Soll so die 9-Euro-Ticket-Nachfolge aussehen? VRS will die Preise erhöhen

Ganz NRW redet über die Nachfolge des 9-Euro-Ticket – der Verkehrsverbund Rhein-Sieg bereitet derweil offenbar Preiserhöhungen vor.
KVB Stadtbahnen Kölner Verkehrsbetriebe
Die Stadtbahnen der Kölner Verkehrs-Betreibe (KVB). Foto: Ms Jane Campbell/shutterstock
KVB Stadtbahnen Kölner Verkehrsbetriebe
Die Stadtbahnen der Kölner Verkehrs-Betreibe (KVB). Foto: Ms Jane Campbell/shutterstock

Nicht nur bei vielen Menschen in Nordrhein-Westfalen ist die Hoffnung groß, dass es eine Nachfolge-Lösung für das 9-Euro-Ticket gibt. Zuletzt hat die Bundesregierung ihre Pläne kommuniziert, dazu Lösungen erarbeiten zu wollen. Der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) hat offenbar aber vor, die aktuellen Preise noch einmal zu erhöhen.

Nach drei Monaten 9-Euro-Ticket und einem Run auf den Öffentlichen Nahverkehr ist der Wunsch vieler NRW-Bürger klar: So soll es weitergehen. Keine komplizierten Tarifmodelle, nicht immer checken müssen, in welcher Preisstufe oder welchem Verkehrsverbund das Reiseziel gerade liegt – generell aber auch niedrigere Preise.

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Da ist das Vorhaben des VRS, über das der „Bonner General-Anzeiger“ nun berichtet, ein Rückschlag für viele ÖPNV-Nutzer. So sollen die Preise für den Rhein-Sieg-Kreis 2023 in zwei Stufen noch einmal erhöht werden. Die Rede ist von einer Preiserhöhung von 3,5 Prozent für Bus und Bahn zum 1. Januar 2023. Weitere 3,87 Prozent seien für eine zweite Erhöhung zum 1. Juli 2023 angedacht.

Aktuell befänden sich die Verantwortlichen des Verkehrsbetriebes im Austausch mit der Politik im Rheinland, um die Pläne offenzulegen. Dem Bericht zufolge wird dieser Schritt mit verschiedenen Veränderungen in der betrieblichen Lage begründet. Zum einen sei mit rund höchstens 80 Prozent der Einnahmen aus der Zeit vor Ausbruch der Corona-Pandemie zu rechnen.

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Darüber hinaus mache sich auch die Energiekrise beim VRS bemerkbar – sie verursache Mehrkosten von mindestens 13 Prozent. Mit Hinblick auf diese Entwicklung werde das Zwei-Stufen-Modell mit Preissteigerungen im Januar und im Juli schon als „Kompromiss“ bezeichnet.

Ob es letztlich auch dazu kommt, das werden die kommenden Wochen und Monate zeigen. Sollte es zu einer anderen Nachfolge-Lösung für das 9-Euro-Ticket kommen, würde sich die Situation noch einmal komplett verändern. Dann gäbe es für alle ÖPNV-Nutzer schlichtweg eine kostengünstigere Lösung. Aktuell sind Ticket-Varianten im Bereich zwischen 49 und 60 Euro monatlich im Gespräch.

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