Ratingen: Betrunkener Krefelder liefert sich irre Verfolgungsjagd mit Polizei

Ein Krefelder (50) lieferte sich in der Nacht zu Freitag im Vollrausch eine wilde Verfolgungsfahrt mit der Polizei in Ratingen.
Blaulicht Streifenwagen Polizei
Ein herbeirauschendes Polizeiauto. Foto: Daniel Karmann/dpa
Blaulicht Streifenwagen Polizei
Ein herbeirauschendes Polizeiauto. Foto: Daniel Karmann/dpa

In der Nacht zu Freitag, 3. März, floh ein 50-jähriger Krefelder mit seinem Mercedes AMG vor einer Polizeikontrolle. Er verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug und verunfallte schwer. Die Beamten leiteten wegen des Verdachts einer Gefährdung des Straßenverkehrs ein Ermittlungsverfahren ein.

Gegen 2 Uhr war der Mann mit seinem Mercedes AMG auf der Kaiserswerther Straße stadtauswärts in Richtung A52 unterwegs. Hinter dem Kreuzungsbereich zur Straße Am Roten Kreuz/Westtangente erblickte er eine Standkontrolle einer Ratinger Streifenwagenbesatzung. Er wendete sein Fahrzeug und floh unmittelbar in entgegengesetzter Richtung vor der Polizei. Die Beamten nahmen die Verfolgung des Krefelders auf, welcher mit seinem AMG mit stark überhöhter Geschwindigkeit zunächst über die Kaiserswerther Straße und anschließend über die Mülheimer Straße in Richtung Ratingen-Breitscheid floh.

Im Kreisverkehr zur Straße Am Sondert/Kölner Straße verlor der 50-Jährige die Kontrolle über sein Fahrzeug. Er überfuhr die Bordsteinkante der Mittelinsel und überquerte diese mittig. Anschließend setzte er seine Fahrt über die Kölner Straße fort, wo er mit einem auf einer Verkehrsinsel aufgestellten Verkehrszeichen kollidierte. Nur wenige hundert Meter weiter stoppte der Unfallflüchtige sein schwer beschädigtes Fahrzeug an einer Einmündung.

Ratingen: Krefelder flieht vor Polizei – Krankenhaus

Alarmierte Rettungskräfte brachten den schwer verletzten Krefelder zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Da sich im Rahmen der Unfallaufnahme Hinweise auf einen vorangegangenen Alkoholkonsum bei dem 50-jährigen Fahrzeugführer ergeben hatten, ordneten die Beamten die ärztliche Entnahme einer Blutprobe an. Sie leiteten wegen des Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung infolge des Fahrens unter Alkoholeinfluss sowie wegen eines sogenannten „Alleinrennens“ ein Ermittlungsverfahren gegen den Mann ein.

Die an der Unfallstelle ausgelaufenen Betriebsstoffe mussten durch Einsatzkräfte der Feuerwehr der Stadt Ratingen gereinigt werden. Mit dem Abschluss der umfangreichen Sicherung der Unfallspuren sowie der Straßenreinigung konnte die Fahrbahn um 6 Uhr wieder freigegeben werden.

Zu Beweiszwecken wurden sowohl der nicht mehr fahrbereite Mercedes Benz sowie das Handy des 50-jährigen Krefelders sichergestellt. Die Polizei schätzt den entstandenen Gesamtschaden auf über 120.000 Euro.