicht jeder mag es, wenn man mal wieder von einem dicken Reiserucksack zur Seite gerammt wird, oder die Räder eines Koffers in die Hacken bekommt.

Wichtig: Sogenannte „Cajon“-Rucksäcke mögen perfekt für Brettspiele sein, wurden von der Messe aber mittlerweile verbannt. Informiert euch besser vorher, ob ihr so einen Rucksack mit euch tragen dürft. Die bequemste Möglichkeit eure gekauften Spiele zu Verstauen bleiben derweil die zahlreichen Schließfächer der Messe Essen. Auch hier heißt es: Schnell sein und bereits zum Start zuschlagen!

Pro Tipp: Alternativ könnt ihr eure gekauften Spiele auf der Messe übrigens selbst einpacken und zu euch nach Hause schicken: Der Paketservice-Stand in der Galeria (Stand GA11) macht es möglich! Für bis zu 5 Kilogramm zahlt ihr 6,50 Euro, 10 Kilogramm für 9 Euro, 20 Kilogramm für 16 Euro. Der Versand in den Rest der EU ist ebenfalls möglich, aber deutlich teurer. Alle Details dazu findet ihr im SPIEL-Guide.

>> Über 100 Highlights: Diese Spiele-Neuheiten dürft ihr in Essen nicht verpassen! <<

„SPIEL“-Tipp 3: Schnäppchen-Alarm auf der Spielemesse

Shoppingrausch auf der Spielemesse: Endlich dürfen die Besucher wieder die neuesten Spiele aus den Regalen reißen und in Koffer und Taschen packen. Foto: Daniel Hecht

Die Zeiten von guten Messepreisen und Schnäppchen sind auf der Spielemesse längst vorbei: Bei vielen großen Verlagen zahlt ihr die UVP, also genau wie im Laden. Immerhin bieten euch einige Verlage (etwa Pegasus) einen kleinen Rabatt – aber auch nur dann, wenn ihr einen wahren Großeinkauf plant. Bessere Chancen für Schnäppchen gibt es bei älteren Titeln und im Rahmen der vielen Shops vor Ort: Insbesondere die Spiele-Offensive (Halle 2, Stand 2A146) haut immer wieder günstige Brett- und Kartenspiele raus.

Pro-Tipp: Notiert euch die Preise für eure Lieblingsspiele auf einer Liste und schlagt dann am Ende des Tages beim günstigsten Shop zu. Wirklich viel lässt sich dabei aber nicht mehr sparen.

Pro-Tipp 2: Überlegt euch vor dem Messe-Besuch, wieviel Geld ihr auf der „SPIEL“ lassen wollt. Ein festes Budget bewahrt euch am Ende vor einem leeren Konto – und rettet euch damit auch den Winter.

Pro-Tipp 3: Bargeld mitnehmen! Noch immer gibt es einige Shops und Stände auf der Messe, welche keine Kartenzahlung akzeptieren.

>> So sieht es vor Ort aus: Fotos von der Spielemesse 2021 in Essen <<

„SPIEL“-Tipp 4: Abkürzungen auf der Spielemesse – die Innenhöfe sind euer Freund!

Die Spielemesse „SPIEL“ in Essen gilt nicht umsonst als die weltweit größte Messe für Brett- und Kartenspiele: Bei einem Rundgang durch die Hallen kommen schnell mehrere Laufkilometer zusammen. Da ist man über jede noch so kleine Abkürzung dankbar. Die Innenhöfe zwischen den Hallen lassen euch nicht nur etwas frische Luft schnappen, sondern sind immer wieder der schnellste Weg um abseits der Massen abzukürzen – das Gedränge entfällt hier komplett.

Wer beispielsweise am schnellsten vom Eingang Ost (Halle 8) in Richtung Eingang West (Halle 3) will, betritt bereits in Halle 6 das Außengelände und kürzt über die Galeria ab – der große Glastunnel zwischen den Hallen ist nicht zu übersehen und zumindest morgens (meist) recht leer.

