NRW: Weitere Taten in derselben Nacht nach Schüssen auf Rabbinerhaus in Essen

Im Fall der Schüsse auf das ehemalige Rabbinerhaus in Essen gab es wohl weitere Taten in NRW. Die Polizei ermittelt inzwischen auch in Dortmund.
Einschusslöcher bei Synagoge in Essen entdeckt
Einschusslöcher sind auf einer verglasten Tür zu sehen. Foto: Justin Brosch/dpa
Einschusslöcher bei Synagoge in Essen entdeckt
Einschusslöcher sind auf einer verglasten Tür zu sehen. Foto: Justin Brosch/dpa

Gab es weitere Anschläge, als den auf das ehemalige Rabbinerhaus in Essen (NRW)? Davon geht inzwischen die Polizei aus. Im Fall um die Schüsse auf das ehemalige Rabbinerhaus in Essen ermittelt die Polizei inzwischen laut Innenminister Herbert Reul (CDU) zu zwei weiteren Taten im Ruhrgebiet in einem „engen zeitlichen Zusammenhang“. Es habe bereits eine Festnahme gegeben, sagte Reul am Freitag im Innenausschuss des Landtags.

Demnach ermittelt inzwischen auch die Polizei Dortmund. Weitere Angaben zu den Tatorten machte Reul im öffentlichen Teil der Innenausschusssitzung nicht. Es gebe Sachverhalte „mit Bezug zu jüdischen Objekten an drei unterschiedlichen Örtlichkeiten im Ruhrgebiet“, so Reul.

Angaben zu dem Festgenommenen machte Reul nicht. Offen blieb, ob der Verdächtige für alle drei Taten verantwortlich sein könnte oder Komplizen hatte.

Laut Reul haben sowohl die Polizei in Essen als auch die Polizei in Dortmund jeweils eine Besondere Aufbauorganisation (BAO) mit mehr als 100 Beamten eingesetzt. Der Generalbundesanwalt (GBA) werde auf dem Laufenden gehalten. Bislang liegen die Ermittlungen beim Generalstaatsanwalt in Düsseldorf.

dpa