Krefeld: Festnahmen in Drogenszene nach Kopfschuss

Nachdem ein Mann in Krefeld auf offener Straße erschossen wurde, sind nun zwei erste Festnahmen durch die Polizei erfolgt.
Polizei Wagen Blaulicht
Die Polizei im Einsatz. Foto: Shutterstock/Christian Horz
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Die Polizei im Einsatz. Foto: Shutterstock/Christian Horz

Ein erster Erfolg für die Krefelder Polizei. Nach der Erschießung eines 42-Jährigen auf offener Straße hat die Polizei zwei Männer aus der dortigen Drogenszene festgenommen. Die Festnahme an einem bekannten Treffpunkt der Szene sei aber aus anderem Grund erfolgt, sagte eine Polizeisprecherin am Mittwoch.

Beide Männer seien keine Verdächtigen in dem Mordfall, würden nun aber auch routinemäßig daraufhin überprüft, ob sie in einem Zusammenhang zu der Tat stehen könnten. Die Polizeiaktion auf dem Krefelder Theaterplatz sei schon vor der Erschießung geplant gewesen.

Die Obduktion des Opfers hat unterdessen ergeben, dass der Kopfschuss wie erwartet die Todesursache ist. Einzelheiten teilte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht mit.

Toter war kein Zufallsopfer

„Wir gehen allen denkbaren kriminalistischen Hypothesen nach und schließen eigentlich nur aus, dass der Mann ein Zufallsopfer gewesen sein könnte“, hatte Oberstaatsanwalt Axel Stahl am Dienstag gesagt.

Der Albaner war am Montagabend in der Innenstadt erschossen worden. Er habe seit vier Jahren in Deutschland gelebt und sei ohne festen Wohnsitz gewesen. Zeugen hatten gegen 19.50 Uhr mehrere Schüsse gehört und in der Dunkelheit zwei Männer weglaufen sehen.

Die beiden flüchtenden Männer hatten den Zeugen zufolge eine normale Statur. Einer habe eine dunkle Jacke, eine helle Hose und eine helle Kopfbedeckung getragen, der andere eine dunkle Jacke mit einem auffälligen Logo auf dem Rücken, eine dunkle Hose und eine dunkle Mütze.

Auto am Tatort wird untersucht

Die Polizei ließ zudem ein in der Nähe des Tatorts geparktes Auto abschleppen. „Wir vermuten, dass das Auto mit der Tat zu tun hat“, hatte ein Polizeisprecher gesagt. Es werde nun genauso untersucht wie die sichergestellten Projektile. Die Tatwaffe blieb trotz aufwendiger Suchaktion auch mit Sprengstoff-Spürhunden verschwunden.

Der Erschossene war der Polizei wegen Drogen- und Eigentumsdelikten bekannt. Um eine „große Nummer“ im Drogengeschäft soll es sich bei ihm aber nicht gehandelt haben, eher um einen Kleindealer, der auch selbst Drogen konsumiert habe, hieß es aus Ermittlerkreisen.

dpa