Uni Duisburg-Essen erneut Opfer eines Hackerangriffs

Erneut gab es einen Hackerangriff auf die Universität Duisburg-Essen. Nun ist auch die neue Website außer Gefecht gesetzt.
Universität Duisburg-Essen
Das Foto zeigt Gebäude der Universität Duisburg-Essen. Foto: Roland Weihrauch/dpa
Universität Duisburg-Essen
Das Foto zeigt Gebäude der Universität Duisburg-Essen. Foto: Roland Weihrauch/dpa

Die Universität Duisburg-Essen (UDE) kommt einfach nicht zur Ruhe. Bereits vor wenigen Wochen wurde die Uni Ziel eines Hackerangriffs. Nun kam es erneut zu einem Angriff auf die Infrastruktur. Das sagte ein Uni-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch auf Anfrage. Diesmal sei die nach der ersten Cyber-Attacke neu aufgesetzte Behelfsseite „massiv angegriffen“ worden. Die neue Website war am Mittwoch nicht mehr erreichbar. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet.

Beim ersten Angriff am 27. November war die gesamte IT einschließlich Festnetztelefonie lahmgelegt worden. Erst nach und nach konnten von den Experten einige digitale Dienste wieder hergestellt oder ersetzt werden. Gleichwohl war die Lehre mit mehr als 40.000 Studierenden massiv eingeschränkt.

Über die sozialen Medien wie Twitter forderte die Uni-Leitung nach dem neuerlichen Hackerangriff die Studentinnen und Studenten sowie das Lehrpersonal auf, ihre Passwörter zu erneuern. „Wir arbeiten mit Hochdruck an Lösungen“, sagte der Sprecher der Hochschule.

Arbeiten an der Uni war stark eingeschränkt

Der Präsenz-Vorlesungsbetrieb war nach dem ersten Angriff vor 17 Tagen wieder angelaufen, der digitale Zugriff auf Unterrichtsmaterialien An- und Abmeldungen zu Prüfungen oder das Hochladen von Arbeiten war aber lange nicht möglich.

Bei dem Angriff waren Hacker in die internen Systeme eingedrungen, hatte große Teile verschlüsselt und Lösegeld gefordert, wie es hieß. Die Hochschule hatte die IT heruntergefahren, die zuständigen Sicherheitsbehörden informiert und Anzeige erstattet. Die Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) bei der Staatsanwaltschaft Köln leitet seitdem die Ermittlungen. Der dortige Sprecher Christoph Hebbecker rechnet mit einem monatelangen Verfahren, vermutlich auch mit internationalen Bezügen.

dpa