LKW fährt auf Stauende – Autofahrerin wird lebensgefährlich verletzt

Es ist der Horror für viele Autofahrer: Am Stauende stehen und darauf hoffen, dass der Hintermann rechtzeitig bremsen kann. In diesem Fall übersah ein LKW-Fahrer das Stauende auf der A1 nahe Holzwickede. Der Aufprall war so schwer, dass sich das vordere Auto unter einen anderen LKW schob. Die Fahrerin wurde lebensgefährlich verletzt.
Unfall Polizei Blaulicht
Ein Polizeiwagen zeigt ein Unfall-Signal an. Foto: Stefan Puchner/dpa
Unfall Polizei Blaulicht
Ein Polizeiwagen zeigt ein Unfall-Signal an. Foto: Stefan Puchner/dpa

Eine 40 Jahre alte Autofahrerin ist bei einem Unfall auf der A1 nahe Holzwickede (Kreis Unna) lebensgefährlich verletzt worden. Ihr 28-jähriger Beifahrer erlitt bei dem Unfall am Freitagabend schwere Verletzungen, wie die Polizei am Samstag mitteilte.

Das Auto war demnach von einem Laster unter das Heck eines stehenden Sattelzuges geschoben worden. Einsatzkräfte der Feuerwehr befreiten die Fahrerin sowie ihren Beifahrer aus dem Wagen. Dafür mussten mehrere Teile aus dem Auto geschnitten werden. Anschließend wurden beide ins Krankenhaus gebracht und dort operiert. Der leicht verletzte Lkw-Fahrer wurde von Unfallzeugen aus seinem Fahrzeug befreit.

Zuvor hatte der 40-Jährige nach Polizeiangaben das Stauende auf der A1 übersehen und fuhr deshalb mit seinem Lastwagen in das Auto der 40-jährigen Frau. Der Lastwagen eines 50-Jährigen, unter den ihr Wagen geschoben wurde, schob sich durch die Wucht des Aufpralls wiederum auf ein weiteres, vor ihm stehendes Auto. Dessen 55-jähriger Fahrer blieb unverletzt.

Die A1 Richtung Bremen blieb nach dem Unfall für etwa vier Stunden gesperrt. Dabei staute sich der Verkehr laut Polizei auf bis zu zwölf Kilometer. Den entstandenen Schaden wurde demnach auf insgesamt 100 000 Euro geschätzt.

dpa