„SPIEL“-Tipp 5: Highlights frühzeitig abgreifen

Noch bevor die Spielemesse startet, solltet ihr euch darüber klar sein, welche Titel ganz weit oben auf eurer „Das will ich unbedingt sehen und spielen!“-Liste stehen. Dementsprechend heißt es: Notiert euch die Titel auf einer Liste, schaut nach wo der dazugehörige Stand auf der Messe zu finden ist – und gebt morgens Gas um möglichst schnell vor Ort zu sein. So (und nur so) könnt ihr sichergehen, dass jeweilige Highlight tatsächlich noch kaufen, bzw. zumindest einmal anspielen zu können.

Info: Mittlerweile sind viele Verlage dazu übergegangen ihre Highlights nicht alle am ersten Tag rauszuhauen, sondern mit Tages-Kontingenten zu arbeiten. So könnt ihr sicher sein, dass es auch am Samstag und Sonntag noch Highlights gibt – wenn ihr denn schnell genug vor Ort seid.

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„SPIEL“-Tipp 6: Mehrere Masken einpacken

Gefühlt ist „Corona“ nur noch für die wenigsten Mitmenschen ein wichtiges Thema, spätestens zur Spielemesse müsst ihr euch aber wieder alle an eine Maske gewöhnen. Die Veranstalter haben bereits bekanntgegeben, das in allen Hallen Maskenpflicht gilt – übrigens auch für Kinder ab 6 Jahren.

Da so ein Messetag ziemlich schweißtreibend sein kann, lautet unser Tipp: Packt unbedingt mehrere Masken ein! Es gibt nichts Schlimmeres als den ganzen Tag mit einer vollgeschwitzten Maske durch die Gegend rennen zu müssen. Bäh!

„SPIEL“-Tipp 7: Hallenpläne, „SPIEL“-Guide und „SPIEL“-App

Für eine gute Planung unumgänglich sind Hallenpläne: Hier werden euch alle Stände und deren Inhalt angezeigt. Leider sind die offiziellen Hallenpläne der Spielemesse über den SPIEL-Guide recht einfach gestrickt – wesentlich besser ist da die offizielle „SPIEL“-App (hier bei Google Play oder im Apple App Store). Den SPIEL-Guide findet ihr hier zum Download.

„SPIEL“-Tipp 8: Bequeme Schuhe und Klamotten

Ein Tipp, der sich eigentlich von selbst erklärt: Wer mehrere Stunden über eine Messe rennt, der sollte an bequemes Schuhwerk denken. Ebenfalls äußerst praktisch können ein Ersatz-T-Shirt und ein Deo sein – so fühlt man sich (kurzzeitig) wie frisch geduscht.

„SPIEL“-Tipp 9: Essen und Trinken selbst mitbringen

Alles wird teurer, auch die Preise für Getränke und kultige Messe-Happen wie „gedrehte Kartoffeln am Holzstab“ oder die gute alte „Currywurst Pommes“-Kombo. Tatsächlich bewegen wir uns bei dieser Haute Cuisine mittlerweile in einem Rahmen jenseits von Gut und Böse, so dass ein mitgebrachtes Butterbrot und etwas Obst im Rucksack wahre Wunder für die Geldbörse wirken können.

Alternativ besorgt ihr euch kurz vorher einige Brötchen beim Bäcker nebenan – die werden auch immer teurer, liegen preislich aber ebenfalls weit unter den Köstlichkeiten auf der Messe. Ebenfalls sehr praktisch: Eine Wasserflasche, die ihr immer wieder auffüllen könnt.

>> Was ist ein Meeple? Was bedeutet „Worker Placement“? Unser Spiele-ABC für Anfänger <<

„SPIEL“-Tipp 10: Listen, Listen, Listen!

Pünktlich zur Spielemesse ist das Internet wieder vollgepackt mit Listen: Jeder will euch seine Top-Spiele für die Spielemesse verraten (auch wir!). Besonders angesagt sind natürlich die Listen auf der größten Seite für Brettspiele im Internet – BoardGameGeek, oder kurz BGG. Die offizielle Preview-Liste der Seite findet ihr hier!

Wer lieber auf deutschsprachigen Seiten unterwegs ist, sollte einen Blick auf die „Brettspielbox“ oder „Abenteuer Brettspiele“ werfen – auch hier wird bereits eifrig geteasert und vorgestellt.