Viersen: Nach Vandalismus im Krankenhaus – Täter wegen Schiebermützen erkannt

Im Kreis Viersen wurden Ende des letzten Jahres mehrere Krankenhäuser verwüstet. Nun konnte die Polizei die Täter aufgrund ihrer auffälligen Kleidung schnappen.
Polizei Blaulicht symbol platzhalter
Foto: dpa
Polizei Blaulicht symbol platzhalter
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Hat sich da jemand von „Peaky Blinders“ inspirieren lassen? Es sieht ganz danach aus. Doch ein stylisches Outfit kann auch von Nachteil sein – jedenfalls für Straftäter. Drei junge Männer, die zwischen Oktober und Weihnachten 2022 mehrfach das Krankenhaus im niederrheinischen Kempen verwüstet hatten, fielen genau damit auf. „Ihr Markenzeichen: Schicke Kleidung und vor allem Schiebermützen, wie man sie aus den Gangsterfilmen der 1920-er Jahre kennt“, berichtete die Kreispolizeibehörde Viersen am Freitag.

Die markante Beschreibung sei den Beamten der Kempener Wache sehr präsent gewesen. Als zwei Polizisten Ende Dezember drei junge Männer in der Nähe des Krankenhauses antrafen, auf die diese Beschreibung passte, griffen sie zu. Die Ermittlungen hätten zu Durchsuchungen und am Ende auch zu Geständnissen geführt.

Insgesamt viermal hätten die drei jungen Männer im Alter von 16 bis 18 Jahren in dem Krankenhaus ihr Unwesen getrieben: „Einmal beschmierten sie Wände mit Ketchup und Mayonnaise, einmal Möbel und Böden mit Öl“, berichtete die Polizei. Auch entleerte Feuerlöscher und eine Überschwemmung durch ein verstopftes Waschbecken stünden auf ihrem Kerbholz. „Bevor irgendjemand die drei zu fassen bekam, waren sie jedes Mal verschwunden.“

Nun müssen sie sich wegen Sachbeschädigung verantworten. „Folgenreicher könnte aber das Zivilverfahren werden, wenn das Krankenhaus die entstandenen Schäden ersetzt haben möchte“, teilte die Polizei mit.

dpa